WÖk-Präzisierungsbegriff
Wirkungsbonus
Der Wirkungsbonus ist der variable Teil des Wirkungseinkommens, der reale gesellschaftliche Wirkleistung sichtbar und materiell anerkennbar macht.
Auf einen Blick
- Wirkungsbonus erkennt gesellschaftliche Wirkleistung an, ohne den Wert einer Person zu bewerten.
- Der Begriff gehört zum Bereich Praxisbegriff und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Wirkungsbonus“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkleistung, Wirkungsbiografie, Wirkungseinkommen.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Der Wirkungsbonus erkennt Beiträge an, die im alten Erwerbsarbeits- und Einkommenssystem häufig unterbewertet werden: Care, Pflege, Bildung, Prävention, Gemeinwesen, Ehrenamt, Demokratiearbeit, ökologische Regeneration, Forschung, Kultur und Transformation.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Der Wirkungsbonus darf keine moralische Bewertung von Menschen werden. Er muss kontextsensibel, rechtsstaatlich, überprüfbar und lernfähig sein. Er bewertet Beiträge und Wirkungszusammenhänge, nicht den Wert einer Person.
Verwendung
Verwendung
Modelllogik / Arbeitspapier / Diskussionsgrundlage: keine amtliche Bewertung, keine Rechts-, Steuer- oder Sozialberatung, keine Personenbewertung und kein Social Credit.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Personenbewertung
- Social Credit
- Arbeitszwang
- moralische Rangliste
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Wirkungsbonus“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Wirkungsbonus erkennt gesellschaftliche Wirkleistung an, ohne den Wert einer Person zu bewerten.
Im Bereich Praxisbegriff hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Wirkungsbonus“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Praxisbegriff hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wirkungsbonus“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Wirkleistung · Wirkungsbiografie · Wirkungseinkommen · Grunddividende · Wirkungsrente · care-arbeit · ehrenamt
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise
Quellen und Vertiefungen
Online-Buch