Beta-Tool · KWI 1.0

Zwei Städte, gleicher Haushalt - aber leben die Menschen dort gleich gut?

Der Kommunale Wirkungsindex ist der Wirkungskompass für Städte und Gemeinden. Er zeigt nicht, wie reich eine Kommune ist, sondern wie es Menschen, Planet und Demokratie vor Ort tatsächlich geht. Planet meint dabei Klima, Umwelt, Ressourcen und natürliche Lebensgrundlagen.

Einfach erklärt

Viele Werte ergeben ein Bild.

Beim Arzt ist kein einzelner Wert schon Gesundheit: Blutdruck, Puls und Blutwerte ergeben erst zusammen ein Bild. Der KWI macht das nicht für Menschen, sondern für Städte und Gemeinden.

Er schaut auf Lebensqualität, natürliche Lebensgrundlagen und demokratische Stabilität. So werden kleine Entwicklungen sichtbar, bevor daraus große Probleme werden.

Ort eingeben, Wirkungsprofil ansehen, gemeinsam besser entscheiden.

Baukasten

Was bedeutet welcher Wert?

Jede Zahl bekommt drei Sätze: was sie misst, wie man sie liest und für wen sie wichtig ist. Beim KWI wird Wirkung lokal gelesen, weil gute Durchschnittswerte oft verdecken, dass Quartiere, Altersgruppen oder Sozialräume sehr unterschiedlich betroffen sind.

Status, Trend, Zielabstand und Datenqualität
AnzeigeNaive FrageWas sie misstWie man sie liestDenkfehler
StatusWo steht die Kommune heute?Aktuelles Niveau je Dimension, normalisiert auf -3 bis +3.Erst das schwächste kritische Feld, dann das Gesamtbild.Den Durchschnitt für die Lage halten.
TrendWohin bewegt es sich?Veränderung des Status über mehrere Jahre.Richtung, nicht Niveau.Ein schlechter Wert mit Verbesserung wie Stillstand lesen.
ZielabstandWie weit bis zum Ziel?Abstand zu fachlichen Zielpfaden, etwa Kinderarmut, Hitzeresilienz oder Versorgung.Nur mit hinterlegtem Zielpfad ausweisen.Aktuelles Niveau für "auf Kurs" halten.
DatenqualitätDarf ich der Zahl trauen?Belastbarkeit A bis E.E heißt Datenlücke und kein Wert.Lücken als 0 oder als Entwarnung behandeln.
1. SchwachfeldKinderarmut, Versorgung, Hitze oder Demokratie-Lücke zuerst. 2. DQA-E prüfen, bevor die Zahl zählt. 3. Status/TrendLage und Bewegung getrennt lesen. 4. ZielabstandReicht das Tempo bis zum Zielpfad? 5. PrüffrageWas müssen Rat, Verwaltung und Öffentlichkeit klären?
+3 / +2transformativ / sehr gut +1gut 0neutral / noch nicht positiv -1 / -2schwach / schädlich -3rote Linie

Demo-Methodik

Was diese Demo zeigt und was nicht

Dieser Standardblock gilt für Demos, Rechner, Scanner und interaktive Tools. Er trennt modellhafte Darstellung von amtlicher Bewertung, Beratung oder automatisierter Entscheidung.

Was diese Demo zeigt

kommunaler wirkungsindex

Diese interaktive Seite zeigt eine modellhafte Wirkungslogik und verweist auf passende Methoden, Schutzlinien und Vertiefungen.

Modellannahmen

Vereinfachtes Arbeitsmodell

Die Demo nutzt vereinfachte Wirkungspfade, Schwellen, Gewichtungen und Beispielwerte. Sie zeigt Struktur und Logik, nicht den finalen Prüfstandard.

Datenqualität / Demo-Werte

Beispielwerte statt Prüfstatus

Demo-Werte sind modellhaft. Reale Anwendungen brauchen Quellen, Versionen, Datenqualitätsstufen, Unsicherheitsmarkierung und prüfbare Nachweise.

Was diese Demo nicht leistet

Keine endgültige Einstufung

Die Demo ersetzt keine amtliche Bewertung, keine Beratung, keine Auditierung, keine Zertifizierung und keine fachliche Einzelfallprüfung.

Schutzlinien

Rote Linien bleiben sichtbar

Keine Personenbewertung, keine automatische Entscheidung, keine Kompensation roter Linien und keine verdeckte Beratung. Datenqualität und Unsicherheit bleiben sichtbar.

Nächster Schritt

Vom Ausprobieren zur Anwendung

Nutze das Ergebnis als Lern- und Diskussionsanstoß und prüfe danach Methodik, Datenlage und passende Wirkungsfelder.

Fiktives Beispiel

Rechenweg für Musterhausen.

Fiktive Stadt, echte Mechanik: Reale Kommunen erscheinen nur bei ausreichender Datenqualität. Der KWI bleibt ein Frühwarnsystem, keine Note für die Stadt.

FeldStatusDatenqualitätLesart
Wohnkostenbelastung-1Bbelastbare soziale Belastung
Kinderarmut-2Ckritisch, aber nur mittlere Datenqualität
Ärztliche Erreichbarkeit+1Bgute Versorgung
Stadtgrün / Hitzeresilienz-1Cprüfbedürftig
ÖPNV-Erreichbarkeit+1Bbelastbar positiv
Luftqualität+1Ageprüft positiv
Wahlbeteiligung0Aneutral
Beteiligung / Vertrauen-EDatenlücke, keine Aussage

Reverse Merit Order: min(-1, -2, +1, -1, +1, +1, 0) = -2. Der Durchschnitt sähe fast neutral aus, das kritische Feld Kinderarmut deckelt.

Zielabstand Mensch: Wenn der Zielpfad Kinderarmut unter 8 Prozent bis 2030 lautet und Musterhausen bei 14 Prozent steht, ist der Abstand groß. Trend: 2019 bei 12 Prozent, 2024 bei 14 Prozent heißt fallend. Prüffrage: Wie aktuell ist die Kinderarmutsquote, warum steigt sie und welche Beteiligungsdaten fehlen?

Beta-Hinweis: Die Eingabe ruft aktuelle Daten über den Live-Endpunkt der Akademie-App ab und überschreibt den gespeicherten Stand. Vorhandene Kommunen im Dropdown laden sofort ohne erneuten Abruf.

Kommunale Wirkungsrückkopplung

Wofür wird der KWI gebraucht?

Der KWI ist in der Wirkungsökonomie nicht nur ein Bericht. Er ist eine Rückkopplungsschicht: Er macht sichtbar, wo kommunales Handeln auf Mensch, Planet und Demokratie wirkt - und wo Rat, Verwaltung und Öffentlichkeit genauer hinschauen sollten.

Der KWI entscheidet nicht. Er macht entscheidbar.

1. Frühwarnsystem

Der KWI zeigt auffällige Entwicklungen früh: zum Beispiel steigende soziale Belastung, ökologische Risiken, sinkende Handlungsfähigkeit oder Lücken in Beteiligung und Transparenz. Er sagt nicht: Diese Kommune ist gut oder schlecht. Er sagt: Hier lohnt sich eine genauere Prüfung.

2. Gemeinsame Sprache

Kommunale Daten liegen oft getrennt vor: Haushalt, Klima, Soziales, Sicherheit, Beteiligung, Infrastruktur. Der KWI bringt sie in eine gemeinsame Frage: Welche Wirkung entsteht für Mensch, Planet und Demokratie?

3. Brücke zum Wirkungshaushalt

In KWI 2.0 könnten die Ergebnisse mit Haushaltsprodukten, Investitionen und Maßnahmen verbunden werden. Dann wird sichtbar, welche Ausgaben auf welche Wirkung einzahlen - und wo Geld vor allem Symptome repariert, statt Ursachen zu verändern.

4. Priorisierung bei knappen Mitteln

Kommunen müssen ständig entscheiden, obwohl Geld, Personal und Zeit knapp sind. Der KWI kann helfen, Maßnahmen zu vergleichen: Welche Maßnahme verbessert mehrere Wirkungsfelder zugleich? Wo entstehen Zielkonflikte? Wo lohnt Prävention mehr als spätere Reparatur?

5. Bessere Beteiligung

Der KWI macht Debatten konkreter. Bürger:innen, Rat und Verwaltung diskutieren nicht nur über Einzelprojekte, sondern über Wirkungen: Wer profitiert? Wer ist betroffen? Welche Nebenwirkungen entstehen? Welche Daten fehlen noch?

6. Lernen und Nachsteuern

Nach einer Entscheidung kann später erneut gemessen werden. Hat sich der Zustand verbessert? Haben Maßnahmen die erwartete Wirkung erzeugt? Muss nachgesteuert werden? So wird der KWI Teil eines lernenden kommunalen Systems.

So würde der KWI steuern - ohne automatisch zu entscheiden

Der KWI steuert nicht wie ein Algorithmus, der Entscheidungen trifft. Er steuert über Rückkopplung: Daten werden sichtbar, Zielkonflikte werden benannt, Entscheidungen werden nachvollziehbarer und ihre Folgen können später überprüft werden.

  1. Daten sammeln
  2. Wirkungsprofil erstellen
  3. Auffälligkeiten und Datenlücken zeigen
  4. Maßnahmen und Haushaltspositionen zuordnen
  5. Zielkonflikte demokratisch diskutieren
  6. Entscheidung treffen
  7. Wirkung später erneut messen
  8. Lernen und nachsteuern

Entwicklungspfad

Drei Ausbaustufen

Der KWI ist nicht der Endpunkt. Er ist der Einstieg in kommunale Wirkungsrückkopplung. Ein Bericht zeigt, was ist. Rückkopplung fragt, was daraus folgt.

KWI 1.0 - Status und Transparenz

Aktueller Beta-/Statusansatz: Vorhandene öffentliche Daten werden zu einem Wirkungsprofil gebündelt. Sichtbar werden Status, Trend, Zielabstand, Datenqualität und Lücken.

KWI 2.0 - Haushalt und Maßnahmen

Künftige Ausbaustufe / Pilotlogik: Das Wirkungsprofil wird mit kommunalen Haushalten, Produkten, Investitionen, Beschaffung und Maßnahmen verbunden. Die Leitfrage lautet: Welche Ausgabe zahlt auf welche Wirkung ein?

KWI 3.0 - Wirkung pro Euro und Szenarien

Spätere Ausbaustufe: Künftig könnten Szenarien, Folgekosten, Prävention und Wirkung pro Euro ergänzt werden. Das Ergebnis wäre keine automatische Entscheidung, sondern eine bessere Grundlage für demokratische Priorisierung.

Kurzform: KWI 1.0 zeigt den Status. KWI 2.0 verbindet ihn mit Haushalt und Maßnahmen. KWI 3.0 fragt nach Wirkung pro Euro.

Einfach gesagt

Stell dir vor, eine Stadt hat viele Messwerte: Schulabbruch, Grünflächen, Straftaten, Wahlbeteiligung, Finanzen, Energie, Armut, Mobilität. Jeder Wert allein erzählt nur ein Stück. Der KWI legt die Stücke nebeneinander und fragt: Wird das Leben vor Ort stabiler? Werden die natürlichen Lebensgrundlagen geschützt? Bleibt Demokratie handlungsfähig? Aus dieser Diagnose entsteht noch keine Entscheidung - aber eine bessere Frage an Politik und Verwaltung.

Was könnte der KWI künftig konkret rückkoppeln?

Perspektivisch, in Pilotkommunen oder in späteren Ausbaustufen könnte der KWI Rückkopplung vorbereiten für:

  • kommunale Haushaltsplanung
  • Investitionsprioritäten
  • Förderprogramme und Wirkungsfonds
  • Beschaffung und Vergabe
  • Stadtplanung und Quartiersentwicklung
  • Klimaanpassung und Resilienz
  • Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsprävention
  • Beteiligungsprozesse
  • Open-Data- und Transparenzstrategie
  • Evaluation beschlossener Maßnahmen

Tool-Orientierung · Rechner · Demo / Modell

Wofür dieses Werkzeug da ist.

Der Kommunale Wirkungsindex ist wie ein Gesundheitscheck für Städte und Gemeinden: Er zeigt Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie statt nur einzelne Statistikwerte.

Nutzerfrage

Womit komme ich hierher?

Welche Berechnung oder Modellannahme soll hier nachvollziehbar geprüft werden?

Werkzeuglogik

Wie gesund ist Ihre Kommune?

Ein Rechner macht eine Wirkungsfrage nachvollziehbarer. Die Seite zeigt Annahmen, Datenlage, Grenzen und mögliche nächste Prüfschritte; sie ist keine amtliche Bewertung.

Eingabe

Was wird gebraucht?

Beispielwerte, Annahmen, Regler oder Eingabefelder. Reale Daten brauchen Quellen, Zeitstand und Datenqualitätsprüfung.

Ergebnis

Was kommt heraus?

Modellwerte, Richtung, Engpass, Sensitivität oder Szenario. Keine automatische Entscheidung und keine Beratung.

Wirkpfad

Was verändert sich dadurch?

Zahlen werden nicht als Wahrheit behandelt, sondern mit Bedeutung, Datenqualität, Grenzen und Rückkopplung verbunden.

Grenzen

Modell bleibt Modell.

Demo-Werte, Annahmen, Quellenstand und Unsicherheiten müssen sichtbar bleiben. Niedrige Datenqualität erzeugt Prüfbedarf, keine Scheinsicherheit.

Einzelwerte und Quellen anzeigen

Indikatoren

Prüfpfad statt Tabellenblick

Die Einzelwerte bleiben vollständig nachvollziehbar, sind aber nicht mehr der erste Blick. Jede Zeile zeigt Quelle, Jahr, SDG, Modellrichtung und Datenqualität.

Indikator Dimension SDG Wert Jahr Score Datenqualität

Datenbasis

Öffentliche Beta mit Live-Pfad

Die öffentliche Beta lädt vorhandene JSON-Snapshots direkt und ruft für freie Eingaben den Live-Endpunkt https://akademie.wirkungsoekonomie.de/api/kwi auf. Der Endpunkt sucht die Kommune im SDG-Bereich, erzeugt serverseitig einen Snapshot und gibt ihn gecacht an die Seite zurück.

Scorelogik

0-100 Modellwert

Der aktuelle Beta-Score vergleicht den kommunalen Wert mit dem Landesdurchschnitt und ergänzt eine kleine Trendkorrektur. Die Wirkungskompass-Familie ergänzt darüber die -3 bis +3-Statuslogik, Zielabstände und Datenqualität A-E.

Interpretation

Regeln zuerst, KI optional

Die Auswertung bleibt regelbasiert und nachvollziehbar. Eine WÖk-KI kann später daraus einen verständlichen Interpretationstext formulieren, aber nicht den Score berechnen.

Daten & Auto-Pull

Snapshot-treue Datenquellen

Quelle -> Adapter -> Mapping auf WÖk-ID plus DQ A-E -> versionierter Snapshot -> Kompass. Kein Live-Scraping als Bewertungsgrundlage; fehlende Kernfelder werden als E sichtbar.

1. QuelleAmtliche oder geprüfte kommunale Daten. 2. AdapterImport je Datenraum mit Lizenz- und Abrufprüfung. 3. WÖk-IDMapping auf Indikator, Dimension und Polarität. 4. DQ A-ELücke bleibt Lücke, keine 0-Füllung. 5. SnapshotVersioniert, prüfbar, später vergleichbar.
Quelle Rolle im KWI Beta-Status
SDG-Bereich, Destatis Regionaldatenbank, Zensus Kommunale SDG-Indikatoren, Zeitreihen, Regionalstatistik, demografische Basis und Quellenhinweise. angebunden über Snapshot-Skript
Wegweiser Kommune, BBSR/INKAR, Landesämter Sozialraum, Demografie, Wohnen, Arbeit, Verkehr, Umwelt und regionale Vergleichsdaten. nächster Adapter
Kommunale Bildungs-, Sozial-, Umwelt- und Gesundheitsberichte Lokale Felder wie Kinderarmut, Pflege, Hitzeresilienz, Luftqualität, ärztliche Erreichbarkeit und Prävention. geplant als kommunaler Dokument-/Open-Data-Adapter
Wahlstatistik und offene Ratsinformationssysteme Wahlbeteiligung, Ratsinformationen, Transparenz, Beteiligungsverfahren und demokratische Infrastruktur. häufig C/E, besonders bei Vertrauen und Beteiligungswirksamkeit
Typische Lücken Beteiligung, Vertrauen, Einsamkeit und lokale Resonanzräume. Bei entscheidenden Lücken: Dimension sperren, Daten anfordern. E sichtbar, keine Schätzung als Ersatz