Kontextbegriff
Lohnstückkosten
Lohnstückkosten messen Arbeitskosten im Verhältnis zur erzeugten Leistung und zeigen damit, ob hohe Löhne durch Produktivität und Wertschöpfung getragen werden.
Auf einen Blick
- Einordnung: Kontextbegriff im Bereich Arbeit, Einkommen und Wertschöpfung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Aufwärtswettbewerb, Systemqualität, positive Netto-Wirkung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Lohnstückkosten sind eine ökonomische Kennzahl für die durchschnittlichen Arbeitskosten je Einheit Output. Wirkungsökonomisch helfen sie, die Debatte von der reinen Kostenfrage zu lösen: Eine Arbeitsstunde kann teuer sein und trotzdem wettbewerbsfähig, wenn sie durch gute Systeme, Qualifikation, Kapitalstock, Infrastruktur und Innovation hohe Wertschöpfung erzeugt.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Der Begriff macht sichtbar, dass Lohnkosten nur eine Eingangszahl sind. Wettbewerbsfähigkeit entscheidet sich auch an der erzeugten Wirkung und Wertschöpfung je Stunde.
Verwendung
Verwendung
Nicht mit Stundenlöhnen oder Arbeitskosten je Stunde verwechseln. Lohnstückkosten setzen Kosten ins Verhältnis zur Produktivität.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Arbeitskosten je Stunde
- Bruttolohn
- Lohnnebenkosten
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Lohnstückkosten“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise