WÖk-Präzisierungsbegriff / Kapitalbegriff
Scheinkapital
Scheinkapital bezeichnet Vermögenswerte, deren heutiger Wert auf unbepreisten Schäden, fossilen Pfaden, Ausbeutung, Verknappung, Datenmacht oder künftigen Risiken beruht.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff / Kapitalbegriff im Bereich Finanzsystem, Kapital & Lieferkettenrisiken.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungsbedingte Stranded Assets, Stranded Assets, Wirkungsrisiko.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Sobald Wirkung in Preise, Steuern, Kapitalzugang und Versicherbarkeit zurückkehrt, können solche Werte zu Stranded Assets, Kreditausfällen oder Versicherungsrisiken werden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Scheinkapital für scheinbar stabile Werte mit verdrängten Wirkungsrisiken verwenden.
Verwendung
Verwendung
Als kritischen Kapitalbegriff verwenden; nicht mit legalem Eigenkapital, Bilanzkapital oder Scheingewinn gleichsetzen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Eigenkapital
- Finanzkapital
- Stranded Assets
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Scheinkapital“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise