Anschlussbegriff

Rechtsextremismus

Rechtsextremismus bezeichnet Ideologien, Bewegungen und Praktiken, die die Gleichwertigkeit aller Menschen, die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die plurale Gesellschaft ablehnen oder aushöhlen. Typisch sind völkische, nationalistische, rassistische, antisemitische, autoritäre und demokratiefeindliche Muster.

Anschlussbegriff

Auf einen Blick

  • Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Extremismus, Rassismus, Faschismus.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Aus WÖk-Sicht ist Rechtsextremismus nicht nur eine Meinung am Rand des Spektrums, sondern ein negativer Wirkungsraum: Er schwächt Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit, Diskursfähigkeit, Minderheitenschutz, institutionelles Vertrauen und gesellschaftliche Resilienz. Er erzeugt Wirkungspotenziale für Angst, Ausschluss, Gewalt, Delegitimierung und autoritäre Normalisierung.

Verwendung

Verwendung

„Rechtsextremismus“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.

Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Nicht jede rechte, konservative oder migrationskritische Position ist rechtsextrem. Die Grenze wird dort überschritten, wo Gleichwertigkeit, Grundrechte, Pluralismus, Minderheitenschutz, Gewaltfreiheit oder demokratische Korrektur grundsätzlich infrage gestellt werden.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Rechtsextremismus“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Quellen und Einordnung

Kategorie: Glossar-Erweiterung

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.