Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 19 von 42

13. Das Problem der klassischen Benotung#

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Noten können Orientierung geben und Vergleichbarkeit herstellen. Aber sie können auch Lernwirkung verzerren. Eine Zahl zeigt selten, welche Denkwege ein Kind gegangen ist, welche Hilfe nötig wäre, welche Kompetenzen bereits wachsen oder welche Blockade hinter einem Ergebnis steht.

Das größte Problem entsteht, wenn Noten nicht als Momentinformation, sondern als Identitätsurteil wirken. Dann lernt ein Kind nicht: „Ich habe hier noch etwas nicht verstanden“, sondern: „Ich bin schlecht.“

Eine wirkungsökonomische Schule muss diese Verwechslung beenden.

Klassische Notenlogik Wirkungsorientierte Bewertungslogik Ein Ergebnis wird in eine Zahl übersetzt.

Ein Lernweg wird sichtbar gemacht. Fehler senken die Note. Fehler zeigen den nächsten Lernschritt. Vergleich mit anderen steht im Vordergrund.

Entwicklung, Standards und Wirkungskompetenzen stehen im Vordergrund. Bewertung kommt oft am Ende. Feedback begleitet den Prozess. Leistung wird punktuell geprüft. Leistung wird über mehrere Nachweise, Projekte, Gespräche und Basischecks sichtbar. Die Zahl dominiert das Selbstbild. Das Kompetenzprofil beschreibt Stärken, nächste Schritte und Verantwortungsfähigkeit.