WÖk-Präzisierungsbegriff
Wirkungskapital
Wirkungskapital ist Kapital, das gezielt zur Erzeugung positiver Netto-Wirkung eingesetzt wird.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Kapital, Markt und Eigentum.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Geld, Kapital, Kapitalfluss.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Es finanziert nicht nur Wachstum, sondern Zukunftsfähigkeit: Transformation, Regeneration, Teilhabe, Resilienz, Gesundheit, Bildung, Demokratie und faire Wertschöpfung. Rendite bleibt möglich, ist aber an tragfähige Wirkung und Rückkopplung gebunden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Wirkungskapital = Kapital, das gezielt positive Netto-Wirkung finanziert.
Verwendung
Verwendung
Nicht als bloßes Marketinglabel für Kapital verwenden; entscheidend ist die überprüfbare positive Netto-Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Kapitalrendite
- Impact Washing
- ESG-Marketing
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Blinder Fleck
Kapital kann als Wirkungskapital bezeichnet werden, ohne dass seine tatsächliche positive Netto-Wirkung geprüft wird.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wirkungskapital“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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