Anschlussbegriff
Klimafolgeschäden
Klimafolgeschäden sind Schäden, Kosten und Verluste, die durch Klimawandel entstehen: Hitzetote, Ernteausfälle, Flutschäden, Waldschäden, Gesundheitskosten, Infrastrukturschäden, Versicherungsrisiken, Produktivitätsverluste und soziale Destabilisierung.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Folgewirkung, Klimarisiko, Treibhausgasemissionen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk sind Klimafolgeschäden keine Zukunftsabstraktion, sondern bereits eingetretene und erwartbare negative Wirkung. Sie zeigen, dass spätes Handeln teurer wird: Je länger Emissionen, Flächenversiegelung, Wasserstress und Anpassungsdefizite fortbestehen, desto mehr Optionen gehen verloren. Frühzeitige Minderung und Anpassung sparen nicht nur Geld, sondern erhalten Handlungsmöglichkeiten.
Verwendung
Verwendung
„Klimafolgeschäden“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht nur als Haushaltskosten darstellen. Klimafolgeschäden betreffen Leben, Gesundheit, Würde, Wohnen, Arbeit, Ernährung, Migration, Demokratievertrauen und Versicherbarkeit. Monetäre Kostenschätzungen sind wichtig, aber nicht vollständig.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Klimafolgeschäden“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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