Anschlussbegriff
Wohlfahrtsökonomik
Wohlfahrtsökonomik untersucht, wie Ressourcenverteilung, externe Effekte, Marktversagen und politische Eingriffe gesellschaftliche Wohlfahrt beeinflussen.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Externalitäten / externe Kosten, Marktversagen, Netto-Wirkung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk übernimmt den Problemzugang der externen Kosten, ersetzt abstrakte Nutzenannahmen aber durch beobachtbare Zustandsveränderungen. Wohlfahrt wird nicht nur als Präferenzbefriedigung, sondern als Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie gelesen.
Verwendung
Verwendung
„Wohlfahrtsökonomik“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht bei monetarisierter Nutzenaddition stehen bleiben. Schwere negative Wirkungen sind nicht beliebig kompensierbar. Die WÖk ergänzt Wohlfahrtsökonomik durch Reverse Merit Order und Wirkungsgrenzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wohlfahrtsökonomik“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen