WÖk-Präzisierungsbegriff
Systemische Risikointelligenz
Systemische Risikointelligenz verbindet Outside-in-Risiken mit Inside-out-Wirkungen und fragt, welche selbst erzeugten Risiken als Kosten, Instabilität oder Vertrauensverlust zurückkehren.
Auf einen Blick
- Systemische Risikointelligenz verbindet Outside-in-Risiken mit Inside-out-Wirkungen und fragt, welche selbst erzeugten Risiken als Kosten, Instabilität oder Vertrauensverlust zurückkehren.
- Der Begriff gehört zum Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Systemische Risikointelligenz“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Systemresilienz, Wirkungsrisiko, Wirkungsresilienz.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Systemische Risikointelligenz erweitert klassisches Risikomanagement: Sie betrachtet nicht nur, welche Risiken einen Akteur bedrohen, sondern auch, welche Risiken der Akteur für andere, für Ökosysteme, Lieferketten, Demokratien oder kommende Generationen erzeugt. Erst die Verbindung beider Richtungen macht Wirkung steuerbar.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Der Begriff hilft, Nachhaltigkeit nicht als Zusatzprogramm, sondern als Steuerungsfrage von Risiken, Rückkopplungen und positiver Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie zu lesen.
Verwendung
Verwendung
Als systemischen WÖk-Begriff verwenden; nicht als amtliche UN-Kategorie und nicht als deterministische Prognose.
Abgrenzung
Abgrenzung
- klassischem Nachhaltigkeitsmarketing
- rein unternehmerischem Risikomanagement
- amtlicher SDG-Terminologie der Vereinten Nationen
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Systemische Risikointelligenz“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Systemische Risikointelligenz verbindet Outside-in-Risiken mit Inside-out-Wirkungen und fragt, welche selbst erzeugten Risiken als Kosten, Instabilität oder Vertrauensverlust zurückkehren.
Im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Systemische Risikointelligenz“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Systeme, Steuerung und Resilienz hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Systemische Risikointelligenz“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Systemresilienz · Wirkungsrisiko · Wirkungsresilienz · outside-in · inside-out · Rückkopplung
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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