Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 9 von 42

5. Wirkungskompetenz als zentrales Bildungsziel#

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Wirkungskompetenz ist das zentrale Bildungsziel des wirkungsökonomischen Schulkonzepts. Sie bedeutet nicht nur, moralisch „gut“ sein zu wollen. Sie bedeutet, Wirkungen verstehen, prüfen, bewerten, gestalten und korrigieren zu können. Wirkungskompetenz verbindet Wissen mit Urteilskraft. Sie fragt: Was verändert mein Handeln? Wer ist betroffen? Welche Nebenwirkungen entstehen? Welche Rückkopplungen sind möglich? Welche Daten brauche ich? Welche Werte sind berührt? Welche Entscheidung ist verantwortbar?

Dimension Schulische Bedeutung Beispiele für Lernnachweise Wahrnehmungskompetenz Zustände, Bedürfnisse, Muster und Spannungen erkennen Beobachtungsprotokoll, Interview, Feldnotizen, Problemkarte Systemkompetenz Zusammenhänge, Rückkopplungen, Zielkonflikte und Wirkungsräume verstehen Systemdiagramm, Ursache-Wirkungs-Netz, Szenarioanalyse Daten- und Evidenzkompetenz Informationen prüfen, Daten interpretieren, Unsicherheit benennen Datenanalyse, Quellenprüfung, Statistikaufgabe, Fehlerreflexion Kommunikations- und Resonanzkompetenz Sprache, Frames, Perspektiven, Konflikte und Wirkung von Kommunikation verstehen Debatte, Essay, Narrativanalyse, Moderation Demokratie- und Verantwortungskompetenz Rechte, Verfahren, Minderheitenschutz, Streitfähigkeit und Teilhabe praktizieren Beteiligungsprojekt, Konfliktlösung, demokratisches Protokoll Entscheidungs- und Gestaltungskompetenz Aus Erkenntnis Handlung machen und Wirkung überprüfen Projekt, Prototyp, Maßnahme, Evaluation, Portfolio