Anschlussbegriff

Marktversagen

Marktversagen liegt vor, wenn Märkte keine effizienten oder gesellschaftlich tragfähigen Ergebnisse erzeugen, etwa durch externe Kosten, Informationsasymmetrien, Marktmacht, öffentliche Güter oder Koordinationsprobleme.

AnschlussbegriffStand / Version 2.0

Auf einen Blick

  • Marktversagen liegt vor, wenn Märkte keine effizienten oder gesellschaftlich tragfähigen Ergebnisse erzeugen, etwa durch externe Kosten, Informationsasymmetrien, Marktmacht, öffentliche Güter oder Koordinationsprobleme.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Glossar-Erweiterung und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Marktversagen“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Externalität, Öffentliche Güter, Informationsasymmetrie.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Marktversagen liegt vor, wenn Märkte keine effizienten oder gesellschaftlich tragfähigen Ergebnisse erzeugen, etwa durch externe Kosten, Informationsasymmetrien, Marktmacht, öffentliche Güter oder Koordinationsprobleme.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Die WÖk liest Marktversagen als Wirkungsblindheit: Der Markt verarbeitet Preise, aber nicht automatisch reale Folgen für Klima, Gesundheit, Arbeit, Demokratie oder künftige Generationen. Wirkungspreise, WÖk-IDs und Scorecards sollen diese Blindheit reduzieren.

Verwendung

Verwendung

Die WÖk liest Marktversagen als Wirkungsblindheit: Der Markt verarbeitet Preise, aber nicht automatisch reale Folgen für Klima, Gesundheit, Arbeit, Demokratie oder künftige Generationen. Wirkungspreise, WÖk-IDs und Scorecards sollen diese Blindheit reduzieren.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Marktversagen bedeutet nicht, dass Märkte grundsätzlich versagen. Es bedeutet, dass Märkte eine bessere Informations- und Rückkopplungsarchitektur brauchen.

Mythos und Klärung

Wirkungsökonomische Einordnung

Mythos

Marktversagen ist ein Ausnahmefall.

WÖk-Klärung

In planetaren, sozialen und digitalen Wirkungsräumen können unsichtbare Folgekosten systematisch sein.

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Marktversagen“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Marktversagen liegt vor, wenn Märkte keine effizienten oder gesellschaftlich tragfähigen Ergebnisse erzeugen, etwa durch externe Kosten, Informationsasymmetrien, Marktmacht, öffentliche Güter oder Koordinationsprobleme.

Im Bereich Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Marktversagen“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Marktversagen“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Externalität · Öffentliche Güter · Informationsasymmetrie · Marktmacht · Staatsversagen · Minarchismus · Externalitäten / externe Kosten · Wirkungsrückkopplung

Version und Quellen

Kategorie: Glossar-Erweiterung · Version: 2.0