Anschlussbegriff
Modellgrenze / Interpretationsgrenze
Modellgrenze bezeichnet den Bereich, in dem ein Modell zuverlässig arbeitet, unsicher wird oder nicht mehr aussagefähig ist. Interpretationsgrenze bezeichnet die Grenze zwischen Daten, Modell und Deutung.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Datenqualität, Wirkungswahrheit, Wirkungsrat.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Dieser Begriff ist für die WÖk zentral. Wirkungsmessung darf nicht als totale Wirklichkeitsabbildung auftreten. Sie muss sagen, was gemessen wurde, welche Daten fehlen, welche Annahmen gelten, welche Unsicherheiten bestehen und welche normativen Entscheidungen in der Bewertung stecken.
Verwendung
Verwendung
„Modellgrenze / Interpretationsgrenze“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht mit Beliebigkeit verwechseln. Eine klar benannte Modellgrenze erhöht Wissenschaftlichkeit und Vertrauen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Modellgrenze / Interpretationsgrenze“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen