Anschlussbegriff
Wu wei – wirksames Nicht-Erzwingen
Wu wei wird häufig als Nicht-Erzwingen oder nicht-verkrampftes Handeln übersetzt. Es bezeichnet nicht bloße Passivität, sondern ein Handeln, das mit dem System arbeitet statt gegen seine Eigenlogik.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Daoismus, Laozi / Laotse, Wirkungslenkung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Für die WÖk kann Wu wei als Denkbild für systemische Steuerung dienen: Wirkung entsteht nicht durch maximale Kontrolle, sondern durch passende Leitplanken, Rückkopplung, Timing und Ermöglichung.
Verwendung
Verwendung
„Wu wei – wirksames Nicht-Erzwingen“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wu wei darf nicht als Ausrede für Nichtstun, Deregulierung oder Verantwortungslosigkeit verwendet werden.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wu wei – wirksames Nicht-Erzwingen“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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