WÖk-Präzisierungsbegriff
Energieträgerstrom
Energieträgerstrom bezeichnet Strom, der aus einem stofflichen Energieträger gewonnen wird.
Auf einen Blick
- Strom aus Kohle, Gas, Öl, Uran, Biomasse, Biogas oder anderen Energieträgern.
- Der Begriff gehört zum Bereich Energie, Strommarkt und Systemkosten und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Energieträgerstrom“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Brennstoffkette, Energieflussstrom, Rückverstromung.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Energieträgerstrom bezeichnet Strom, der aus einem stofflichen Energieträger gewonnen wird. Typische Beispiele sind Kohlekraftwerke, Gaskraftwerke, Ölkraftwerke, Kernkraftwerke, Biomassekraftwerke und Biogaskraftwerke.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Energieträgerstrom benötigt vorgelagerte Gewinnungs-, Herstellungs-, Transport-, Speicher- oder Umwandlungsketten. Dadurch entstehen zusätzliche Wirkungen, Verluste, Risiken und Abhängigkeiten, die in einer Wirkungsbilanz sichtbar bleiben müssen.
Verwendung
Verwendung
Verwenden, wenn die Stromerzeugung über einen stofflichen Energieträger läuft. Nicht mit Energieflussstrom verwechseln.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Energieflussstrom
- Direkte Elektrifizierung
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Energieträgerstrom“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Strom aus Kohle, Gas, Öl, Uran, Biomasse, Biogas oder anderen Energieträgern.
Im Bereich Energie, Strommarkt und Systemkosten hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Energieträgerstrom“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Energie, Strommarkt und Systemkosten hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Energieträgerstrom“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Brennstoffkette · Energieflussstrom · Rückverstromung · Exergie · Umwandlungskette · Energieträger
Verknüpfungen