Anschlussbegriff
Dissonanzrationalisierung
Dissonanzrationalisierung bezeichnet die rechtfertigende Umdeutung eines Widerspruchs zwischen Selbstbild und sichtbarer Wirkung.
Auf einen Blick
- Dissonanzrationalisierung bezeichnet die rechtfertigende Umdeutung eines Widerspruchs zwischen Selbstbild und sichtbarer Wirkung.
- Der Begriff gehört zum Bereich Glossar-Erweiterung und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Dissonanzrationalisierung“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungsabwehr, Kognitive Dissonanz, Dissonanzreduktion.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Dissonanzrationalisierung bezeichnet die rechtfertigende Umdeutung eines Widerspruchs zwischen Selbstbild und sichtbarer Wirkung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Dissonanzrationalisierung ist der präzise Unterbegriff zur Wirkungsabwehr. Ein Wirkungsfakt trifft auf Selbstbild, Status, Zugehörigkeit oder Geschäftsmodell; die entstehende Spannung wird nicht durch Verhaltensänderung gelöst, sondern durch Verharmlosung, Vergleichsabwehr, Verantwortungsverschiebung, Fortschrittsflucht, moralische Lizenzierung, Komplexitätsflucht, Identitätsabwehr oder Methodenflucht.
Verwendung
Verwendung
Dissonanzrationalisierung ist der präzise Unterbegriff zur Wirkungsabwehr. Ein Wirkungsfakt trifft auf Selbstbild, Status, Zugehörigkeit oder Geschäftsmodell; die entstehende Spannung wird nicht durch Verhaltensänderung gelöst, sondern durch Verharmlosung, Vergleichsabwehr, Verantwortungsverschiebung, Fortschrittsflucht, moralische Lizenzierung, Komplexitätsflucht, Identitätsabwehr oder Methodenflucht.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Dissonanzrationalisierung ist keine legitime Methodenkritik. Methodenkritik verbessert Datenqualität und Wirkungsbewertung. Dissonanzrationalisierung schützt die bisherige Deutung, obwohl der Wirkpfad oder das Wirkungsrisiko sichtbar wird.
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Dissonanzrationalisierung“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Dissonanzrationalisierung bezeichnet die rechtfertigende Umdeutung eines Widerspruchs zwischen Selbstbild und sichtbarer Wirkung.
Im Bereich Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Dissonanzrationalisierung“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Dissonanzrationalisierung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Wirkungsabwehr · Kognitive Dissonanz · Dissonanzreduktion · Wirkungsblindheit · Wirkungswahrheit · Wirkungsrückkopplung · Resonanzraum · Wirkungspfad
Verknüpfungen