Anschlussbegriff
Evolutionstheorie / evolutorische Ökonomik
Evolutionstheorie in der Wirtschaft beschreibt Entwicklung als Prozess von Variation, Selektion, Anpassung, Lernen, Pfadabhängigkeit und Veränderung von Routinen. Schumpeter und Röpke sind wichtige Bezugslinien.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Schumpetersche Innovation / Neue Kombination, Evolutorischer Unternehmer, Pfadabhängigkeit / Lock-in.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk nutzt evolutorisches Denken, um Transformation als Lernprozess zu verstehen. Unternehmen, Märkte und Institutionen verändern sich nicht durch einen einzigen Plan, sondern durch Experimente, Rückkopplung, Scheitern, Kompetenzaufbau und neue Kombinationen.
Verwendung
Verwendung
„Evolutionstheorie / evolutorische Ökonomik“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Evolution bedeutet nicht, dass sich automatisch das Beste durchsetzt. Märkte selektieren nach bestehenden Anreizen. Wenn Preise wirkungsblind sind, können destruktive Geschäftsmodelle erfolgreicher sein als positive Lösungen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Evolutionstheorie / evolutorische Ökonomik“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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