Anschlussbegriff
Subsidiarität
Subsidiarität bedeutet, dass Aufgaben möglichst nah an den betroffenen Menschen und Wirkungsräumen gelöst werden sollen, solange die niedrigere Ebene dazu fähig ist.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Elinor Ostrom / Commons, Wirkungsrat, Daseinsvorsorge.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk nutzt Subsidiarität zur demokratischen Begrenzung von Steuerung. Wirkung braucht lokale Daten, Betroffenenwissen und Kontext. Gleichzeitig müssen globale Schäden wie Klima, Lieferketten oder Plattformmacht übergreifend geregelt werden.
Verwendung
Verwendung
„Subsidiarität“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Subsidiarität ist kein Vorwand für Untätigkeit. Wenn lokale Ebenen überfordert sind oder externe Wirkungen erzeugt werden, braucht es höhere Koordination.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Subsidiarität“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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