WÖk-Manifest

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2026-05-21
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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 1

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 2 1. Einleitung Warum ein Manifest? Weil unsere Zeit einen klaren Aufruf braucht. Weil Worte allein nicht genügen, wenn die alten Systeme an ihre Grenzen stoßen. Weil ein Neubeginn nicht nur Gesetze, Programme oder Strategien verlangt – sondern eine klare gemeinsame Erklärung, die Orientierung gibt. Die Soziale Marktwirtschaft begann 1946 mit einem programmatischen Text, der als Leitbild diente und den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands prägte. Heute, fast achtzig Jahre später, stehen wir erneut an einem Wendepunkt. Was damals mit Kapital, Wettbewerb und sozialem Ausgleich gelang, reicht heute nicht mehr aus. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts sind global, ökologisch und systemisch. Dieses Manifest ist der Startschuss für eine neue Ordnung: die Wirkungsökonomie. Es richtet sich an Bürger:innen, an Politik, an Unternehmen, an die Weltgemeinschaft. Es erklärt, warum Wirkung der neue Maßstab ist, welche Prinzipien uns leiten – und wie wir die Transformation beginnen. 2. Diagnose – Die Krise unserer Zeit Wir leben in einer Welt der multiplen Krisen. Jede einzelne wäre schon schwer zu bewältigen – zusammen bedrohen sie das Fundament unseres Zusammenlebens. • Klimakrise: Rekordtemperaturen, Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und Artensterben zeigen: Wir überschreiten die planetaren Grenzen. • Soziale Spaltung: Während wenige über unermessliche Ressourcen verfügen, fehlt Millionen Menschen Zugang zu sauberem Wasser, Bildung, Gesundheit und Sicherheit. • Vertrauensverlust: Populismus, Fake News und Polarisierung untergraben Demokratie und Zusammenhalt. • Ökonomische Unsicherheit: Globale Lieferketten wanken, technologische Umbrüche vernichten Branchen, Arbeitsmärkte verändern sich radikal. • Geopolitische Konflikte: Kriege, Migration, Cyberangri^e und Machtverschiebungen destabilisieren die Weltordnung. Diese Krisen sind keine Einzelfälle – sie verstärken sich gegenseitig. Die Klimakrise verschärft Armut und Migration. Ungleichheit fördert Misstrauen und politische Radikalisierung. Schwaches Vertrauen in Institutionen blockiert kollektive Lösungen.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 3 Die bisherigen Modelle – Kapitalismus, Sozialismus, Soziale Marktwirtschaft – haben viel bewirkt, doch sie messen am Falschen: am Kapital, am Wachstum, an der Macht. Dadurch bleiben die wirklich entscheidenden Fragen unbeantwortet: • Schützt unser Handeln die Lebensgrundlagen? • Fördert es Gerechtigkeit und Zusammenhalt? • Scha^t es Perspektiven für kommende Generationen? Solange diese Fragen nicht ins Zentrum rücken, steuern wir blind in die Zukunft. Es fehlt uns ein gemeinsamer, verbindlicher Maßstab für Fortschritt. Die Diagnose ist klar: Die Menschheit braucht ein neues Steuerungsprinzip. 3. Historische Einordnung – Von Smith bis Erhard Die Idee, Wirtschaft und Gesellschaft bewusst zu steuern, ist nicht neu. Seit Jahrhunderten ringen Denker:innen und Politiker:innen darum, wie Wohlstand, Gerechtigkeit und Freiheit miteinander vereinbar sind. Adam Smith – Markt und Moral Mit seinem Werk „Der Wohlstand der Nationen“ (1776) legte Adam Smith das Fundament der modernen Marktwirtschaft. Berühmt wurde sein Bild von der „unsichtbaren Hand“: Das Eigeninteresse der Einzelnen könne durch den Mechanismus von Angebot und Nachfrage Wohlstand für alle scha^en. Doch Smith warnte zugleich: Wirtschaft darf niemals losgelöst von Moral, Gerechtigkeit und Gemeinwohl betrachtet werden. Schon er erkannte die Gefahr, dass Händler und Konzerne ihre Macht missbrauchen, um Märkte zu verzerren. Karl Marx – Kritik an Ausbeutung Im 19. Jahrhundert zeigte Karl Marx die Schattenseiten des Kapitalismus auf: Ausbeutung der Arbeiterklasse, Anhäufung von Kapital in wenigen Händen, soziale Ungleichheit. Sein Gegenentwurf – eine klassenlose Gesellschaft durch zentrale Planung – prägte viele politische Systeme des 20. Jahrhunderts. Doch die staatliche Planwirtschaft scheiterte an Bürokratie, Ine^izienz und fehlender Innovation. Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard – die Soziale Marktwirtschaft Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in Deutschland ein neuer Ansatz. Alfred Müller-Armack prägte 1946 den Begri^ „Soziale Marktwirtschaft“. Ludwig Erhard setzte ihn ab 1948 politisch um. Ziel war es, die E^izienz des Marktes mit sozialem Ausgleich zu verbinden. Wettbewerb sollte Wohlstand scha^en, der Staat sollte zugleich soziale Sicherheit garantieren. Dieses Modell brachte Stabilität und Wachstum – und wurde zum Erfolgsmodell für die junge Bundesrepublik.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 4 Club of Rome – Grenzen des Wachstums 1972 verö^entlichte der Club of Rome seinen berühmten Bericht „Die Grenzen des Wachstums“. Er warnte, dass unendliches Wachstum auf einem endlichen Planeten unmöglich ist. Ressourcenerschöpfung und ökologische Krisen würden das Fundament des Wohlstands bedrohen. Diese Warnung war wegweisend – wurde jedoch lange ignoriert. Die SDGs – ein globaler Gesellschaftsvertrag 2015 beschlossen die Vereinten Nationen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Sie sind mehr als politische Absichtserklärungen: Sie definieren messbare Ziele für alle Staaten – von Armut und Bildung bis zu Klimaschutz und Frieden. Die SDGs sind der erste weltweit akzeptierte Kompass für das, was Fortschritt im 21. Jahrhundert bedeutet. Jedes Modell war ein Fortschritt, aber keines ist ausreichend. • Der Kapitalismus brachte Innovation, aber auch Ausbeutung. • Der Sozialismus versprach Gleichheit, aber erstickte Freiheit und Kreativität. • Die Soziale Marktwirtschaft schuf Wohlstand, aber ignorierte ökologische Grenzen. • Die SDGs bieten einen globalen Rahmen, doch sie brauchen ein Umsetzungsmodell. Die Wirkungsökonomie baut auf dieser Geschichte auf – und geht den nächsten Schritt: Sie macht Wirkung zum Maßstab allen Handelns.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 5 4. Der Grundgedanke – Wirkung statt Kapital Die bisherigen Systeme haben uns geprägt – und doch messen sie am Falschen. Kapital, Wachstum und Macht sind die Leitgrößen, an denen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sich bis heute orientieren. Sie haben Wohlstand gescha^en, aber auch Ungleichheit, Abhängigkeit und ökologische Zerstörung. Kapital als falscher Kompass • Im Kapitalismus entscheidet der Gewinn: Was Rendite bringt, gilt als erfolgreich – unabhängig von Folgen für Mensch und Natur. • Im Sozialismus entscheidet die zentrale Planung: Was in den Plan passt, wird umgesetzt – oft ohne Rücksicht auf Innovation oder Freiheit. • In der Sozialen Marktwirtschaft entscheidet das Gleichgewicht: Marktkräfte sollen Wohlstand scha^en, der Staat soziale Härten abfedern – doch ökologische Grenzen bleiben weitgehend unbeachtet. Alle drei Systeme eint: Sie bewerten Erfolg an Größen, die zu eng sind – an Geld, Wachstum, formaler Gleichheit. Doch was fehlt, ist der Maßstab für das, was wirklich zählt: den Beitrag zum Gemeinwohl, zu intakten Lebensgrundlagen, zu einer gerechten Zukunft. Wirkung als neuer Maßstab Wir erklären: Der Maßstab des 21. Jahrhunderts ist Wirkung. Wirkung bedeutet: der nachweisbare Beitrag einer Handlung, eines Produkts, einer Organisation oder eines Staates zu den Zielen, die für alle Menschen relevant sind – ökologisch, sozial, ökonomisch und demokratisch. Wirkung beantwortet die entscheidenden Fragen: • Trägt eine Entscheidung zum Klimaschutz bei – oder beschleunigt sie die Zerstörung? • Fördert ein Unternehmen Bildung, Gesundheit, soziale Sicherheit – oder scha^t es neue Ungleichheit? • Nutzt eine Politik der Demokratie und dem Frieden – oder schwächt sie Vertrauen und Stabilität? Wirkung als Währung In der Wirkungsökonomie wird Wirkung zur neuen Währung: • Erfolg wird nicht mehr daran gemessen, wie viel Kapital angehäuft wird, sondern welchen Beitrag jemand zu den globalen Zielen (SDGs) leistet.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 6 • Steuern, Anreize und Subventionen richten sich nicht nach Investitionssummen, sondern nach dem realen Impact auf Gesellschaft und Umwelt. • Anerkennung und Status hängen nicht von Reichtum oder Macht ab, sondern von der nachweisbaren Wirkung für Mensch und Planet. So wird Wirkung zum universellen Kompass – vergleichbar, messbar, global anschlussfähig. Der Paradigmenwechsel ist klar: 👉 Nicht Kapital, nicht Ideologie, sondern Wirkung bestimmt den Fortschritt des 21. Jahrhunderts. 5. Von Gewinn- zu Wirkungsmaximierung Über Jahrzehnte galt Gewinnmaximierung als oberstes Ziel. Sie war das Kernprinzip kapitalistischer Systeme und wurde auch in der Sozialen Marktwirtschaft nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Doch diese Logik führt in eine Sackgasse: Sie belohnt kurzfristige Renditen, während ökologische Schäden und soziale Kosten externalisiert werden. Gewinne werden privatisiert, Kosten vergesellschaftet. Bislang hat man versucht, diese E^ekte mit Gesetzen und Regulierungen einzufangen. Doch das greift zu kurz. Denn es handelt sich nicht um eine Regulierungsfrage, sondern um eine Systemfrage. Solange Gewinn das Primat behält, wird jede Regulierung zum endlosen Reparaturbetrieb – aber nicht zur Lösung. Die Wirkungsökonomie dreht den Kompass. An die Stelle der Gewinnmaximierung tritt die Wirkungsmaximierung: Ziel ist der nachweisbare Beitrag zu Mensch, Planet und Demokratie. Geld bleibt wichtig, aber seine Rolle ändert sich grundlegend: Es wird zum Mittel und Feedback – nicht zum Ziel.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 7 Was sich grundlegend ändert • Zielgröße o Alt: Gewinn, Rendite, Marktanteil. o Neu: Wirkung (SDG-Fortschritt je Ressourceneinsatz), mit klaren Mindeststandards je SDG. • Lizenz zum Operieren o Alt: Rechtlich erlaubt genügt. o Neu: Wirkungs-Mindestschwellen sind Voraussetzung; wer sie unterschreitet, wird belastet oder sanktioniert – ohne „Aufrechnen“ durch andere Bereiche. • Rolle des Gewinns o Alt: Gewinn ist Zweck. o Neu: Gewinn ist Ergebnis verantwortlichen Handelns. Er zeigt Tragfähigkeit und Skalierbarkeit – aber ist nur legitim, wenn er aus Wirkung entsteht. Wie schon Peter Drucker betonte: „Profit is not the purpose of business, but the test of its validity. “ („Gewinn ist nicht der Zweck eines Unternehmens, sondern der Test seiner Gültigkeit. “) Die Wirkungsökonomie vollendet diesen Gedanken, indem sie Wirkung ins Zentrum stellt – Gewinn bleibt, aber als Indikator und Feedback, nicht als Zielgröße. Leitkennzahlen der Wirkungsökonomie • T-SROI (Transformational Social Return on Investment): (gültig nur, wenn keine SDG-Mindestschwelle unterschritten wird). • Impact-Intensität: Wirkung pro Euro, pro kWh, pro Stunde. • Impact-Konformität: Ampelsystem pro SDG-Bereich (Rot blockiert Vergünstigungen). • Finanzielle Tragfähigkeit: Resilienz und Liquidität als Bedingung, um Wirkung langfristig zu skalieren.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 8 Unternehmenssteuerung in der Praxis • Ziele: Von klassischen OKR zu OIKR (Objectives & Impact Key Results), mit unabhängiger Auditierung. • Vergütung: Boni werden an geprüfte Wirkungsziele geknüpft (z. B. 60 % Wirkung, 40 % Finanzstabilität). • Transparenz: Wirkungsdaten und SDG-Ampeln pro Produkt oder Projekt sind ö^entlich einsehbar. Häufige Missverständnisse – kurz geklärt • „Heißt das: Gewinn ist egal?“ → Nein. Gewinn bleibt notwendig (Resilienz, Investitionen), aber nachgeordnet. • „Zählt nur Öko?“ → Nein. Wirkung umfasst ökologische, soziale und demokratische Dimensionen. Jede hat eigene Mindestschwellen. • „Kann man Schlechtes mit Gutem ausgleichen?“ → Nein. Kein Aufrechnen: Rot in einem Bereich blockiert Vergünstigungen – egal, wie grün die anderen sind. Die Faustformel Erfolg = Wirkung × Skalierung Gewinn ist die Folge – und finanziert die Skalierung von Wirkung. 6. Der gemeinsame Kompass – die SDGs Wenn Wirkung der neue Maßstab ist, braucht sie einen klaren Bezugsrahmen. Dieser Rahmen existiert bereits: die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen. Ein globaler Gesellschaftsvertrag Die SDGs wurden 2015 von allen 193 UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie sind mehr als eine Absichtserklärung: Sie definieren konkrete, messbare Ziele für eine gerechte, friedliche und nachhaltige Welt. Erstmals in der Geschichte verfügen wir damit über einen weltweit anerkannten Gesellschaftsvertrag, der für Nord und Süd, für Arm und Reich, für Demokratien und andere Systeme gleichermaßen gilt. Die drei Dimensionen der SDGs • Ökologisch: Klimaschutz, Artenvielfalt, Ressourcenschonung. • Sozial: Armutsbekämpfung, Bildung, Gesundheit, Gleichstellung. • Ökonomisch: Nachhaltige Arbeit, Innovation, Infrastruktur, Resilienz.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 9 Jedes Ziel ist durch Unterziele und Indikatoren konkretisiert – insgesamt mehr als 230 Messgrößen. Damit sind die SDGs nicht nur ein moralischer Appell, sondern ein überprüfbarer Kompass. Warum die SDGs der Kern der Wirkungsökonomie sind Die Wirkungsökonomie erhebt die SDGs zur verbindlichen Grundlage allen Handelns. Das bedeutet: • Politik wird daran gemessen, welchen Beitrag Gesetze, Haushalte und Programme zu den SDGs leisten. • Unternehmen werden nicht nur nach Umsatz und Gewinn bewertet, sondern nach ihrem nachweisbaren Impact auf die globalen Ziele. • Bürger:innen können nachvollziehen, ob ihr Konsum, ihr Engagement, ihre Arbeit Wirkung für das Gemeinwohl entfalten. Der neue Kompass Die SDGs sind nicht ein Ziel unter vielen – sie sind der Kompass für das 21. Jahrhundert. • Sie schützen nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Rechte künftiger Generationen. • Sie scha^en Fairness: Niemand kann Fortschritt für sich reklamieren, wenn er ihn auf Kosten anderer erzielt. • Sie machen Fortschritt transparent, vergleichbar und global anschlussfähig. Die SDGs sind die Landkarte. Wirkung ist die Währung. Gemeinsam bilden sie den Kompass der Zukunft. Wir müssen nichts neu erfinden: Die Indikatoren liegen längst vor – in den SDGs, in ESG, GRI, CSRD. Die Wirkungsökonomie nutzt sie konsequent als Steuerungsgröße.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 10 7. Der erweiterte Kompass – SDG+ Die 17 SDGs sind ein globaler Gesellschaftsvertrag. Doch sie haben eine blinde Stelle: Sie setzen voraus, dass Demokratie, Medien und Rechtsstaat funktionieren. Wo diese Grundlagen fehlen, kippen alle anderen Ziele. Nachhaltigkeit ohne Freiheit und Transparenz endet in Autoritarismus. Die Wirkungsökonomie ergänzt deshalb die SDGs um neun zusätzliche Felder – die SDG+. Sie messen die Qualität der Systeme, die nötig sind, damit die SDGs überhaupt umgesetzt werden können. Die neun Felder von SDG+ • Demokratiequalität – freie, faire Teilhabe & legitime Mandate. • Medienvielfalt & -unabhängigkeit – Pluralität, kein Oligopol, Faktenstandards. • Rechtsstaatlichkeit – unabhängige Justiz, Grundrechte durchsetzbar. • Diskurs- & Debattenkultur – zivil, faktenbasiert, inkl. Moderationsstandards. • Gesellschaftliche Resilienz – Krisenfestigkeit, Vorsorge, Schutz kritischer Infrastruktur. • Technologie- & Digitalverantwortung – AI-/Plattform-Accountability, Datenschutz by design. • Systemische Kooperation – Netzwerke statt Silos; faire Wertschöpfung über Sektoren. • Kulturelle Vielfalt & Inklusion – gleichberechtigte Teilhabe aller Gruppen. • Öjentliche Transparenz & Rechenschaft – o^ene Daten, Auditierbarkeit, Whistleblower-Schutz. Warum SDG+ notwendig sind • Ohne Demokratiequalität gibt es keine legitime Mitgestaltung. • Ohne freie Medien fehlt Aufklärung, Diskurs und Kontrolle der Macht. • Ohne Rechtsstaat sind Grundrechte und SDGs nicht einklagbar. • Ohne gesellschaftliche Resilienz bricht Nachhaltigkeit in Krisen zusammen. • Ohne digitale Verantwortung wird Technologie zur Gefahr statt zur Lösung. Die SDGs zeigen, wohin wir gehen. Die SDG+ sichern, wie wir dorthin gelangen – auf Basis von Demokratie, Resilienz und Systemqualität. Nur wenn beide zusammenwirken, kann Wirkung dauerhaft gelingen.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 11 8. Die Prinzipien der Wirkungsökonomie Die Wirkungsökonomie ist mehr als ein technisches Steuerungsmodell. Sie ist ein neuer Gesellschaftsvertrag, der auf vier Grundprinzipien ruht. Diese Prinzipien geben Orientierung und setzen klare Leitplanken für das 21. Jahrhundert. 1. Nachhaltigkeit Wir handeln innerhalb der planetaren Grenzen. Ressourcen, Energie, Böden und Ökosysteme dürfen nicht schneller verbraucht werden, als sie sich regenerieren können. Prinzip: Kein Fortschritt auf Kosten des Planeten. 2. Achtsamkeit Wir übernehmen Verantwortung füreinander und für die Natur. Achtsamkeit bedeutet, die Konsequenzen unseres Handelns mitzudenken – von Lieferketten über Konsum bis hin zu politischen Entscheidungen. Prinzip: Jede Handlung trägt Verantwortung. 3. Teilgabe Wir sind nicht nur Nutznießer:innen, sondern aktive Mitgestalter:innen. Teilgabe geht über Teilhabe hinaus: Jede:r trägt durch Arbeit, Engagement, Kreativität oder Sorgearbeit aktiv zum Gemeinwohl bei. Prinzip: Jede:r ist Gestalter:in der Zukunft. 4. Systemische Kooperation Wir überwinden Machtkonzentration und Silos. Fortschritt entsteht in Netzwerken – durch Wissensteilung, Kooperation und geteilte Verantwortung. Prinzip: Netzwerke statt Hierarchien, Kooperation statt Konkurrenz, wenn es um das Gemeinwohl geht. Diese vier Prinzipien – Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Teilgabe und Systemische Kooperation – sind die Grundpfeiler der Wirkungsökonomie. Sie machen aus einer abstrakten Idee eine praktische Orientierung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 12 9. Konkrete Forderungen Die Wirkungsökonomie ist kein fernes Ideal, sondern ein praktisches Steuerungsmodell. Damit Wirkung zur verbindlichen Grundlage wird, braucht es konkrete Veränderungen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und auf globaler Ebene. Politik – Wirkung als Staatsziel • Gesetze, Haushalte und Steuern müssen sich am Beitrag zu den SDGs und SDG+ messen lassen. • Jede politische Entscheidung braucht eine Wirkungsprüfung: Welche ökologischen, sozialen, demokratischen und systemischen Folgen entstehen? • Artikel 20a Grundgesetz – Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen – wird konsequent umgesetzt und um Wirkungspflichten ergänzt. Wirtschaft – Wettbewerb um Wirkung • Unternehmen konkurrieren nicht länger um Rendite allein, sondern um den größten nachweisbaren Nutzen für Mensch, Planet und Demokratie. • Gewinne sind erlaubt – aber nur legitim, wenn sie aus Wirkung entstehen, nicht aus Ausbeutung oder Externalisierung von Schäden. • Fördermittel, ö^entliche Aufträge und Investitionen werden an Impact-Kriterien gebunden. Gesellschaft – Bildung, Medien, Bürger:innen • Bildungssysteme vermitteln Wirkungskompetenz: Jede:r versteht die Folgen des eigenen Handelns. • Medien tragen Verantwortung, Wirkung sichtbar zu machen und Desinformation entgegenzutreten. • Bürger:innen sind nicht nur Konsument:innen, sondern aktive Mitgestalter:innen – über Bürgerhaushalte, SDG-Panels und o^ene Datenplattformen. Global – Verantwortung teilen • Industriestaaten tragen besondere Verantwortung für Klimaschutz und Ressourcenausgleich. • Handels- und Zollpolitik orientiert sich an Wirkung: Wer planetare Schäden exportiert, zahlt – wer Wirkung scha^t, wird belohnt. • Internationale Institutionen (UN, OECD, EU) entwickeln verbindliche Standards, um Wirkung vergleichbar zu machen.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 13 Unsere Forderung ist klar: 👉 Wirkung muss zum verbindlichen Maßstab werden – in Politik, Wirtschaft, Bildung, Medien, im Alltag und im globalen Miteinander. Nur so kann eine Gesellschaft entstehen, die gerecht, stabil und zukunftsfähig ist. 10. Anwendungsebenen – Makro, Meso, Mikro Die Wirkungsökonomie zeigt ihre Kraft erst, wenn sie auf allen Ebenen zugleich greift: im Staat, in den Unternehmen und im Alltag der Bürger:innen. Makro – Der Staat • SDG-Budgetierung: Ö^entliche Haushalte werden danach geplant, welchen Beitrag jede Ausgabe zu den SDGs und SDG+ leistet. • Wirkungsorientierte Steuern: Einkommen-, Unternehmens- und Mehrwertsteuer werden nach Wirkung gesta^elt. Wer das Gemeinwohl stärkt, wird entlastet; wer schadet, zahlt. • Wirkungsräte: Unabhängige Institutionen prüfen Gesetze und Programme auf Wirkung – ähnlich wie Rechnungshöfe, aber mit Fokus auf SDG-Impact. • Rechtsstaat: Wirkung wird verbindlich im Recht verankert – Artikel 20a GG wird operationalisiert. Meso – Die Unternehmen • Wirkungsberichte: Firmen verö^entlichen nicht nur Finanzdaten, sondern auch ihre Wirkung – mit bestehenden Standards wie ESG, GRI, CSRD und erweitert durch den T-SROI. Die Informationen, die dafür benötigt werden, sind bereits vorhanden: Unternehmen berichten heute schon nach ESG-Kriterien, nutzen GRI-Standards oder unterliegen der CSRD. Die Wirkungsökonomie verknüpft diese Daten systematisch mit Wirkung – und macht sie zur Grundlage von Steuerung und Anreiz. • Wettbewerb um Wirkung: Innovationsförderung, Vergabekriterien und Kapitalzugang orientieren sich am Impact, nicht am Marktwert. • Transparenz: Wirkungsdaten sind ö^entlich zugänglich – Konsument:innen und Investor:innen können vergleichen. • Neue Anreize: Boni und Steuervergünstigungen gibt es nicht für Rendite allein, sondern für Fortschritte bei SDG-Indikatoren.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 14 Mikro – Die Bürger:innen • Konsum: Produkte und Dienstleistungen tragen Wirkungsscores, sodass jede Kaufentscheidung bewusst erfolgen kann. • Engagement: Bürger:innenbeteiligung wird institutionalisiert – durch SDG-Panels, Bürgerhaushalte, o^ene Daten. • Arbeit & Teilgabe: Tätigkeiten wie Care-Arbeit, Bildung und Klimaschutz werden fair entlohnt und als gesellschaftliche Leistung anerkannt. • Kultur der Verantwortung: Wirkung wird Teil des Alltags – jede:r kann sichtbar machen: Mein Handeln bewirkt etwas. Makro, Meso, Mikro – diese drei Ebenen sind miteinander verflochten. Nur wenn sie gemeinsam wirken, entsteht Transformation. 11. Steuer- und Anreizlogik – Wirkung statt Willkür Das heutige Steuersystem arbeitet mit komplizierten Ausnahmeregeln und willkürlichen Sätzen. In der Wirkungsökonomie gilt ein neues, transparentes Prinzip: fünf klar definierte Kategorien für Mehrwertsteuer und Zölle – fest, nachvollziehbar, gerecht. Reverse Merit Order – der schlechteste Bereich zählt • Jeder Kernbereich (z. B. Klima, Ressourcen, Arbeit, Gesundheit) wird separat bewertet. • Der schlechteste Wert bestimmt die Kategorie. • Rot in einem Bereich → automatisch Schädlich – kein Aufrechnen mehr möglich.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 15 Die fünf Mehrwertsteuer-Kategorien Kategorie Steuersatz Kriterien Transformativ 0 % Alle Kernbereiche maximal positiv (+3), systemverändernde Wirkung (z. B. erneuerbare Energien, Bildung, Kreislaufwirtschaft). Sehr gut 8 % Alle Bereiche positiv (+1 bis +3), mindestens ein Bereich stark positiv. Gut 15 % Alle Bereiche mindestens neutral (≥0), mindestens ein Bereich klar positiv. Neutral 20 % Keine roten Werte, aber auch keine klaren Pluspunkte. Schädlich 25 % Mindestens ein Bereich negativ (<0), z. B. fossile Produkte, Einwegplastik, Fast Fashion. Bonus-System innerhalb der Kategorien • Zusatzpunkte für besonders hohe Wirkung in einzelnen Bereichen. • Belohnung: Förderprogramme, Finanzierungsvorteile, ö^entliche Labels. • Aber: Boni wirken nur innerhalb einer Kategorie – sie heben niemanden in eine bessere Stufe. Übertragbarkeit auf andere Steuerarten • Einkommensteuer: Bonus für SDG-relevante Berufe (Care, Bildung, Klima), Malus für zerstörerische Tätigkeiten. • Unternehmenssteuer: Gewinn bleibt Indikator, wird aber mit Wirkung skaliert (T-SROI). • Zollpolitik: Importwaren nach denselben 5 Kategorien eingestuft. Kein Rabatt für Diversität, wenn Kinderarbeit oder CO₂-Belastung vorliegt. Die fünf klaren Kategorien machen Wirkung sichtbar, fälschungssicher und gerecht. • Kein Aufrechnen von Gut gegen Schlecht. • Transparente Regeln statt Lobby-Ausnahmen. • Jeder Fortschritt wird belohnt – aber niemand kann sich von Mindeststandards freikaufen.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 16 👉 Wirkung ersetzt Willkür. Steuern werden zum echten Steuerungsinstrument für eine lebenswerte Zukunft. 12. Gesellschaftliche Dimension Die Wirkungsökonomie ist mehr als ein ökonomisches Modell. Sie ist ein Gesellschaftsvertrag, der das Zusammenleben neu ausrichtet. Wirkung bedeutet nicht nur ökologischer Fortschritt, sondern auch soziale Gerechtigkeit, demokratische Stabilität und kulturelle Vielfalt. Gerechtigkeit neu definiert Heute hängt Anerkennung oft von Herkunft, Einkommen oder Macht ab. In der Wirkungsökonomie zählt nicht, wer man ist, sondern welche Wirkung man entfaltet. Care-Arbeit, Bildung und ehrenamtliches Engagement werden genauso als Leistung anerkannt wie technologische Innovation. Care-Arbeit und soziale Leistungen • Tätigkeiten, die das Fundament unserer Gesellschaft tragen – Sorgearbeit, Pflege, Erziehung, Ehrenamt – werden nicht länger unsichtbar behandelt. • Sie werden fair entlohnt und in der Steuer- und Wirkungsmessung als gleichwertige Leistung berücksichtigt. Feminismus und Entpatriarchalisierung • Die Wirkungsökonomie überwindet patriarchale Strukturen, die Macht und Status an Hierarchien und Kapital knüpfen. • Stattdessen gilt: Netzwerke, Kooperation und Vielfalt sind die neuen Erfolgsfaktoren. • Feminismus bedeutet hier nicht Gegenmacht, sondern Befreiung für alle – Männer wie Frauen – von starren Rollenbildern. Vielfalt als Resilienzprinzip • Unterschiedliche Kulturen, Lebensweisen und Generationen stärken die Anpassungsfähigkeit von Gesellschaften. • Migration, Diversität und Inklusion sind kein Risiko, sondern Ressourcen für Resilienz. • Diskurskultur und Meinungsfreiheit sind Teil der SDG+ und damit messbarer Faktor gesellschaftlicher Stabilität.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 17 Demokratie und Medienqualität • Demokratiequalität und unabhängige Medien sind Grundpfeiler. Ohne sie können SDGs nicht umgesetzt werden. • Wirkungsorientierung stärkt das Vertrauen in Institutionen, weil Fortschritt sichtbar und überprüfbar wird. Gesellschaftliche Wirkung heißt: 👉 Nachhaltigkeit + Gerechtigkeit + Demokratie + Vielfalt. Nur wenn alle Dimensionen zusammen gedacht werden, entsteht ein stabiles Fundament für die Zukunft. 13. Vision – Die Welt von morgen (2050) Wie sieht eine Welt im Jahr 2050 aus, wenn die Wirkungsökonomie Wirklichkeit geworden ist? Eine stabile Gesellschaft Die großen Krisen – Klimawandel, Spaltung, Vertrauensverlust – sind nicht verschwunden, aber sie sind beherrschbar geworden. Politik wird nicht mehr an Symbolen, Machtkämpfen oder kurzfristigen BIP-Zahlen gemessen, sondern an nachweisbaren Verbesserungen für Menschen, Natur und Demokratie. Bürger:innen vertrauen wieder, weil Wirkung transparent sichtbar ist. Demokratie ist gestärkt, weil sie liefert. Eine innovative Wirtschaft Unternehmen konkurrieren nicht mehr um Marktanteile allein, sondern um die besten Lösungen für globale Probleme. • Energie ist zu 100 % erneuerbar, lokal und bezahlbar. • Kreislaufwirtschaft ist Standard: Ressourcen werden nicht verschwendet, sondern intelligent wiederverwendet. • Technologien wie Quantensolarzellen, nachhaltige Speicher und KI-Systeme sind auf das Gemeinwohl ausgerichtet. Gewinn ist nicht verschwunden – er ist zur Funktion von Ressourcenejizienz und Wirkung geworden.

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Manifest der Wirkungsökonomie - Natalie Weber. Begründerin der Wirkungsökonomie im August 2025 18 Ein Planet im Gleichgewicht • CO₂-Emissionen sind massiv reduziert, die Erderwärmung stabilisiert. • Artenvielfalt ist gesichert, weil Ökosysteme respektiert werden. • Städte sind grün, Mobilität nachhaltig, Energie sauber. Die Erde ist kein erschöpfter Rohsto^speicher mehr, sondern ein regenerierendes System, das geschützt und gepflegt wird. Ein neues Verständnis von Wohlstand Wohlstand wird nicht mehr am Bruttoinlandsprodukt allein gemessen, sondern an Lebensqualität, Bildung, Gesundheit, Resilienz und ökologischer Stabilität. Die Wirkungsökonomie definiert auch das BIP neu: Ein hohes BIP kann nur entstehen, wenn eine Gesellschaft hohe Wirkung entfaltet. Kapital und Wachstum sind nicht verschwunden, aber sie sind zur Funktion von Wirkung geworden – nicht umgekehrt. • Kinder wachsen mit Zuversicht auf, nicht mit der Angst vor Kollaps. • Ältere Menschen erleben, dass ihre Lebensleistung in einer stabilen Gesellschaft weiterwirkt. • Unterschiedliche Kulturen, Lebensweisen und Generationen bereichern sich gegenseitig. Die Vision ist klar: 👉 2050 leben wir in einer Welt, in der Fortschritt an Wirkung gemessen wird. Eine Welt, die gerechter, stabiler und lebensfähiger ist – weil sie sich nicht am Kapital, sondern am Gemeinwohl orientiert. 14. Der Appell Die Zeit der alten Steuerungslogiken ist vorbei. Kapital, Wachstum und Macht haben uns Wohlstand gebracht – aber auch Krisen, Spaltung und Zerstörung. Jetzt beginnt ein neues Kapitel: das Zeitalter der Wirkung. Wir treten ein für eine Gesellschaft, die nicht länger blind nach Rendite strebt, sondern bewusst nach Wirkung handelt. Eine Gesellschaft, die die planetaren Grenzen respektiert, die Gerechtigkeit sichert und die Verantwortung für kommende Generationen übernimmt. Wir rufen alle auf – Bürger:innen, Unternehmen, Institutionen und Staaten: Gestaltet mit an dieser Transformation. Fordert Wirkung ein. Scha^t Wirkung. Werdet Teil einer Bewegung, die Zukunft nicht verwaltet, sondern möglich macht. Nicht Kapital, nicht Ideologie, sondern Wirkung ist der Kompass des 21. Jahrhunderts.