Anschlussbegriff
Komplementarität
Komplementarität beschreibt, dass bestimmte Eigenschaften eines Quantensystems nicht gleichzeitig in derselben klassischen Weise vollständig bestimmbar oder darstellbar sind.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Zielkonflikt, Netto-Wirkung, Nichtkompensationsprinzip.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Für die WÖk ist Komplementarität hilfreich, um Zielkonflikte und Perspektivgrenzen zu erklären: Manche Wirkungsdimensionen lassen sich nicht in einer einzigen Kennzahl vollständig ausdrücken. Klima, soziale Gerechtigkeit, Demokratie, Gesundheit und Freiheit müssen gemeinsam, aber nicht naiv additiv gelesen werden.
Verwendung
Verwendung
„Komplementarität“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als Ausrede verwenden, um Messung zu vermeiden. Komplementarität heißt nicht Beliebigkeit. Sie verlangt bessere Sprache für verschiedene Betrachtungsebenen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Komplementarität“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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