Referenz-Detailkonzept · v0.4
SDG-Unterziele global, Europa und Deutschland
Wie globale Unterziele in europäische und deutsche Wirkungslogik übersetzt werden.
Die Unterziele der SDGs sind der Übergang von großen Zielüberschriften zu messbaren Wirkungsräumen. Für die Wirkungsökonomie sind sie Anschlussstellen für WÖk-IDs, Scorecards, Datenquellen und politische Korrektur.
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Detailkonzept
Kurzprofil #
Dokumenttyp: Detailkonzept. Portal: SDG-/SDG+-Referenzrahmen. Unterbereich: SDG-Unterziele global, Europa und Deutschland. Autorin: Natalie Weber. Version: v0.4. Status: Arbeitsfassung. Stand: 24.05.2026.
Öffentlichkeitshinweis: Dieses Dokument ist als öffentliche Fachfassung angelegt. Es bewertet keine Personen, Parteien oder Weltanschauungen. Es erklärt einen Referenzrahmen, der demokratische Entscheidungen vorbereitet, aber nicht ersetzt.
Dieses Detailkonzept ordnet die Unterzielstruktur global ein und zeigt, wie Europa und Deutschland daraus konkrete Wirkungsfragen ableiten können.
Detailkonzept
Executive Summary #
Die Unterziele der SDGs sind der Übergang von großen Zielüberschriften zu messbaren Wirkungsräumen. Für die Wirkungsökonomie sind sie Anschlussstellen für WÖk-IDs, Scorecards, Datenquellen und politische Korrektur.
Wirkung ist in der Wirkungsökonomie neutral und relational. Sie bezeichnet tatsächliche Zustandsveränderungen. Erst im Referenzrahmen von SDGs, Agenda 2030 und SDG+ wird sichtbar, ob eine Wirkung positiv, negativ oder neutral einzuordnen ist.
Der Zweck des Detailkonzepts besteht darin, aus großen Zielbegriffen eine nutzbare Architektur für Wirkungsbewertung zu machen. Diese Architektur muss öffentlich nachvollziehbar, politisch anschlussfähig, datenseitig prüfbar und rechtlich begrenzbar sein.
Die zentrale Schlussfolgerung lautet: Die SDGs liefern den global verhandelten Zielraum; SDG+ ergänzt demokratische, mediale, rechtsstaatliche, soziale und digitale Voraussetzungen; die Wirkungsökonomie übersetzt beides in Rückkopplung.
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Ausgangsdiagnose #
In vielen Anwendungen werden SDGs nur als Icon-Kacheln verwendet. Dadurch verschwindet die eigentliche Zielstruktur: Unterziele, Indikatoren, Datenquellen, Zielkonflikte und nationale Umsetzungslogiken.
Die Folge ist eine Maßstabskrise. Ein Projekt kann als nachhaltig, innovativ, effizient oder sozial gelten, ohne dass erkennbar ist, welche Zustände sich tatsächlich verbessern und welche Nebenwirkungen entstehen.
Für Bürger:innen, Unternehmen, Verwaltung, Wissenschaft und Finanzmarkt entsteht dadurch ein Orientierungsproblem. Unterschiedliche Akteure können sich auf verschiedene Indikatoren berufen, ohne die gleiche Wirkungsfrage zu beantworten.
Die Wirkungsökonomie reagiert darauf nicht mit einem neuen Moralindex, sondern mit einer überprüfbaren Frage: Welche Zustandsveränderung wird erzeugt, wer ist betroffen, welche Zielräume werden gestärkt und welche werden geschwächt?
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Begriffsabgrenzung #
Die Agenda 2030 ist ein globaler politischer Zielrahmen der Vereinten Nationen. Die SDGs sind die 17 Ziele dieses Rahmens. Sie sind keine Detailmethodik für Steuerrecht, Produktbewertung, Bildungssteuerung oder Kapitalallokation.
SDG+ ist keine offizielle UN-Kategorie. SDG+ ist eine transparente Erweiterung der Wirkungsökonomie. Sie macht Voraussetzungen sichtbar, ohne die nachhaltige Entwicklung nicht stabil erreicht werden kann.
Wirkungsbewertung ist nicht identisch mit Nachhaltigkeitskommunikation. Ein SDG-Badge ist kein Beweis positiver Netto-Wirkung. Erst Daten, Kontext, Nebenwirkungen, rote Linien und Korrekturwege machen eine Bewertung belastbar.
Positive Netto-Wirkung bedeutet, dass eine Maßnahme auf Mensch, Planet und Demokratie einzahlt, ohne schwere negative Wirkungen durch positive Einzelwerte schönzurechnen.
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Status quo und heutige Fehlanreize #
Heutige Systeme belohnen häufig Output statt Wirkung: Umsatz, Stückzahlen, Klicks, Abschlüsse, Berichtspflichten, Fördermittelabfluss oder kurzfristige Rendite. Diese Größen können nützlich sein, aber sie zeigen nicht automatisch gesellschaftliche Zustandsveränderung.
Ein zweiter Fehlanreiz entsteht durch Kompensationserzählungen. Positive Einzelwirkungen können genutzt werden, um negative Wirkungen zu überdecken. Die Wirkungsökonomie setzt dem Nicht-Kompensation und Reverse Merit Order entgegen.
Ein dritter Fehlanreiz ist Datenkosmetik. Wenn Indikatoren nur für Berichte gesammelt werden, aber nicht in Entscheidungen zurückwirken, entstehen Reportingkosten ohne Systemlernen.
Das Detailkonzept ordnet diese Fehlanreize so ein, dass spätere Portale nicht bei Teasertexten stehen bleiben, sondern auf einen belastbaren Bewertungsrahmen zurückgreifen können.
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Wirkungsökonomische Perspektive #
Die Wirkungsökonomie braucht die Unterziele als methodische Brücke. Aus ihnen werden Indikatorfamilien, WÖk-IDs, Scorecard-Felder, rote Linien, Prüfpfade und Korrekturmechanismen abgeleitet.
Dabei bleibt die demokratische Entscheidung offen. Wirkungsdaten bereiten Entscheidungen vor, ersetzen sie aber nicht. Unterschiedliche politische Wege können denselben Zielraum unterschiedlich operationalisieren.
Die WÖk-Perspektive fragt nach Rückkopplungsschleifen: Welche Information löst welche Entscheidung aus? Wo wird Wirkung sichtbar? Wer kann widersprechen? Welche Stelle prüft Datenqualität? Wo sind rote Linien?
Damit wird aus einem Zielkatalog eine lernende Architektur: messen, bewerten, rückkoppeln, korrigieren und erneut prüfen.
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Akteursgruppen #
Bürger:innen brauchen verständliche Orientierung und Schutz vor verdeckten Wirkungen in Preisen, Produkten, Medien, Arbeit, Wohnen, Bildung und Gesundheit.
Unternehmen brauchen verlässliche Datenarchitektur, damit Wirkung nicht als Imagefrage, sondern als strategische Steuerungsgröße in Produktentwicklung, Einkauf, Finanzierung und Risiko eingehen kann.
Politik und Verwaltung brauchen Verfahren, die Ziele demokratisch legitimieren, Daten prüfen, Zielkonflikte offenlegen und Korrekturwege sichern.
Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Medien brauchen zitierfähige Quellen, um Wirkung zu prüfen, zu erklären und öffentlich streitbar zu machen.
Finanzmarkt und Versicherungen benötigen Indikatoren, weil Klima, Wasser, Institutionen, Lieferketten, Gesundheit, Bildung und digitale Risiken längst Kapital-, Kredit- und Versicherbarkeitsrisiken sind.
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Wirkungsmechanik #
Die Unterziele sind die methodische Brücke zwischen globalem Zielraum und konkreter WÖk-ID. Sie verhindern, dass ein SDG nur als Kachel genutzt wird.
Für dieses Konzept wurden 169 Unterziel-Paraphrasen aus der vorhandenen SDG-Matrix als Arbeitsstruktur genutzt. Jede Zeile verbindet globales Unterziel, Europa-/Deutschland-Bezug und wirkungsökonomische Indikatorlogik.
Für Deutschland und Europa werden Unterziele nicht eins zu eins kopiert. Sie werden auf nationale Problemfelder übersetzt: Wohnkosten, Bildungsgerechtigkeit, Energiearmut, Versorgungsqualität, Lieferketten, Wasserstress, Biodiversität, digitale Teilhabe, institutionelles Vertrauen und demokratische Resilienz.
Die WÖk-ID-Architektur kann daraus Indikatorfamilien ableiten, die für Scorecards, Beschaffung, Fonds, Wirkungssteuerlogik, Wirkungshaushalt oder Portale nutzbar sind.
Detailkonzept
WÖk-IDs, Indikatoren und Datenquellen #
Die Unterziele sind die methodische Brücke zwischen globalem Zielraum und konkreter WÖk-ID. Sie verhindern, dass ein SDG nur als Kachel genutzt wird.
Für dieses Konzept wurden 169 Unterziel-Paraphrasen aus der vorhandenen SDG-Matrix als Arbeitsstruktur genutzt. Jede Zeile verbindet globales Unterziel, Europa-/Deutschland-Bezug und wirkungsökonomische Indikatorlogik.
Für Deutschland und Europa werden Unterziele nicht eins zu eins kopiert. Sie werden auf nationale Problemfelder übersetzt: Wohnkosten, Bildungsgerechtigkeit, Energiearmut, Versorgungsqualität, Lieferketten, Wasserstress, Biodiversität, digitale Teilhabe, institutionelles Vertrauen und demokratische Resilienz.
Die WÖk-ID-Architektur kann daraus Indikatorfamilien ableiten, die für Scorecards, Beschaffung, Fonds, Wirkungssteuerlogik, Wirkungshaushalt oder Portale nutzbar sind.
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Steuer-, Fonds-, Anreiz- und Rückkopplungslogik #
Der Referenzrahmen wirkt nicht automatisch. Er wird erst wirksam, wenn er in Entscheidungen zurückgeführt wird: Preise, Steuern, Förderlogik, Kapitalzugang, öffentliche Beschaffung, Haushalte, Bildung, Medienregeln und Rechtsschutz.
Steuer- und Fondslogiken dürfen dabei nicht als fertiges Recht behauptet werden, solange sie Konzeptstatus haben. Sie zeigen mögliche Rückkopplungspfade, die politisch legitimiert und rechtlich geprüft werden müssen.
Anreizlogik bedeutet nicht Bestrafung von Veränderung. Gute Übergänge schützen KMU, Kaufkraft, Grundrechte, Datenschutz, Rechtsschutz und Innovationsfähigkeit.
Die Wirkungsökonomie zielt auf Korrekturfähigkeit: Wenn Daten, Nebenwirkungen oder soziale Härten sichtbar werden, müssen Regeln angepasst werden können.
Detailkonzept
Rechtliche und politische Anschlussstellen #
Die rechtliche Anschlussstelle liegt in Transparenz, Verhältnismäßigkeit, Datenschutz, Rechtsschutz, Nichtdiskriminierung und demokratischer Zuständigkeit.
Die politische Anschlussfähigkeit besteht darin, dass unterschiedliche Parteien innerhalb des Referenzrahmens verschiedene Instrumente wählen können: Marktanreize, Förderung, öffentliche Infrastruktur, Regulierung, Informationsrechte oder Fondsmodelle.
Normative Entscheidungen bleiben demokratisch legitimiert. Der Referenzrahmen macht Wirkungen sichtbar, aber er entscheidet nicht automatisch, welche politische Abwägung im Einzelfall Vorrang hat.
Gerade deshalb braucht jede Anwendung einen Schutz vor Technokratie: transparente Daten, Einspruchsrechte, unabhängige Prüfung, parlamentarische Kontrolle und öffentliche Begründung.
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Praxisbeispiele und Szenarien #
Die Unterziele sind die methodische Brücke zwischen globalem Zielraum und konkreter WÖk-ID. Sie verhindern, dass ein SDG nur als Kachel genutzt wird.
Für dieses Konzept wurden 169 Unterziel-Paraphrasen aus der vorhandenen SDG-Matrix als Arbeitsstruktur genutzt. Jede Zeile verbindet globales Unterziel, Europa-/Deutschland-Bezug und wirkungsökonomische Indikatorlogik.
Für Deutschland und Europa werden Unterziele nicht eins zu eins kopiert. Sie werden auf nationale Problemfelder übersetzt: Wohnkosten, Bildungsgerechtigkeit, Energiearmut, Versorgungsqualität, Lieferketten, Wasserstress, Biodiversität, digitale Teilhabe, institutionelles Vertrauen und demokratische Resilienz.
Die WÖk-ID-Architektur kann daraus Indikatorfamilien ableiten, die für Scorecards, Beschaffung, Fonds, Wirkungssteuerlogik, Wirkungshaushalt oder Portale nutzbar sind.
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Tool- und Rechnerbezug #
Toolbezug entsteht über WÖk-IDs, Scorecards, Reverse Merit Order, NWI, T-SROI, Wirkungsrat und thematische Rechner. Tools bleiben Reflexions- und Entscheidungsunterstützung, keine automatische Herrschaft über Menschen.
Ein SDG-/SDG+-Browser kann Zielräume, Unterziele, Quellen und WÖk-ID-Familien auffindbar machen. Ein Scorecard-Modul kann daraus Bewertungsfelder für Produkte, Organisationen, Projekte oder Portfolios ableiten.
Ein Wirkungsrat oder eine vergleichbare Institution kann Standards, Datenqualität, rote Linien und Evaluation prüfen. Diese Funktion muss unabhängig, transparent und demokratisch kontrolliert sein.
Alle Tools brauchen klare Disclaimer: modellhafte Demonstration, keine amtliche Einstufung, keine Rechts-, Steuer-, medizinische oder finanzielle Beratung.
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SDG-/SDG+-Bezug #
Der SDG-/SDG+-Bezug ist in diesem Detailkonzept nicht Beiwerk, sondern Kern. Die 17 SDGs bilden den globalen Zielraum; SDG+ ergänzt demokratische, mediale, rechtsstaatliche, soziale und digitale Voraussetzungen.
SDG+ ist keine offizielle UN-Kategorie. Diese Kennzeichnung muss auf jeder Seite sichtbar bleiben, damit Erweiterung und offizieller UN-Rahmen nicht verwechselt werden.
Die Verbindung von SDGs und SDG+ verhindert Einseitigkeit. Eine Wirkung kann ökologisch positiv und demokratisch negativ sein; eine soziale Wirkung kann kurzfristig entlasten und langfristig Abhängigkeit erzeugen.
Die Bewertung muss deshalb mehrdimensional, aber nicht beliebig sein. Rote Linien und Nicht-Kompensation schützen vor Schönrechnung.
Detailkonzept
Politische Anschlussfähigkeit und Umsetzungsoptionen #
Die folgenden politischen Anforderungen beschreiben keinen fertigen Parteibeschluss. Sie markieren den notwendigen Rahmen, damit dieses Wirkungsfeld demokratisch, rechtsstaatlich und praktisch umgesetzt werden kann.
Aufgabe der Politik ist es, Datenzugang, Transparenz, Prüfstandards, Rechtsschutz, Datenschutz, Beteiligung und Evaluation zu sichern. Der Staat ist dabei Rückkopplungsarchitekt, nicht zentrale Bewertungsmaschine.
Der Ausgestaltungsspielraum bleibt offen: Parteien können unterschiedliche Wege wählen, etwa Steueranreize, Förderung, Regulierung, öffentliche Beschaffung, Informationsrechte, kommunale Pilotierung oder Fondsarchitekturen.
Zielkonflikte müssen sichtbar werden: Wirksamkeit gegen Freiheit, Datenschutz gegen Forschung, Tempo gegen soziale Abfederung, Standardisierung gegen lokale Besonderheit, Marktanreiz gegen öffentliche Verantwortung.
Schutz vor Technokratie bedeutet: Wirkungsdaten bereiten Entscheidungen vor, ersetzen sie aber nicht. Normative Entscheidungen bleiben demokratisch legitimiert.
Detailkonzept
Website- und Portalintegration #
Online ist dieses Detailkonzept als zitierfähige Volltextfassung angelegt. Abschnittsanker ermöglichen direkte Verweise aus Portalen, Werkzeugseiten, Dossiers, Glossar und Online-Buch.
Die Downloadfassung dient als Export und Archiv. Der Hauptzugang bleibt der Online-Volltext, damit Inhalte auffindbar, verlinkbar, druckbar und aktualisierbar bleiben.
Auf der Website sollten alle SDG-/SDG+-Badges auf Detailseiten oder Anker führen. Hover, Fokus und Tap liefern Kurzdefinitionen; die Langfassung steht online.
Verwandte Portale, Werkzeuge und Buchanker werden kontextbezogen eingebunden, damit Nutzer:innen nicht in einer Dokumentenablage landen, sondern durch die Wirkungsarchitektur geführt werden.
Detailkonzept
Quellen und weiterführende Links #
Primäre externe Quellen sind die UN-Agenda 2030, die UN-Zielseiten, der globale SDG-Indikatorenrahmen, Destatis, DNS-Indikatoren und Eurostat. Diese Quellen werden verlinkt, lange offizielle Texte werden nicht kopiert.
Interne Quellen sind der SDG-/SDG+-Referenzrahmen, das Online-Buch, der Begriffsleitfaden, WÖk-IDs, Scorecards, Reverse Merit Order, Wirkungsrat und die jeweiligen Wirkungsfeldportale.
Die wirkungsökonomische Einordnung bleibt eine eigene publizistische und methodische Leistung der Wirkungsökonomie. Externe Quellen werden als Referenzpunkte, nicht als Ersatz für Online-Volltext verwendet.
Detailkonzept
Fazit #
SDG-Unterziele global, Europa und Deutschland ist ein Grundlagenbaustein der Wirkungsökonomie. Ohne diesen Baustein würden spätere Portale, Werkzeuge und Dossiers in Einzelbegriffe zerfallen.
Der Standard ist bewusst hoch: Zielräume, Unterziele, Daten, politische Anschlussfähigkeit, rechtliche Grenzen, Werkzeuge und Website-Integration müssen zusammen gedacht werden.
Die nächste Aufgabe besteht darin, aus diesem Detailkonzept anwendungsnahe Dossiers, Toollogiken und Querverlinkungen abzuleiten, ohne den Referenzrahmen zu verkürzen oder in technokratische Gewissheit zu verwandeln.
Unterzielmatrix
Globale Unterziele, Europa-/Deutschland-Bezug und WÖk-Logik #
Die Tabelle paraphrasiert die Unterzielstruktur kurz und verweist im Quellenblock auf die offiziellen UN-Zielseiten und den globalen Indikatorenrahmen.
| SDG | Target | Globale Kurzparaphrase | Europa / Deutschland | WÖk-Indikatorlogik |
|---|---|---|---|---|
| SDG 1 - Keine Armut | 1.1 | extreme Armut global beenden | in Deutschland/EU: absolute Armut, Wohnungslosigkeit, existenzielle Not und verdeckte Armut sichtbar machen | Wirkungsgrenze: Existenzsicherung und Würde dürfen nicht vom Marktversagen abhängen |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.2 | Armut nach nationalen Definitionen deutlich senken | Armutsrisiko, Kinderarmut, Altersarmut und regionale Armut differenziert messen | Zustandsveränderung nicht nur über Geld, sondern über Teilhabe und Sicherheit bewerten |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.3 | Sozialschutzsysteme ausbauen | soziale Sicherung gegen Arbeitslosigkeit, Krankheit, Pflege, Alter, Alleinerziehung und Energiearmut sichern | Sozialschutz als Prävention statt Reparaturkosten verstehen |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.4 | Zugang zu Ressourcen, Eigentum, Grundversorgung und Finanzdienstleistungen sichern | Zugang zu Wohnen, Energie, Bildung, Konto, Mobilität, digitaler Teilhabe und Rechtsberatung prüfen | Grundzugänge sind Wirkungsinfrastruktur |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.5 | Resilienz armer und verletzlicher Gruppen stärken | Schutz vor Krisen wie Pandemie, Inflation, Klimaextremen und Wohnungsverlust | Vulnerabilität als Wirkungsrisiko mit Frühwarnindikatoren erfassen |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.a | Ressourcen für Armutsbekämpfung mobilisieren | wirkungsorientierte Haushalte, Präventionsbudgets und soziale Investitionen nutzen | Wirkungshaushalt koppelt Mittel an reale Armutsreduktion |
| SDG 1 - Keine Armut | 1.b | armutsorientierte politische Rahmen schaffen | Sozial-, Steuer-, Wohn-, Bildungs- und Gesundheitspolitik kohärent machen | Politische Maßnahmen auf Armutswirkung und Nebenwirkungen prüfen |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.1 | Zugang zu ausreichender und sicherer Nahrung sichern | Ernährungsarmut, Tafelnutzung, Preiszugang und gesunde Schul-/Kitaernährung erfassen | Nahrung als Grundwirkung: Versorgung, Würde und Gesundheit |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.2 | Mangelernährung in allen Formen beenden | Unter-, Fehl- und Überernährung, Kinderernährung und Seniorenversorgung betrachten | Gesundheitswirkung von Ernährung zählt systemisch |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.3 | Produktivität und Einkommen kleiner Produzent:innen erhöhen | regionale Höfe, Erzeugerpreise, Marktmacht im Handel, Hofnachfolge und faire Lieferketten prüfen | Landwirtschaftliche Wirkung darf nicht durch Preisdruck zerstört werden |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.4 | nachhaltige und resiliente Landwirtschaft sicherstellen | Bodenfruchtbarkeit, Pestizide, Wasser, Biodiversität und Klimaanpassung messen | NACE-/Produkt-Scorecards übersetzen Agrardaten in Preis- und Steuerwirkung |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.5 | genetische Vielfalt von Saatgut, Kulturpflanzen und Nutztieren erhalten | Saatgutvielfalt, regionale Sorten und Abhängigkeiten von Konzernen berücksichtigen | Resilienz entsteht durch Vielfalt, nicht Monokultur |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.a | Investitionen in ländliche Infrastruktur und Agrarforschung stärken | Forschung, Beratung, Digitalisierung und Infrastruktur für nachhaltige Landwirtschaft fördern | Wirkungsförderung statt Flächensubvention ohne Ergebnis |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.b | Handelsverzerrungen korrigieren | EU-Agrarpolitik, Importstandards und Exportdumping wirkungsbezogen prüfen | Globale Wirkung zählt auch außerhalb Europas |
| SDG 2 - Kein Hunger | 2.c | Lebensmittelmärkte und Preisinformation verbessern | Preisspitzen, Markttransparenz und Lager-/Lieferkettenrisiken beobachten | Frühwarnsysteme verhindern Versorgungskrisen |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.1 | Müttersterblichkeit senken | Geburtsversorgung, Hebammenversorgung und regionale Zugänge sichern | Gesundheitsinfrastruktur wirkt auf Würde und Sicherheit |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.2 | vermeidbare Kinder- und Neugeborenensterblichkeit beenden | Prävention, frühe Hilfen, Kinderarmut und Gesundheitszugang verknüpfen | Kindheit ist ein dichter Wirkungsraum |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.3 | übertragbare Krankheiten bekämpfen | Pandemieprävention, Impfungen, Surveillance und internationale Kooperation | Resilienz und Vertrauen sind Gesundheitsfaktoren |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.4 | nichtübertragbare Krankheiten und psychische Gesundheit adressieren | Herz-Kreislauf, Diabetes, Krebs, psychische Gesundheit, Suizidprävention | Prävention als Wirkleistung sichtbar machen |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.5 | Suchtprävention und Behandlung stärken | Alkohol, Drogen, digitale Sucht und Glücksspielrisiken berücksichtigen | Suchtrisiken als Wirkungsrisiko von Märkten, Medien und Lebenslagen |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.6 | Verkehrstote und -verletzte senken | Vision Zero, sichere Schulwege, Stadtplanung, Mobilität | Gesundheit und Stadtwirkung verbinden |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.7 | sexuelle und reproduktive Gesundheit sichern | Zugang zu Beratung, Versorgung, Aufklärung und Selbstbestimmung | Gesundheit ist auch Autonomie und Rechte |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.8 | universelle Gesundheitsversorgung | Zugang, Qualität, finanzielle Absicherung, Pflege und Versorgungslücken messen | Gesundheitswirkung statt bloße Leistungsmengen |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.9 | Umweltbedingte Krankheiten verringern | Luft, Wasser, Chemikalien, Gebäude, Hitze und Lärm berücksichtigen | Produkt- und Wohnwirkung beeinflussen Gesundheit |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.a | Tabakkontrolle | Prävention und Regulierung gesundheitsschädlicher Produkte | Gesundheitsschäden dürfen nicht als Konsumfreiheit schöngerechnet werden |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.b | Forschung, Impfstoffe und Medikamente | Public Health, Open Science und gerechter Zugang | Wissenschaft wirkt als Gesundheitsinfrastruktur |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.c | Gesundheitsfinanzierung und Fachkräfte | Pflege, ärztliche Versorgung, Arbeitsbedingungen und Ausbildung | Care-Arbeit als Wirkungsleistung |
| SDG 3 - Gesundheit und Wohlergehen | 3.d | Frühwarnung und Risikomanagement | Pandemien, Hitze, Antibiotikaresistenzen, Cyber- und Versorgungsausfälle | Gesundheitsresilienz als Systempflicht |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.1 | hochwertige Grund- und Sekundarbildung | Basiskompetenzen, Schulabschlüsse, Lernarmut und Übergänge prüfen | Wirkungsschule misst Lernwirkung, nicht nur Unterrichtsoutput |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.2 | frühkindliche Entwicklung und Vorschulbildung | Kitaqualität, Sprachbildung, frühe Förderung und Familienunterstützung | frühe Bildung ist Prävention |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.3 | Zugang zu beruflicher und tertiärer Bildung | Ausbildung, Hochschule, Weiterbildung, Gebührenfreiheit und soziale Öffnung | lebenslanges Lernen als Resilienz gegen Transformation |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.4 | relevante Kompetenzen für Arbeit und Unternehmertum | Future Skills, digitale Kompetenzen, Wirkungskompetenz und berufliche Übergänge | Kompetenzen werden an Handlungsfähigkeit gemessen |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.5 | Ungleichheiten in Bildung beseitigen | Inklusion, Geschlecht, Herkunft, Armut, Behinderung und Migration berücksichtigen | Bildungszugang als Teilhabewirkung |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.6 | Alphabetisierung und Grundbildung | Lesen, Schreiben, Rechnen, Finanz- und Datenkompetenz | Grundbildung ist Voraussetzung demokratischer Selbstbestimmung |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.7 | Bildung für nachhaltige Entwicklung und globale Bürgerschaft | Fach Zukunft, Wirkungsgeschichte, Demokratie, Klima, Medien, Menschenrechte | Wirkungskompetenz ist die WÖk-Übersetzung dieses Targets |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.a | sichere, inklusive und wirksame Lernumgebungen | Gebäude, Räume, digitale Infrastruktur, Schulklima und Sicherheit | Schule als Wirkungsraum |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.b | Stipendien und internationale Bildungschancen | Mobilität, internationale Lernräume, Austausch und soziale Öffnung | Bildung wirkt transnational |
| SDG 4 - Hochwertige Bildung | 4.c | Lehrkräfte qualifizieren | Lehrkräftebildung, Zeit, Entlastung, multiprofessionelle Teams | Lehrkräfte sind zentrale Wirkungsträger |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.1 | Diskriminierung beenden | Antidiskriminierungsrecht und Gleichstellung praktisch durchsetzen | Diskriminierung ist negative Wirkung auf Würde und Teilhabe |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.2 | Gewalt gegen Frauen und Mädchen beenden | Schutz, Prävention, Gewalthilfesystem, digitale Gewalt | Sicherheit ist Wirkungsgrenze |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.3 | schädliche Praktiken beenden | Schutz vor Zwang, Kontrolle und Ausbeutung | Selbstbestimmung darf nicht relativiert werden |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.4 | unbezahlte Care-Arbeit anerkennen | Care-Verteilung, Zeitpolitik, Steuer- und Rentenwirkung | Care ist Wirkleistung |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.5 | volle Teilhabe und Führung | Führung, Politik, Wissenschaft, Unternehmen | Machtzugang beeinflusst Wirkungsräume |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.6 | sexuelle/reproduktive Gesundheit und Rechte | Versorgung, Aufklärung, Selbstbestimmung | Körperliche Autonomie als Wirkungsbedingung |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.a | gleiche wirtschaftliche Rechte | Eigentum, Erbe, Zugang zu Kapital | Kapitalzugang muss Wirkungschancen öffnen |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.b | Technologie für Gleichstellung nutzen | digitale Teilhabe, Schutz vor Bias | Digitalisierung kann Gleichstellung stärken oder schwächen |
| SDG 5 - Geschlechtergleichstellung | 5.c | Gleichstellungspolitiken und Gesetze stärken | Gender Budgeting, Wirkungshaushalt | Politik muss Gleichstellungswirkung messbar machen |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.1 | Trinkwasserzugang | Versorgungssicherheit und Qualität | Wasserzugang ist Grundwirkungsrecht |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.2 | Sanitärversorgung und Hygiene | öffentliche Hygiene, Schulen, Pflege, Wohnungslosigkeit | Würde und Gesundheit hängen an Infrastruktur |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.3 | Wasserqualität verbessern | Abwasser, Chemikalien, Nährstoffe | Verschmutzung ist externalisierte Negativwirkung |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.4 | Wassereffizienz und Knappheit | Industrie, Landwirtschaft, Gebäude, Trockenheit | Wasserstress muss in Scorecards sichtbar werden |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.5 | integriertes Wassermanagement | Einzugsgebiete, Kommunen, Länderkooperation | Wasser ist Systemraum |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.6 | wasserbezogene Ökosysteme schützen | Flüsse, Moore, Seen, Auen | Ökosysteme sind Resilienzspeicher |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.a | Kooperation und Kapazitäten | Technik, Wissen, Infrastruktur | internationale Lieferketten zählen |
| SDG 6 - Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen | 6.b | lokale Beteiligung | kommunale Wassergovernance | Beteiligung schützt Akzeptanz und Kontrolle |
| SDG 7 - Bezahlbare und saubere Energie | 7.1 | Zugang zu Energie | Energiearmut und Grundversorgung | Energiezugang ist Teilhabe |
| SDG 7 - Bezahlbare und saubere Energie | 7.2 | Erneuerbare Energien erhöhen | Strommix, Wärme, Verkehr, Industrie | Energiewirkung beeinflusst Produktwirkung |
| SDG 7 - Bezahlbare und saubere Energie | 7.3 | Energieeffizienz verdoppeln | Gebäude, Geräte, Produktion, Rechenzentren | Effizienz senkt Systemkosten |
| SDG 7 - Bezahlbare und saubere Energie | 7.a | internationale Energiekooperation | Technologietransfer und Forschung | Energiewende ist global gekoppelt |
| SDG 7 - Bezahlbare und saubere Energie | 7.b | Infrastruktur ausbauen | Netze, Speicher, Wärme, ländliche Räume | Infrastruktur ist Wirkungsarchitektur |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.1 | nachhaltiges Wirtschaftswachstum | Wachstum qualitativ und wirkungsbezogen prüfen | BIP reicht nicht; Wirkung zählt |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.2 | Produktivität und Innovation | Innovation, Digitalisierung, Automatisierung | Produktivität ohne Teilhabe erzeugt Risiko |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.3 | gute Unternehmenspolitik und KMU | Gründungen, KMU, formelle Arbeit | Wirkungsorientierung muss KMU-tauglich sein |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.4 | Ressourceneffizienz und Entkopplung | Material, Energie, Kreisläufe | Wachstum innerhalb Grenzen |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.5 | menschenwürdige Arbeit und gleicher Lohn | Beschäftigung, Löhne, Gleichstellung | Leistung wird als Wirkung neu gelesen |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.6 | Jugendliche in Arbeit/Bildung | NEET, Ausbildung, Übergänge | Übergänge sind Risikopunkte |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.7 | Zwangs- und Kinderarbeit beenden | Lieferketten, Ausschlüsse, Due Diligence | rote Linie, nicht kompensierbar |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.8 | Arbeitsrechte und sichere Arbeit | Arbeitsschutz, Gewerkschaften, Migration | Sicherheit und Würde |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.9 | nachhaltiger Tourismus | Regionalwirkung, Kultur, Natur, Arbeit | Tourismus als Wirkungsfeld |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.10 | Finanzzugang | Finanzdienste, KMU, Inklusion | Kapital als Wirkungskraft |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.a | Aid for Trade | globale Lieferkettenfairness | Handel muss Wirkung verbessern |
| SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung | 8.b | Jugendbeschäftigungsstrategie | Ausbildung und Future Skills | Zukunftsfähigkeit der Arbeit |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.1 | resiliente Infrastruktur | Verkehr, Energie, Digitales, Gesundheit | Infrastruktur ist Wirkungsbedingung |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.2 | nachhaltige Industrialisierung | Industrieumbau und Beschäftigung | Industrie muss Wirkungsträger werden |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.3 | KMU-Zugang zu Finanzmärkten und Wertschöpfung | Finanzierung und Lieferkettenzugang | Wirkungsökonomie muss KMU öffnen |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.4 | Industrien modernisieren | Dekarbonisierung, Ressourceneffizienz | Transformation statt Reparatur |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.5 | Forschung und Innovation stärken | F&E, Patente, Wissenschaft | Innovation als Systemlernen |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.a | Infrastruktur in Entwicklungsländern | globale Wirkung und Resilienz | globale Anschlussfähigkeit |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.b | heimische Technologieentwicklung | Technologiesouveränität | Souveräne Wirkungskompetenz |
| SDG 9 - Industrie, Innovation und Infrastruktur | 9.c | IKT-Zugang | Breitband und digitale Teilhabe | digitale Infrastruktur als Teilhabe |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.1 | Einkommen der unteren 40 Prozent stärken | Lohnentwicklung, Armut, Sozialschutz | Verteilung als Wirkungsindikator |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.2 | soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion | Teilhabe aller Gruppen | Inklusion ist Systemqualität |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.3 | Chancengleichheit sichern | Diskriminierung, Barrieren, Rechtszugang | Gleichheit der Wirkungschancen |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.4 | Fiskal-, Lohn- und Sozialpolitik | Steuern, Transfers, Tarif, Sozialstaat | Politik kann Rückkopplung setzen |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.5 | Finanzmärkte regulieren | Kapitalrisiken, Spekulation | Kapital darf Demokratie nicht dominieren |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.6 | Stimme in globalen Institutionen | EU/globale Governance | Kooperation ohne Herrschaft |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.7 | sichere Migration | Integration, Schutz, Fachkräfte | Migration als Wirkungskraft |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.a | Sonderregeln im Handel | faire Handelsbedingungen | globale Ungleichheit in Lieferketten |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.b | Finanzflüsse in bedürftige Regionen | Investitionen, ODA | Kapitalwirkung global |
| SDG 10 - Weniger Ungleichheiten | 10.c | Überweisungskosten senken | Remittances und Finanzzugang | Einkommenstransfers als Stabilität |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.1 | Wohnraum und Grundversorgung | Bezahlbarkeit, Qualität, Wohnungslosigkeit | Wohnen ist Wirkungsraum |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.2 | nachhaltiger Verkehr | ÖPNV, Schulwege, Barrierefreiheit | Mobilität als Teilhabe |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.3 | inklusive Stadtplanung | Beteiligung, Flächen, Quartiere | Planung wird Wirkungspolitik |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.4 | Kultur- und Naturerbe schützen | Kultur, Denkmäler, Natur | Resonanz und Identität |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.5 | Katastrophenrisiken senken | Flut, Hitze, Infrastruktur | Resilienzpflicht |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.6 | Umweltbelastung der Städte senken | Luft, Abfall, Lärm | Lebensqualität und Gesundheit |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.7 | grüne und öffentliche Räume | Parks, Sicherheit, Inklusion | öffentlicher Raum stärkt Demokratie |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.a | Stadt-Land-Verknüpfung | Regionalplanung | Wirkungsräume enden nicht an Stadtgrenzen |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.b | Resilienzpläne | Klimaanpassung und Katastrophenschutz | kommunaler Wirkungshaushalt |
| SDG 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden | 11.c | nachhaltige Gebäude | Bauen, Material, Energie | Gebäude als Wirkungsträger |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.1 | Programme für nachhaltigen Konsum/Produktion | EU Green Deal, Kreislaufwirtschaft, Beschaffung | Rahmen für WUStG |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.2 | Ressourcen nachhaltig nutzen | Material, Wasser, Energie | Ressourcenwirkung in Preisen |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.3 | Lebensmittelverluste halbieren | Food Waste, Handel, Haushalte | vermeidbare Verluste als Blindleistung |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.4 | Chemikalien und Abfälle managen | REACH, Produktchemie, Entsorgung | Gesundheit und Planet verbinden |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.5 | Abfall vermeiden | Reparatur, Recycling, Wiederverwendung | Kreisläufe statt Entnahme |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.6 | Nachhaltigkeitsberichte von Unternehmen | CSRD/ESRS, GRI | Berichtsdaten werden Steuerungsdaten |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.7 | nachhaltige öffentliche Beschaffung | Vergabe, Kommunen, Staat | Staat als Markthebel |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.8 | Information und Bewusstsein | Labels, Wirkungspunkte, Transparenz | Freiheit durch bessere Information |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.a | Kapazitäten für nachhaltige Muster | Technik und Daten in globalen Lieferketten | internationale Anschlussfähigkeit |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.b | Tourismuswirkung messen | Region, Kultur, Natur | Wirkung von Dienstleistungen |
| SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion | 12.c | fossile Subventionen reformieren | Preissignale und Kaufkraftschutz | falsche Anreize abbauen |
| SDG 13 - Klimaschutz | 13.1 | Resilienz gegenüber Klimarisiken | Hitze, Flut, Dürre, Infrastruktur | Klimarisiko wird Wirkungsrisiko |
| SDG 13 - Klimaschutz | 13.2 | Klimaschutz in Politik integrieren | Haushalt, Steuern, Planung | Wirkungshaushalt und WUStG |
| SDG 13 - Klimaschutz | 13.3 | Bildung und Kapazitäten | Klimabildung, Fachkräfte | Wirkungskompetenz |
| SDG 13 - Klimaschutz | 13.a | Klimafinanzierung | internationale Verantwortung | Kapital als Wirkungskraft |
| SDG 13 - Klimaschutz | 13.b | Kapazitätsaufbau für vulnerable Länder | Anpassung und Planung | globale Gerechtigkeit |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.1 | Meeresverschmutzung verringern | Plastik, Nährstoffe, Chemikalien | Produktwirkung in Meeresräume |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.2 | marine Ökosysteme schützen | Küsten, Schutzgebiete, Resilienz | Biodiversität als Systemstabilität |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.3 | Ozeanversauerung mindern | CO2 und Forschung | Klima-Ozean-Kopplung |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.4 | nachhaltige Fischerei | Überfischung, Fangquoten | Nutzung innerhalb Regeneration |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.5 | Schutzgebiete ausweisen | Meeresschutz | rote Linien für Natur |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.6 | schädliche Fischereisubventionen beenden | Subventionswirkung | falsche Anreize abbauen |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.7 | nachhaltige Meereswirtschaft | Küstenökonomien | Wertschöpfung ohne Zerstörung |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.a | Meeresforschung und Technologie | Daten und Wissenschaft | Wissen als Schutz |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.b | kleine Fischerei schützen | Marktzugang und Rechte | gerechte Nutzung |
| SDG 14 - Leben unter Wasser | 14.c | internationales Seerecht umsetzen | UNCLOS und Kooperation | Recht als Wirkungsrahmen |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.1 | Land- und Binnenökosysteme schützen | Wälder, Auen, Moore, Gewässer | Natur als Wirkungsraum |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.2 | Wälder nachhaltig bewirtschaften | Waldumbau, Holz, Klima | Wald als Resilienzspeicher |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.3 | Boden und Desertifikation | Bodenfruchtbarkeit, Versiegelung | Boden ist Kapital der Wirkung |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.4 | Bergökosysteme | Schutz und Nutzung | regionale Resilienz |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.5 | Biodiversitätsverlust stoppen | Arten, Lebensräume, Genetik | rote Linie |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.6 | genetische Ressourcen fair nutzen | Benefit Sharing | Gerechtigkeit in biologischen Ressourcen |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.7 | Wilderei und illegalen Handel stoppen | Lieferketten und Recht | Rechtsstaatlichkeit schützt Natur |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.8 | invasive Arten kontrollieren | Ökosystemmanagement | Frühwarnung |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.9 | Biodiversität in Politik integrieren | Haushalt, Planung, Produkte | Biodiversitätswirkung rückkoppeln |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.a | Finanzmittel mobilisieren | Renaturierung und Schutz | Kapitalwirkung |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.b | Waldschutz finanzieren | globale Wälder | Lieferkettenverantwortung |
| SDG 15 - Leben an Land | 15.c | Lebensgrundlagen gegen Wilderei sichern | lokale Teilhabe | Natur- und Sozialwirkung koppeln |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.1 | Gewalt reduzieren | innere Sicherheit, Hasskriminalität, Gewaltprävention | Sicherheit ohne Autoritarismus |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.2 | Gewalt gegen Kinder beenden | Kinderschutz, digitale Gewalt | Kinderrechte als Wirkungsgrenze |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.3 | Rechtsstaatlichkeit und Justizzugang | Rechtsschutz, Verfahrensdauer | Wirkungssteuerung braucht Rechtsschutz |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.4 | illegale Finanz- und Waffenströme | Geldwäsche, Steuerflucht | Kapitalmacht begrenzen |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.5 | Korruption und Bestechung reduzieren | Transparenz, Lobbyregeln | Wirkungslogik vor Vereinnahmung schützen |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.6 | wirksame Institutionen | Verwaltung, Daten, Rechenschaft | Institutionen als Wirkungsarchitektur |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.7 | inklusive Entscheidungsfindung | Beteiligung, Bürger:innenräte | Diskursfähigkeit |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.8 | globale Governance beteiligen | internationale Legitimation | Kooperation statt Herrschaft |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.9 | rechtliche Identität | Register, Zugang, Datenschutz | Identität ohne Überwachung |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.10 | Informationszugang und Grundfreiheiten | Pressefreiheit, Informationsfreiheit | Wahrheit als Infrastruktur |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.a | Institutionen zur Gewaltprävention stärken | Resilienz, Krisen, Extremismus | Prävention als Wirkleistung |
| SDG 16 - Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen | 16.b | diskriminierungsfreie Gesetze | Gleichheit, Minderheitenschutz | Recht als Schutzraum |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.1 | Steuer- und Einnahmekapazität stärken | Steuerbasis, Verwaltung, Wirkungshaushalt | Staat braucht wirksame Einnahmen |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.2 | Entwicklungszusammenarbeit erfüllen | ODA, globale Verantwortung | Wirkung international |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.3 | zusätzliche Finanzmittel mobilisieren | private und öffentliche Mittel | Kapital als Wirkungskraft |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.4 | Schulden tragfähig machen | Schulden, Krisen, Investitionen | Fiskalische Resilienz |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.5 | Investitionsförderung | Länder- und Sektorprogramme | Investition nach Wirkung |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.6 | Wissenschaft/Technologie-Kooperation | Wissen, Open Science | Wissen als globale Infrastruktur |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.7 | Technologietransfer | saubere Technologien | Transformation verbreiten |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.8 | Technologiebank und IKT | digitale Kapazitäten | digitale Teilhabe |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.9 | Kapazitätsaufbau | Verwaltung, Daten, Umsetzung | Wirkungskompetenz |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.10 | multilaterales Handelssystem | WTO, faire Regeln | Handel mit Wirkungsgrenzen |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.11 | Exporte Entwicklungsländer | Marktzugang | Wertschöpfung fair |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.12 | zollfreier Marktzugang | Handelsgerechtigkeit | Zugang statt Abhängigkeit |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.13 | makroökonomische Stabilität | Koordination, Krisen | Systemresilienz |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.14 | Politikkohärenz | SDG- und WÖk-Kohärenz | keine Politik gegen Ziele |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.15 | nationale Eigenverantwortung achten | lokale Legitimation | Anschlussfähigkeit ohne Unterwerfung |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.16 | globale Partnerschaften | Multi-Stakeholder | Kooperation als Wirkungsarchitektur |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.17 | öffentliche/private/zivilgesellschaftliche Partnerschaften | PPP, Zivilgesellschaft | Partnerschaften brauchen Transparenz |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.18 | Datenverfügbarkeit verbessern | Statistik, Disaggregation | Wirkung braucht Datenqualität |
| SDG 17 - Partnerschaften zur Erreichung der Ziele | 17.19 | Fortschrittsmaße jenseits BIP | Wirkungs-BIP, neue Indikatoren | Wohlstand nach Wirkung messen |
Verknüpfung
Buchanker, Werkzeuge und verwandte Bereiche #
Quellen
Quellen und weiterführende Links #
- United Nations - Agenda 2030 (externe Quelle)
- United Nations - The 17 SDGs (externe Quelle)
- UN Statistics - Global SDG Indicator Framework (externe Quelle)
- Destatis - SDG-Indikatoren für Deutschland (externe Quelle)
- DNS-Indikatoren - Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (externe Quelle)
- Eurostat SDG Monitoring (externe Quelle)
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