Detailkonzept
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3. Lebenswirkungs-Konto und Wirkungsbiografie #
1. Zweck und Abgrenzung #
Dieses Detailkonzept beschreibt den Unterbereich "Lebenswirkungs-Konto und Wirkungsbiografie" als eigenständigen Baustein des Portals Rente & soziale Sicherung. Es grenzt den Baustein von klassischen Rentenreformen ab und zeigt, wie er in die Wirkungsökonomie eingebettet wird. #
2. Alte Logik und Problemstruktur #
Lebensläufe werden rentenrechtlich häufig als Beitrags-, Versicherungs- und Lückenbiografien gelesen. Diese Sicht erkennt Tätigkeiten nur unvollständig, die nicht gut bezahlt sind, aber Zustände verbessern. #
Die alte Logik behandelt Rente als nachgelagerte Auszahlung aus Erwerbs- und Beitragsbiografien. Das ist verwaltungstechnisch klar, aber wirkungsökonomisch unvollständig. Denn sie übersieht, ob eine Tätigkeit Folgekosten senkt, Vertrauen stärkt, Generationen verbindet, Pflege leistet oder Transformation ermöglicht. Ein wirkungsökonomisches Detailkonzept muss deshalb zwischen Einkommen, Beschäftigung, Leistung und Wirkung unterscheiden. #
3. Wirkungsökonomischer Perspektivwechsel #
Das Lebenswirkungs-Konto macht Wirkung über den Lebenslauf sichtbar, ohne Menschen zu bewerten. Es dokumentiert anerkannte Wirkungsräume, Qualifikationen, Care-Zeiten, Engagement, Transformationsbeiträge und Belastungen als Grundlage für Transparenz und Fairness. #
Wirkungsökonomisch wird nicht gefragt, ob eine Person "mehr wert" ist. Gefragt wird, welche Zustände durch Lebensleistung, Institutionen und Systeme verbessert oder verschlechtert werden und wie ein soziales Sicherungssystem diese Wirklichkeit fairer abbilden kann. Dabei bleibt der Schutz vor Personenbewertung zentral. #