Whitepaper T-SROI

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partially-delta-reviewed
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WOeK_Begriffsleitfaden_fuehrend_v1.0.md
Terminologiebasis-Stand
2026-05-21
Originaldatei
Whitepaper-T-SROI.pdf
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461c55a900104711c6045d11db779bf8f0572da7a67086a8426dbcd284f5ed7d
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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 1 Whitepaper T-SROI – Der neue Standard für Impact-Controlling in der Wirkungsökonomie 1. Executive Summary Die großen Herausforderungen unserer Zeit – Klimawandel, Ressourcenknappheit, soziale Ungleichheit und geopolitische Instabilität – verlangen nach einem neuen Kompass für Wirtschaft und Gesellschaft. Klassische Kennzahlen wie ROI (Return on Investment) oder NPV (Net Present Value) messen ausschließlich finanziellen Erfolg. Selbst moderne Ansätze wie ESG-Ratings oder der Social Return on Investment (SROI) bleiben unvollständig: Sie berücksichtigen zwar soziale und ökologische Faktoren, erfassen jedoch nicht die tieferliegende, transformative Wirkung eines Projekts oder einer Investition auf ganze Systeme. Hier setzt der T-SROI (Transformational Social Return on Investment) an. Er ist der neue Standard für Impact-Controlling, der finanzielle, soziale, ökologische und systemische Wirkungen integriert und diese entlang internationaler Benchmarks wie den SDGs, der EU-Taxonomie und den GRI-Standards bewertet. Während ROI die Frage beantwortet: „Lohnt sich die Investition finanziell?“, und SROI fragt: „Welchen gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen erzeugt sie zusätzlich?“, geht T-SROI weiter und fragt: „Verändert diese Investition ganze Systeme im Sinne einer nachhaltigen, resilienten und gerechten Transformation?“ Der T-SROI ist damit nicht nur eine Kennzahl, sondern ein Steuerungsinstrument für die Wirkungsökonomie (WÖk). Er übersetzt Wirkung in eine nachvollziehbare, vergleichbare und messbare Größe, die Kapitalströme umlenkt – weg von reiner Gewinnorientierung, hin zu wirkungsorientiertem Handeln. Die Stärke des T-SROI liegt in seiner Praxisnähe und Skalierbarkeit: • Er kann auf einzelne Projekte (z. B. einen Agri-Solarpark), • auf Unternehmensstrategien (z. B. Umstellung auf Kreislaufwirtschaft), • oder ganze Branchen (z. B. Dekarbonisierung der Zementindustrie) angewendet werden. So wird Wirkung zur neuen Währung der Transformation.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 2 2. Einleitung: Die Lücke in der Wirkungsmessung Wirtschaftliches Handeln wird traditionell an finanziellen Kennzahlen gemessen: Gewinn, Rendite, Return on Investment (ROI). Diese Indikatoren haben über Jahrzehnte Investitionen gesteuert und Kapitalallokationen geprägt. Doch sie erfassen nur einen Teil der Realität – den monetären Erfolg für das einzelne Unternehmen. Mit zunehmendem gesellschaftlichem Druck und globalen Herausforderungen entstanden ergänzende Instrumente wie CO₂-Bilanzen, ESG-Ratings oder der Social Return on Investment (SROI). Sie sollten sicherstellen, dass nicht nur finanzielle, sondern auch soziale und ökologische Wirkungen sichtbar werden. Doch diese Ansätze stoßen an Grenzen: • ROI blendet externe E`ekte aus und belohnt oft kurzfristige Gewinne zulasten langfristiger Nachhaltigkeit. • SROI erweitert die Perspektive, bleibt aber projektzentriert und kann systemische Wirkungen – wie den Beitrag zu Transformation, Resilienz oder globalen Nachhaltigkeitszielen – nicht vollständig abbilden. • ESG-Ratings beruhen häufig auf Selbstauskünften, sind nicht einheitlich standardisiert und bieten kaum Steuerungsimpulse. Die Folge: Trotz „grünem“ Reporting steigen CO₂-Emissionen, Biodiversität geht verloren, Ungleichheit nimmt zu. Die Wirkungsmessung bleibt fragmentiert und unzureichend. Genau hier setzt der T-SROI (Transformational Social Return on Investment) an: • Er integriert finanzielle, soziale, ökologische und systemische Wirkungen. • Er bewertet Investitionen nicht nur nach ihrem direkten Output, sondern nach ihrem Beitrag zur Transformation im Sinne der SDGs. • Er übersetzt komplexe Wirkungszusammenhänge in eine klare Kennzahl, die Investoren, Unternehmen, Politik und Gesellschaft eine verlässliche Steuerungsgröße liefert. Damit schließt der T-SROI die entscheidende Lücke: Er macht sichtbar, ob eine Investition nicht nur rentabel ist, sondern ob sie unsere Gesellschaft in Richtung einer nachhaltigen, resilienten und gerechten Zukunft bewegt.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 3 3. Vom Kapital zur Wirkung – ein Paradigmenwechsel 3. Der T-SROI – Konzept & Methodik 3.1 Definition Der Transformational Social Return on Investment (T-SROI) ist ein Steuerungsinstrument, das den finanziellen Return mit sozialen, ökologischen und systemischen Wirkungen verknüpft. Er misst nicht nur Output (z. B. produzierte Energie, eingesparte Emissionen), sondern auch Outcome (gesellschaftliche E`ekte) und Impact (transformativer Beitrag zur Erreichung der Sustainable Development Goals, SDGs). Im Unterschied zu ROI und SROI erfasst der T-SROI die echte Netto-Wirkung, indem nicht nur positive E`ekte, sondern auch negative Wirkungen systematisch abgezogen werden. Darüber hinaus berücksichtigt er mit dem Multiplikator M die systemische Breitenwirkung: Er zeigt, ob eine Investition lediglich lokal wirkt oder ob sie ganze Lieferketten, Branchen oder Märkte transformiert. Dadurch wird der T-SROI zu einem Instrument, das Greenwashing verhindert, die SDGs als Referenzrahmen nutzt und Wirkung als zentrale Steuerungsgröße in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft operationalisiert. 3.2 Die Berechnungslogik Der T-SROI folgt einer klaren Berechnungslogik, die Wirkung systematisch und nachvollziehbar quantifiziert. Ausgangspunkt ist die Formel: Damit wird die Netto-Wirkung einer Investition erfasst – also der Überschuss an gesellschaftlichem, ökologischem und systemischem Nutzen nach Abzug der verursachten Belastungen. Scorecard-Prinzip Um die Wirkungen zu erfassen, wird eine Scorecard angewendet. Sie bewertet eine Investition entlang verschiedener Wirkungsfelder wie Klima, Energie, Arbeit, Region, Biodiversität oder Gesellschaft. Jeder Scorecard-Baustein enthält: 1. Indikator – Was wird gemessen? (z. B. CO₂-Einsparung, Anzahl gescha`ener Jobs) 2. Benchmark – Welcher Zielwert ist maßgeblich? (z. B. EU-Taxonomie, SDG-Unterziel, nationale Standards)

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 4 3. Projektwert – Welche Wirkung erzielt das konkrete Projekt? 4. Wirkungspunkte – Verhältnis von Projektwert zu Benchmark (>1 = übertro`en, <1 = verfehlt) 5. Monetarisierung – Bewertung der Wirkung in € (z. B. CO₂-Preis, Jobwert, Wert ökologischer Dienstleistungen) Die Summe dieser monetarisierten Wirkungen ergibt die Gesamtwirkung. Von dieser werden die Negativwirkungen abgezogen – beispielsweise Rohsto`verbrauch, soziale Konflikte oder Flächenkonkurrenz. Das Ergebnis ist die Netto-Wirkung, die durch die Investition erzielt wird. Erst auf dieser Grundlage wird der T-SROI berechnet. 3.3 Abgrenzung zu ROI und SROI Der T-SROI baut auf den bekannten Konzepten ROI und SROI auf, erweitert diese jedoch entscheidend. Die Entwicklung lässt sich als dreistufige Formel-Kaskade darstellen: 1. ROI (Return on Investment) → misst ausschließlich die finanzielle Rendite. 2. SROI (Social Return on Investment) → erweitert den ROI um monetarisierte gesellschaftliche und ökologische Edekte. 3. T-SROI (Transformational Social Return on Investment) → macht Transformation messbar, indem nicht nur Positives addiert, sondern auch Negativwirkungen systematisch abgezogen werden.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 5 Vergleichstabelle Kennzahl Fokus Methodik Schwäche T-SROI-Vorteil ROI finanzielle Rendite Einnahmen vs. Investition blendet externe E`ekte aus – SROI finanzielle + soziale/ökologische E`ekte Addition monetarisierter Zusatznutzen Negativwirkungen oft ignoriert, Gefahr von Greenwashing – T-SROI Netto-Wirkung + Transformation Scorecard, Benchmarks, Abzug Negativwirkungen – zeigt echte Netto-Wirkung, verhindert Greenwashing, orientiert an SDGs 3.4 Vorteile des T-SROI Der T-SROI bietet im Vergleich zu klassischen Kennzahlen und bestehenden Nachhaltigkeitsansätzen eine Reihe von Vorteilen: • Ganzheitlich Erfasst finanzielle, soziale, ökologische und systemische Wirkungen in einer einzigen Kennzahl. • Netto-orientiert Durch den Abzug der Negativwirkungen wird die echte Netto-Wirkung sichtbar – kein Projekt kann sich allein durch positive E`ekte „grünrechnen“ . • Vergleichbar Durch die Orientierung an Benchmarks (z. B. SDGs, EU-Taxonomie, GRI-Standards) lassen sich Investitionen über Projekte, Branchen und Länder hinweg vergleichen. • Steuerungsfähig Der T-SROI ist nicht nur ein Reporting-Instrument, sondern eine operative Steuerungsgröße für Investitionen, Strategien und Förderprogramme. • Transformativ Mit dem Multiplikator M wird sichtbar, ob ein Projekt über seine unmittelbare Wirkung hinaus systemische Veränderungen in Lieferketten, Branchen oder Märkten auslöst.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 6 • Zukunftssicher Der T-SROI integriert aktuelle regulatorische Anforderungen (CSRD, ESRS, EU-Taxonomie) und geht darüber hinaus – er ist anschlussfähig an künftige Standards. 3.5 Erweiterung: Multiplikator M für systemische Wirkung Die bisherige Formel des T-SROI erfasst die Netto-Wirkung eines Projekts: Dabei wird bislang implizit mit M = 1 gerechnet – also unterstellt, dass die Wirkung auf das Projekt selbst begrenzt bleibt. In der Realität entfalten viele Investitionen jedoch eine systemische Hebelwirkung, die weit über die Projektgrenzen hinausgeht. Erweiterte Formel • M = 1 → Wirkung bleibt lokal (nur das Projekt selbst). • M > 1 → Domino- oder Spillover-E`ekte: Systemische Transformation: Lieferketten, Branchen oder Märkte verändern sich mit. • M < 1 → negative systemische E`ekte (z. B. wenn ein Projekt andere nachhaltige Lösungen verdrängt oder Lock-in-E`ekte erzeugt). Kriterien zur Bestimmung von M Der Multiplikator wird anhand einer Scorecard bewertet, die fünf zentrale Kriterien umfasst: 1. Lieferkettentransfer – Stellen Zulieferer und Partner ebenfalls um? 2. Branchendurchdringung – Verändert das Projekt Standards in der Branche? 3. Politische Hebel – Setzt die Investition regulatorische Impulse? 4. Skalierbarkeit – Lässt sich das Modell auf andere Regionen oder Märkte übertragen? 5. Gesellschaftliche Akzeptanz – Wird das Modell von Bürger:innen und Stakeholdern getragen?

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 7 Messlogik Jedes erfüllte Kriterium erhöht M um einen Bruchteil. Ein mögliches Raster: • 0 erfüllte Kriterien → M = 1,0 • 3 erfüllte Kriterien → M = 1,3 • alle 5 Kriterien → M = 1,5 (bis max. 2,0 bei besonders starker Wirkung) Beispiele • Agri-Solarpark: Lokale Landwirte übernehmen die Idee → M ≈ 1,1 • Kreislaufwirtschaft: Lieferkette passt sich an, neue Geschäftsmodelle entstehen → M ≈ 1,3–1,5 • Zement/Wasserstod: Branchenstandard, regulatorische Anpassung → M ≈ 1,5–2,0 Damit wird der Multiplikator M zur Messgröße für die systemische Breitenwirkung einer Investition – und ergänzt die Netto-Betrachtung um die Dimension der Transformation ganzer Systeme. • Der Abzug der Negativwirkungen stellt die Ehrlichkeit her. • Der Multiplikator M zeigt die systemische Hebelwirkung. • Beides zusammen macht den T-SROI zum Instrument echter Transformation. 3.6 Vorteile des T-SROI • Ganzheitlich: Erfasst Wirkung in allen Dimensionen (ökonomisch, sozial, ökologisch, systemisch). • Vergleichbar: Benchmarks (SDGs, EU-Taxonomie) scha`en einheitliche Maßstäbe. • Steuerungsfähig: Eignet sich für Investitionsentscheidungen, Unternehmensstrategien und politische Programme. • Zukunftssicher: Macht sichtbar, ob Projekte wirklich transformativ sind oder nur „grün gewaschen“ .

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 8 4. Integration in die Wirkungsökonomie (WÖk) Die Wirkungsökonomie (WÖk) definiert Wirkung als zentrale Steuerungsgröße – nicht Gewinn oder Kapital. Der T-SROI ist das operative Instrument, das diese Wirkung in konkrete, überprüfbare und vergleichbare Kennzahlen übersetzt. 4.1 Warum der T-SROI unverzichtbar ist • Fehlsteuerung durch Kapitalorientierung: Klassischer ROI bewertet nur die finanzielle Rendite. Er kann deshalb Projekte belohnen, die zwar profitabel sind, aber gleichzeitig ökologische oder soziale Schäden verursachen. • Grenzen des SROI: Der Social Return on Investment (SROI) berücksichtigt zwar zusätzliche gesellschaftliche und ökologische E`ekte, ignoriert jedoch in vielen Fällen negative Wirkungen. Dadurch besteht die Gefahr von Greenwashing. • T-SROI schadt Transparenz: Durch den Abzug der Negativwirkungen wird die echte Netto-Wirkung sichtbar. Das unterscheidet ihn fundamental von allen bisherigen Kennzahlen. 4.2 Verbindung zu globalen Standards Der T-SROI ist anschlussfähig an etablierte internationale Rahmenwerke: • SDGs: Der T-SROI misst den Beitrag von Projekten zu den 17 globalen Nachhaltigkeitszielen und ihren Unterzielen. • EU-Taxonomie: Die technischen Kriterien für nachhaltige Investitionen fließen als Benchmarks in die Scorecards ein. • CSRD/GRI/ESRS: Berichtspflichten können über den T-SROI ergänzt werden, sodass neben Finanzkennzahlen auch Wirkungskennzahlen vergleichbar werden. • ISO/ILO-Normen: Standards für Qualität, Arbeit und Menschenrechte bieten zusätzliche Orientierungspunkte. Damit ist der T-SROI nicht nur ein eigenständiges Instrument, sondern auch eine Klammer, die bestehende Standards zusammenführt und in eine Steuerungslogik überführt.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 9 4.3 Steuerung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft • Politik o Gestaltung einer Wirkungssteuer (WUStG), bei der Steuersätze an den T-SROI gekoppelt sind: Hohe Netto-Wirkung = niedrigere Steuerlast, geringe oder negative Wirkung = höhere Steuerlast. o Priorisierung von Förderprogrammen nach T-SROI-Werten: Investitionen mit hoher systemischer Wirkung werden bevorzugt unterstützt. o Evaluierung der Wirksamkeit politischer Maßnahmen anhand aggregierter T-SROI-Daten. • Unternehmen o Investitionen und Projekte werden nicht nur nach ROI, sondern nach T-SROI priorisiert. o Strategien können über ein T-SROI-Portfolio gesteuert werden: Welche Geschäftsfelder bringen den größten transformativen Beitrag? o Integration in das Pflicht-Reporting (CSRD/GRI), aber mit stärkerem Fokus auf Transformation statt nur Compliance. • Finanzmarkt o Banken und Investoren können T-SROI als Risikomaßstab nutzen: Projekte mit niedriger Netto-Wirkung oder ohne systemischen Hebel gelten als riskanter. o Kreditkonditionen (Zinsaufschläge oder -rabatte) können an T-SROI-Werte gekoppelt werden. o Impact-Investment-Fonds können T-SROI nutzen, um ihre Wirkungsmessung zu standardisieren und international vergleichbar zu machen. • Gesellschaft & Bürger:innen o Einführung eines T-SROI-Labels: Verbraucher:innen erkennen auf einen Blick, welche Produkte oder Unternehmen tatsächlich transformativ wirken. o Kommunale Beteiligungsprojekte können T-SROI-basiert bewertet werden, sodass die Bevölkerung transparente Entscheidungen nachvollziehen kann. o Stärkung des Vertrauens: Wenn Wirkung messbar wird, erhöht das die Legitimität von Transformationsprozessen.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 10 4.4 Der systemische Mehrwert durch den Multiplikator M Ein Alleinstellungsmerkmal des T-SROI ist der Multiplikator M. Er macht sichtbar, ob eine Investition nur lokal wirkt (M = 1) oder ob sie ganze Lieferketten, Branchen oder Märkte transformiert (M > 1). • Lokale Wirkung (M = 1): Wirkung bleibt auf das Projekt beschränkt, z. B. ein einzelner Solarpark ohne Spillover-E`ekte. • Systemische Wirkung (M > 1): Domino- oder Spillover-E`ekte treten ein, z. B. eine Kreislaufwirtschaftsinitiative zwingt Zulieferer zur Anpassung. • Negative systemische Wirkung (M < 1): Lock-in in nicht zukunftsfähige Technologien, die Transformation verhindern oder verzögern. So wird Transformation erstmals messbar und steuerbar: • Politische Entscheidungsträger:innen können Fördermittel gezielt in Projekte mit hohem M-Wert lenken. • Unternehmen können ihr Geschäftsmodell danach bewerten, ob es nur isolierte E`ekte erzielt oder ganze Branchen verändert. • Bürger:innen und Finanzmärkte erhalten Transparenz darüber, welche Investitionen langfristig tragfähig sind. 4.5 Governance: Der Wirkungsrat Damit Benchmarks und Scorecards nicht politisch verzerrt werden, braucht es eine unabhängige Institution: den Wirkungsrat. • Zusammensetzung: Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft. • Aufgabe: Pflege und Weiterentwicklung des Indikatorenregisters, Überprüfung von Benchmarks, Verö`entlichung transparenter Bewertungen. • Prinzipien: Wissenschaftlichkeit, Unabhängigkeit, Transparenz. Der Wirkungsrat sorgt dafür, dass die Anwendung des T-SROI objektiv, nachvollziehbar und legitim bleibt – und stellt sicher, dass die Wirkungsmessung nicht selbst zum Instrument politischer Willkür wird.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 11 5. Praxisbeispiele 5.1 Agri-Solarpark Ausgangslage Ein Unternehmen investiert 50 Mio. € in den Bau eines Agri-Solarparks mit 100 ha Fläche. Davon sind 70 ha mit Solarmodulen bestückt, 30 ha bleiben landwirtschaftlich nutzbar. Der Park produziert jährlich 150 GWh Strom, spart 90.000 t CO₂ ein und scha`t 25 dauerhafte Arbeitsplätze. Zusätzlich werden Blühstreifen und Biodiversitätsmaßnahmen umgesetzt. Wirkungsfeld Indikator Benchmark Quelle Benchmark Projektwert Datenquelle / Herleitung Wirkungspunkte Monetarisierung (Ansatz) Wirkung in € Klima CO₂-Reduktion (t/Jahr) 500.000 EU-Taxonomie Industrie, SDG 13 600.000 Substitution fossiler BrennstoLe 1,20 100 €/t CO₂ (UBA) 600 Mio. € Energie Anteil erneuerbarer Energie (%) 70 % EU-Klimaziele 2030 100 % Brennöfen auf H₂ 1,43 20 €/MWh Zusatznutzen 40 Mio. € Innovation Neue Technologien (TRL-Level) 1 IPCC, SDG 9 2 Pilotcharakter, Vorreiterrolle 2,0 50 Mio. € Innovationswert 100 Mio. € Arbeit Dauerhafte Jobs gesichert 1.000 ILO, SDG 8.5 1.200 Standorterhalt 1,20 40.000 €/Job/Jahr 80 Mio. € Region Lokale Wertschöpfung (%) 40 % Industriecluster DE 50 % Zulieferer, Service 1,25 2 Mio. €/Jahr 30 Mio. € Gesellschaft Akzeptanz & Legitimität 70 % Zustimmung SDG 16 85 % Bürgerdialog 1,21 10 Mio. € 12 Mio. € Summe positiv – – – – – – – 862 Mio. € Negativwirkungen Hoher Energiebedarf, H₂-Knappheit – Literatur H₂-Industrie – Pauschal –50 Mio. € – –50 Mio. € –50 Mio. € Netto-Wirkung – – – – – – – 812 Mio. € ROI, SROI, T-SROI und T-SROI×M Kennzahl Formel Wert ROI (150 – 50) / 50 2,0 SROI (365 – 50) / 50 5,3 T-SROI (380 – 50) / 50 6,6 T-SROI × M (380 × 1,1 – 50) / 50 7,9 (hier: M = 1,1, da der Solarpark regionale Landwirtschaft mitzieht und dadurch einen Domino-EAekt entfaltet) Interpretation • ROI (2,0): Projekt ist finanziell tragfähig. • SROI (5,3): Sozial-ökologische E`ekte vervielfachen den Nutzen. • T-SROI (6,6): Nach Abzug von Negativwirkungen sichtbar, dass die Netto-Wirkung stark bleibt. • T-SROI × M (7,9): Durch den systemischen E`ekt (Landwirte in der Region stellen ebenfalls um) wird die Wirkung noch einmal verstärkt – das Projekt wirkt transformativ in die Breite.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 12 5.2 Umstellung auf Kreislaufwirtschaft Ausgangslage Ein Produktionsunternehmen investiert 30 Mio. €, um seine Lieferkette konsequent auf Kreislaufwirtschaft umzustellen. Dazu gehören Rücknahmesysteme, Recycling, Materialeinsparungen und neue Geschäftsmodelle (z. B. Produkt-Service-Systeme). Wirkungsfeld Indikator Benchmark Quelle Benchmark Projektwert Datenquelle / Herleitung Wirkungspunkte Monetarisierung (Ansatz) Wirkung in € RessourceneLizienz Materialeinsparung (%) 20 % EU Circular Economy Action Plan, SDG 12.2 25 % StoLstromanalyse, Erfahrungswerte Kreislaufprojekte 1,25 500 €/t Material (durchschn. RohstoLkosten) 120 Mio. € Abfallvermeidung Abfallreduktion (t/Jahr) 10.000 EU-Abfallrahmenrichtlinie, SDG 12.5 12.000 Produktionsabfälle vorher/nachher 1,20 200 €/t (Entsorgungskosten + externe Schäden) 36 Mio. € CO₂-Reduktion Emissionen (t/Jahr) 15.000 EU-Taxonomie Industrie-Standards 18.000 Energie-/Prozessumstellung 1,20 100 €/t CO₂ (UBA) 27 Mio. € Innovation Neue Geschäftsmodelle 2 Ellen MacArthur Foundation, SDG 9 3 Einführung Produkt-Service-Systeme, Leasing 1,5 5 Mio. €/Modell 15 Mio. € Arbeit Dauerhafte Jobs 50 ILO, SDG 8.5 60 Rücknahmelogistik, Recyclingbetrieb 1,20 40.000 €/Job/Jahr (BIP pro Kopf) 36 Mio. € Region Lokale Wertschöpfung (%) 40 % DGRV/Bürgerbeteiligung, SDG 11 50 % Lokale Recyclingfirmen 1,25 1 Mio. €/Jahr 15 Mio. € Summe positiv – – – – – – – 249 Mio. € Negativwirkungen Investitionsrisiken, Übergangskosten – Literatur Transformationsprojekte – Pauschale Schätzung – –10 Mio. € –10 Mio. € Netto-Wirkung – – – – – – – 239 Mio. € ROI, SROI, T-SROI und T-SROI×M Kennzahl Formel Wert ROI (200 – 100) / 100 1,0–2,0 SROI (862 – 100) / 100 7,6 T-SROI (812 – 100) / 100 7,1 T-SROI × M (812 × 1,6 – 100) / 100 12,0 (M = 1,6, da das Projekt Branchenstandards setzt und regulatorische Impulse auslöst.) Interpretation • ROI (2,0): Finanziell attraktiv. • SROI (7,6): Zusätzliche soziale und ökologische E`ekte stark. • T-SROI (7,1): Nach Abzug von Negativwirkungen bleibt hohe Netto-Wirkung. • T-SROI×M (12,0): Durch die systemische Hebelwirkung (Lieferanten & neue Geschäftsmodelle) besonders transformativ.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 13 Hier zum Vergleich die drei Praxisbeispiele mit allen drei Kurven (ROI, SROI, T-SROI) nebeneinander. Interpretation der Praxisbeispiele • Agri-Solarpark o ROI (linear): stabil durch kontinuierliche Stromerlöse. o SROI (leicht progressiv): zusätzliche Wirkung durch CO₂-Einsparung, Biodiversität und Jobs. o T-SROI (stärker progressiv): Netto-Wirkung nach Abzug von Rohsto`- und Flächenbelastungen bleibt hoch. o T-SROI×M (deutlich progressiv): M ≈ 1,1, da Landwirte in der Region nachziehen. Systemische Wirkung, aber begrenzt regional. • Kreislaufwirtschaft o ROI (linear): finanzielle Einsparungen durch Ressourcene`izienz. o SROI (stärker gebogen): zusätzliche E`ekte durch Abfallvermeidung, CO₂-Reduktion, neue Geschäftsmodelle. o T-SROI (noch stärker gebogen): Netto-Wirkung bleibt sehr hoch, da wenige Negativwirkungen. o T-SROI×M (fast exponentiell): M ≈ 1,4, da Lieferketten nachziehen und ganze Branchen sich anpassen. Transformationshebel sichtbar. • Zement/Wasserstod o ROI (flach/linear): knapp rentabel, stark abhängig von Energiepreisen. o SROI (hoch, leicht gebogen): massiver Klimanutzen durch CO₂-Einsparung. o T-SROI (stark gebogen): trotz hohem Energiebedarf bleibt die Netto-Wirkung sehr hoch. o T-SROI×M (exponentiell): M ≈ 1,6, da die Technologie Branchenstandards setzt und regulatorische Impulse auslöst. Domino-E`ekt für die gesamte Industrie.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 14 6. Anwendung und Skalierung des T-SROI Der T-SROI entfaltet seine volle Wirkung erst, wenn er nicht nur in Einzelfällen berechnet, sondern systematisch in Unternehmen, Politik, Finanzmarkt und Gesellschaft eingesetzt wird. Er wird damit vom Messinstrument zum Steuerungsinstrument für Transformation. 6.1 Unternehmenssteuerung Unternehmen können den T-SROI als zentrale Kennzahl für ihre Investitionsentscheidungen, Strategieentwicklung und Portfoliosteuerung nutzen. • In der Projektbewertung ersetzt der T-SROI die rein finanzielle ROI-Perspektive durch eine ganzheitliche Betrachtung von Wirkung und Transformation. • In der strategischen Steuerung erlaubt der T-SROI-Portfolioansatz die Priorisierung der Geschäftsfelder, die den größten transformativen Beitrag leisten. • Im Reporting ist der T-SROI anschlussfähig an bestehende Standards wie CSRD, GRI und ESRS, geht aber darüber hinaus, indem er nicht nur Berichtspflichten erfüllt, sondern Steuerungsimpulse setzt. 6.2 Politik und Regulierung Auch die Politik kann den T-SROI als Steuerungsinstrument nutzen, um Investitionen gezielt in Richtung Transformation zu lenken. • Eine Wirkungssteuer (WUStG) könnte Steuerlasten an den T-SROI koppeln: Hohe Werte senken die Abgaben, geringe oder negative Werte erhöhen sie. • Förderprogramme können nach T-SROI-Werten priorisiert werden: Projekte mit hoher Netto- und systemischer Wirkung werden bevorzugt unterstützt. • Die ödentliche Beschadung kann den T-SROI als Auswahlkriterium nutzen, um staatliche Mittel wirksam einzusetzen. 6.3 Finanzmarkt Der Finanzmarkt ist ein zentraler Hebel für Skalierung. • Banken können Kreditkonditionen an T-SROI-Werte knüpfen: Projekte mit hoher Netto-Wirkung gelten als risikoärmer und erhalten günstigere Zinsen. • Investoren können den T-SROI nutzen, um Impact-Investments vergleichbar zu machen und Greenwashing zu vermeiden. • Rating-Agenturen könnten T-SROI-Werte als Teil ihrer Bonitäts- und Nachhaltigkeitsbewertungen einführen.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 15 6.4 Gesellschaft und Konsument:innen Schließlich kann der T-SROI auch in der Gesellschaft Transparenz und Akzeptanz scha`en. • Ein T-SROI-Label auf Produkten und Dienstleistungen ermöglicht es Konsument:innen, Kaufentscheidungen nach Wirkung und Transformation auszurichten. • Bürgerbeteiligungsprojekte (z. B. Energie- oder Infrastrukturprojekte) können über den T-SROI nachvollziehbar und vergleichbar gemacht werden. • So wird Wirkung nicht nur abstrakt gemessen, sondern für alle sichtbar und erfahrbar. Die WÖk liefert den normativen Rahmen (Wirkung statt Kapital), der T-SROI ist das operative Steuerungsinstrument, das diesen Rahmen messbar, steuerbar und vergleichbar macht. 7. Ausblick: T-SROI als Währung der Transformation Der T-SROI ist mehr als ein Controlling-Instrument – er hat das Potenzial, zur neuen Währung der Transformation zu werden. In einer Welt, in der Kapitalströme die Richtung wirtschaftlicher Entwicklung bestimmen, ist es entscheidend, diese Ströme nicht länger allein am Gewinn, sondern an der Wirkung auf Gesellschaft, Klima und Demokratie auszurichten. 7.1 Von Projekten zu Branchen • Erste Anwendung: Einzelprojekte wie Solarparks, Recyclinganlagen, Industrieumstellungen. • Nächster Schritt: Branchenweite Benchmarks – z. B. Energie, Bau, Landwirtschaft, Mobilität. • Ziel: Vergleichbarkeit innerhalb und zwischen Branchen, um Investitionen gezielt in Transformationshebel zu lenken. • Mit dem Multiplikator M wird sichtbar, welche Projekte systemische Breitenwirkung entfalten und Branchen verändern. 7.2 Von Unternehmen zu Volkswirtschaften • Unternehmen bilanzieren nicht nur ihren ROI, sondern auch ihren T-SROI. • Staaten können aggregierte T-SROI-Werte für Sektoren oder die gesamte Volkswirtschaft ausweisen.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 16 • Damit entsteht eine Wirkungsbilanz der Volkswirtschaft, die zeigt, ob ein Land im Einklang mit den SDGs wirtschaftet. • Durch Abzug der Negativwirkungen wird sichergestellt, dass nur die echte Netto-Wirkung gezählt wird. 7.3 Internationale Skalierung • Der T-SROI ist anschlussfähig an globale Standards (SDGs, EU-Taxonomie, GRI, ISO). • Er kann als gemeinsame Bewertungsbasis für internationale Investitionen dienen. • Entwicklungshilfe, Klimafinanzierung und Handelsabkommen könnten künftig nach T-SROI bewertet werden. • M macht sichtbar, welche Investitionen globale Domino-E`ekte auslösen (z. B. Standards für ganze Industrien). 7.4 Digitalisierung und KI • Digitale Technologien (KI, Blockchain, IoT) ermöglichen eine nahezu in Echtzeit erfolgende Wirkungsbewertung. • Smart Contracts könnten Investitionen automatisch nach T-SROI freigeben oder regulieren. • Damit wird der T-SROI operativ umsetzbar in komplexen, globalen Wertschöpfungsketten. • KI kann auch die Negativwirkungen präziser erfassen (z. B. Rohsto`verbrauch, Lieferkettenrisiken) und die Multiplikator-E`ekte simulieren. 7.5 Wirkung als neue Leitwährung • Kapital bleibt Mittel zum Zweck – Wirkung wird Ziel und Steuerungsgröße. • Der T-SROI macht Wirkung quantifizierbar und damit handelbar. • So entsteht eine neue Leitwährung, die nicht auf kurzfristigem Profit, sondern auf langfristiger Resilienz, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit basiert. • Durch die Kombination von Netto-Wirkung und systemischer Breitenwirkung (M) wird der T-SROI zum kompletten Kompass für Transformation.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 17 Der T-SROI ermöglicht es, Wirkung zur verbindlichen Grundlage wirtschaftlicher Entscheidungen zu machen – auf Projekt-, Unternehmens-, Branchen-, Staats- und internationaler Ebene. Damit wird Wirkung zur eigentlichen Währung des 21. Jahrhunderts. 8. Fazit & Appell Die bisherigen Ansätze zur Bewertung von Wirtschaft und Investitionen greifen zu kurz. • ROI reduziert Entscheidungen auf finanzielle Rendite. • SROI berücksichtigt zwar soziale und ökologische E`ekte, bleibt jedoch projektzentriert. • T-SROI geht den entscheidenden Schritt weiter: Er macht die Netto-Wirkung sichtbar, zieht negative Edekte systematisch ab und zeigt durch den Multiplikator M die Fähigkeit einer Investition, ganze Systeme in Richtung Nachhaltigkeit, Resilienz und Gerechtigkeit zu transformieren. Der T-SROI ist damit nicht nur eine Kennzahl, sondern ein neues Steuerungsinstrument. Er übersetzt die normative Leitidee der Wirkungsökonomie (WÖk) in eine konkrete, messbare und vergleichbare Größe. Wirkung wird zur Leitwährung des 21. Jahrhunderts – und Kapital zu ihrem Werkzeug. Die Praxisbeispiele zeigen: • Ein Agri-Solarpark verbindet Energie- und Landwirtschaftstransformation und wirkt regional. • Die Kreislaufwirtschaft erö`net neue Geschäftsmodelle, reduziert Ressourcenverbrauch und verändert ganze Lieferketten. • Die Umstellung eines Zementwerks auf Wasserstod dekarbonisiert eine der klimaschädlichsten Branchen und setzt internationale Standards. Alle drei Beispiele verdeutlichen: Der T-SROI ist in der Lage, sowohl den direkten Nutzen als auch die systemische Hebelwirkung (M) sichtbar zu machen – und scha`t damit eine Grundlage für bessere Entscheidungen in Unternehmen, Politik, Finanzmarkt und Gesellschaft. • Appell • Unternehmen: Messen Sie nicht nur Gewinn, sondern Wirkung – und richten Sie Ihre Strategien am T-SROI aus. • Politik: Koppeln Sie Steuern, Förderungen und ö`entliche Investitionen an Wirkung.

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© 2025 Natalie Weber. Stand 06.09.2025 18 • Finanzmarkt: Investieren Sie dort, wo die größte Netto-Wirkung und die stärksten Multiplikatore`ekte entstehen. • Bürger:innen: Fordern Sie Transparenz über die Wirkung von Konsum, Geldanlagen und Politik – und richten Sie Ihr Handeln daran aus. Nur wenn wir Wirkung zum Maßstab machen, können wir die Herausforderungen unserer Zeit bewältigen – und eine Wirtschaft gestalten, die nicht zerstört, sondern aufbaut. Der T-SROI ist dafür das Instrument.