Bewertungsbegriff

Referenzrahmen

Ein Referenzrahmen legt offen, anhand welcher Ziele, Grenzen, Benchmarks oder gesellschaftlichen Normen eine Wirkung bewertet wird.

Bewertungsbegriff

Auf einen Blick

  • Einordnung: Bewertungsbegriff im Bereich Bewertungsbegriff.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkung, Wirkungsbewertung, SDGs.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Ein Referenzrahmen unterscheidet die empirische Frage, was sich verändert hat, von der normativen Frage, wie diese Veränderung einzuordnen ist. Er kann Ziele, Rechte, Grenzen, Benchmarks, Indikatoren oder fachliche Schwellen enthalten. Ohne Referenzrahmen lässt sich feststellen, dass etwas wirkt, aber nicht transparent begründen, warum diese Wirkung als positiv oder negativ gelten soll.

In der Wirkungsökonomie bilden Agenda 2030, die SDGs und SDG+ den primären Orientierungsrahmen. Je nach Gegenstand können Grund- und Menschenrechte, Staatsziele, gesetzliche Grenzwerte, wissenschaftliche Schwellen und fachliche Benchmarks die Anwendung konkretisieren. Diese ergänzenden Referenzen ersetzen nicht die Offenlegung des übergeordneten Maßstabs.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Die WÖk bewertet nicht gegen private Moral. Sie legt den Maßstab offen und unterscheidet ihn von Messung, Modellierung, Zurechnung und Rückkopplung. SDG+ ist dabei eine transparente WÖk-Erweiterung und keine offizielle UN-Kategorie.

Verwendung

Verwendung

Referenzrahmen, Datenquelle, Indikator, Bewertungsrichtung, Schwelle und Unsicherheit so dokumentieren, dass die Einordnung prüfbar bleibt.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Indikator: eine Kennzahl oder Beobachtung, nicht der Maßstab selbst.
  • Benchmark: fachliche Vergleichsgröße oder Schwelle, die einen Referenzrahmen konkretisieren kann.
  • Wirkung: tatsächliche Veränderung vor ihrer Bewertung.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Referenzrahmen“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Quellen und Einordnung

Kategorie: Bewertungsbegriff

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.