Praxis- und Teilhabebegriff
Ehrenamt
Ehrenamt ist freiwillige, nicht verpflichtende und grundsätzlich unbezahlte Arbeit oder Tätigkeit für andere, Organisationen oder das Gemeinwesen.
Auf einen Blick
- Einordnung: Praxis- und Teilhabebegriff im Bereich Teilhabe, Arbeit & Gemeinwohl.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Gemeinwohl, Teilhabe, Wirkung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Ehrenamt ist nicht gleich unbezahlte Sorgearbeit im eigenen Haushalt und nicht gleich verpflichtender Dienst. Seine Bedeutung darf nicht dazu führen, dass soziale Sicherung oder öffentliche Infrastruktur auf kostenlose Arbeit abgewälzt werden. Für Wirkungsanalyse sind Stunden, Zahl der Engagierten und erzielte Zustandsveränderungen verschiedene Größen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk kann ehrenamtliche Tätigkeit als möglichen Beitrag zu Teilhabe und Gemeinwohl betrachten. Sie darf daraus keine individuelle Verdiensthierarchie, keine Leistungskürzung und keinen Social-Credit-Mechanismus machen. Anerkennung braucht Freiwilligkeit, Datenschutz und Schutz vor Ausbeutung.
Verwendung
Verwendung
Freiwilligkeit, Tätigkeit, Unterstützung, Grenzen und tatsächliche Wirkung getrennt beschreiben. Ehrenamtsstunden nicht automatisch in Geld, Punkte oder Ansprüche übersetzen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- unbezahlte Sorgearbeit im eigenen Haushalt
- Pflichtdienst
- moralische Überlegenheit
- Wirkungsnachweis
- individueller Wirkungslohn
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Ehrenamt“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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