Anschlussbegriff
Neoklassik
Neoklassik bezeichnet ökonomische Ansätze, die Märkte häufig über rational handelnde Akteure, Knappheit, Nutzenmaximierung, Grenzgrößen, Gleichgewicht und Preisbildung modellieren.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Wirtschaftssysteme, Kapitalmythen und Verteilungslogiken.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Homo Oeconomicus, Nutzenmaximierung, Grenznutzen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Für die WÖk ist die Neoklassik wichtig, weil sie erklärt, warum Preise und Anreize wirken. Ihre Grenze liegt dort, wo reale Wirkung, Macht, Institutionen, ökologische Grenzen, Datenasymmetrien, Care, Demokratie und Nichtlinearität ausgeblendet werden.
Verwendung
Verwendung
„Neoklassik“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Wirtschaftssysteme, Kapitalmythen und Verteilungslogiken präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Die WÖk verwirft neoklassische Modelle nicht pauschal. Sie ordnet sie als Teilwerkzeuge ein. Problematisch wird die Neoklassik, wenn Modellannahmen als Realität behandelt werden und Wirkung nur als externe Nebenbedingung erscheint.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Wenn ein Markt effizient ist, ist er gesellschaftlich gut.
WÖk-Klärung
Effizienz ohne richtige Zielgröße kann negative Wirkung beschleunigen.
Blinder Fleck
Externe Wirkungen, Macht und nichtlineare Rückkopplungen werden oft als Randprobleme behandelt.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Neoklassik“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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