WÖk-Präzisierungsbegriff
Lock-in / Pfadabhängigkeit
Lock-in beschreibt, dass heutige Entscheidungen künftige Alternativen verengen oder verteuern.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Transition Risk, Stranded Assets, Wirkungsrisiko.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Infrastruktur, Gebäude, Plattformen, Lieferketten, Subventionen, Gewohnheiten und Investitionen können Pfade festlegen, aus denen später schwer auszusteigen ist.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk bewertet Lock-ins als Wirkung über Zeit: Eine Entscheidung kann heute günstig wirken, aber künftige Schäden fixieren.
Verwendung
Verwendung
Nicht jede stabile Struktur ist ein Lock-in. Entscheidend ist, ob sie schädliche Pfade verfestigt und Alternativen blockiert.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Lock-in / Pfadabhängigkeit“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als WÖk-Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Lock-in / Pfadabhängigkeit“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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