Anschlussbegriff
Fremdenfeindlichkeit / Xenophobie
Fremdenfeindlichkeit bezeichnet ablehnende, ausgrenzende oder feindselige Haltungen gegenüber Personen oder Gruppen, die als „fremd“ markiert werden. Diese Fremdheit ist keine objektive Eigenschaft, sondern eine soziale Zuschreibung.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Rassismus, Zugehörigkeit, Antidiskriminierung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk nutzt den Begriff vorsichtig, weil er Wirkung sichtbar machen kann: Ausschluss aus Wohnraum, Arbeit, Bildung, öffentlichem Raum, politischer Teilhabe oder Sicherheit. Entscheidend ist nicht, ob jemand „wirklich fremd“ ist, sondern wer durch welche Zuschreibung belastet wird.
Verwendung
Verwendung
„Fremdenfeindlichkeit / Xenophobie“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Der Begriff darf Rassismus nicht verharmlosen. Häufig ist „Fremdenfeindlichkeit“ ein weicherer Ausdruck für rassistische, ethnisierende oder religiös markierende Ausgrenzung. Die öffentliche Einordnung sollte deshalb immer prüfen, ob „Rassismus“, „antimuslimischer Rassismus“ oder „Antisemitismus“ präziser ist.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Fremdenfeindlichkeit / Xenophobie“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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