WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 59 von 244
D08 · Netto-Wirkungs-Index (NWI)#
Aggregierte operative Wirkung Bewerten Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-08 · EXT-IMP-08 · EXT-IMP-25 Positive und negative operative Wirkungen unter Berücksichtigung von Mindestbedingungen, Verteilung, Zeit, Datenqualität und Nichtkompensation zu einer steuerungsfähigen Kennzahl verdichten.
Verbindlicher Output NWI mit Wirkungsprofil, Spannbreite, Grenzprüfung und Entscheidungsinterpretation.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Wirkung priorisiert, gemessen, bewertet, verglichen oder evaluiert werden soll. Nicht geeignet Nicht zur Scheingenauigkeit, Personenbewertung oder Kompensation schwerer Schäden verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: D07/B07. Nachfolger: D09, E04/E07, H05.
Vorgehen#
1. Bewertungsobjekt und Zeitraum festlegen.
2. Relevante positive und negative Wirkungen aus Scorecards übernehmen.
3. Verteilung, Dauer, Reichweite und Datenqualität berücksichtigen.
4. Nichtkompensierbare Felder separat prüfen.
5. NWI und Unsicherheitsband berechnen oder regelbasiert bestimmen.
6. Interpretation und Entscheidungsgrenzen dokumentieren.
Leitfragen#
Welche negativen Wirkungen dürfen nicht verrechnet werden?
Wer erlebt die Netto-Wirkung anders als der Durchschnitt?
Wie sensibel ist der NWI gegenüber Annahmen?
D08 · Netto-Wirkungs-Index (NWI) – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
NWI-Hauptwert mit Konfidenzband; daneben nicht aggregierte Grenzindikatoren und Verteilungsprofil.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
NWI ist keine reine Summe. Grenzen und Verteilung bleiben sichtbar. Unsicherheitsband ist obligatorisch.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Monetarisierung nicht erzwingen. Ein Index darf das Wirkungsprofil nicht ersetzen.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-08 · EXT-IMP-08 · EXT-IMP-25. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.