WÖk-Präzisierungsbegriff

Folgenfreiheit

Folgenfreiheit ist die falsche Vorstellung, eine erlaubte oder geschützte Handlung müsse grundsätzlich ohne soziale, berufliche oder institutionelle Konsequenzen bleiben.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.0

Auf einen Blick

  • Folgenfreiheit verwechselt Freiheit mit Anspruch auf Folgenlosigkeit.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Ethik, Würde und Verantwortung und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Folgenfreiheit“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Meinungsfreiheit, Öffentliche Wirkung, Wirkungsfreiheit.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Die Wirkungsökonomie trennt Freiheit und Folgenfreiheit: Grundrechte schützen vor unzulässiger staatlicher Unterdrückung, schaffen aber keinen Anspruch darauf, dass öffentliche Wirkung von anderen nicht bewertet, beantwortet oder verhältnismäßig sanktioniert wird. Entscheidend bleiben Rolle, Kontext, Schutzpflichten, Schaden, Verhältnismäßigkeit und rechtsstaatliche Verfahren.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Der Begriff ist ein Schutz gegen zwei Verkürzungen: gegen pauschale Sanktionierung unliebsamer Meinung und gegen die Behauptung, öffentliche demokratiegefährdende Wirkung müsse folgenlos bleiben.

Verwendung

Verwendung

Immer als Abgrenzungsbegriff verwenden: Wahlgeheimnis und Meinungsfreiheit schützen Freiheit, aber nicht jede öffentliche Wirkung vor jeder Folge.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Meinungsfreiheit
  • Rechtsfreiheit
  • Straffreiheit
  • Wirkungsfreiheit

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Folgenfreiheit“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Folgenfreiheit verwechselt Freiheit mit Anspruch auf Folgenlosigkeit.

Im Bereich Ethik, Würde und Verantwortung hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Folgenfreiheit“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Ethik, Würde und Verantwortung hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Folgenfreiheit“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Meinungsfreiheit · Öffentliche Wirkung · Wirkungsfreiheit · Wirkungsverantwortung · Verhältnismäßigkeit · Rechtsstaatlichkeit · Grundrechte

Querverweise

Version und Quellen

Kategorie: Ethik, Würde und Verantwortung · Version: 1.0

Quelle

AfD-Ideologie kann deinen Job kosten

Online-Buch-Kapitel · Öffentlicher Wirkungsraum · ca. 1 Min. Lesezeit

Warum nicht die Wahlentscheidung das Problem ist, sondern sichtbare Aussagen, Verhalten und öffentliche Wirkung mit Folgen für Vertrauen, Betrieb, Amtspflichten, Reputation und Demokratie.

Quellenbasis für die öffentliche Begriffserklärung.