Erwartungseffekt
Placebo-Effekt
Positive Erwartung kann Wahrnehmung, Verhalten oder körperliches Erleben verbessern.
Auf einen Blick
- Positive Erwartung kann Wahrnehmung, Verhalten oder körperliches Erleben verbessern.
- Der Begriff gehört zum Bereich Kognitive und affektive Verzerrungen und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Placebo-Effekt“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Nocebo-Effekt, Selbstwirksamkeit, Wirkungspotenzial.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Der Placebo-Effekt zeigt, dass Erwartung und Kontext Wirkung entfalten können. Im WÖk-Glossar ist er vor allem für Gesundheitskommunikation, Vertrauen, Selbstwirksamkeit und Gestaltung von Resonanzräumen relevant.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der Wirkungsökonomie beschreibt der Begriff ein Wirkungspotenzial bzw. Wirkungsrisiko: Er zeigt, wie Wahrnehmung, Emotion, Erinnerung oder Entscheidung die Bewertung von Wirkung verzerren können. Relevant ist er besonders für Wirkungskompetenz, Wirkungsanalyse, Wirkungsrückkopplung und SDG+.
Verwendung
Verwendung
zur Analyse von Entscheidungs-, Wahrnehmungs- und Bewertungsmustern in Politik, Medien, Verwaltung, Unternehmen und Alltag. Nicht als Diagnose einzelner Personen verwenden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht verwechseln mit Täuschung als Steuerungsprinzip. Wirkungsökonomisch geht es um transparente, vertrauensfördernde Kontexte.
Vertiefung
Vertiefte Begriffsstruktur
Auf einen Blick
- Beschreibt eine Wahrnehmungs-, Erinnerungs-, Entscheidungs- oder Bewertungsverzerrung.
- Relevant, weil Wirkung häufig über Aufmerksamkeit, Emotion, Risiko- und Nutzenbewertung vermittelt wird.
- Hilft, Wirkungsblindheit, Fehlentscheidungen und verzerrte Resonanzräume sichtbar zu machen.
- Nicht als Diagnose einzelner Personen verwenden, sondern als Muster in Entscheidungen, Kommunikation oder Organisationen.
Beispiele
- Eine vertrauensvolle Arzt-Patient-Kommunikation verbessert Behandlungserleben.
- Bürgerbeteiligung erhöht Akzeptanz, weil Menschen Wirksamkeit erleben.
Mess- und Steuerungsbezug
qualitative Wirkungsanalyse, Diskursanalyse, Befragungen, Experimente, A/B-Tests, Risikoindikatoren, Transparenz- und Korrekturmechanismen. Bei Sprache und Medien nur als plausibler Wirkpfad, nicht als automatischer Wirkungsnachweis.
Quellenbasis
Quellenbasis dieser Ergänzung: BEN, WÖK-SM.
Verknüpfungen