Alte Logik
Menschliche Erwerbsarbeit trägt Einkommen, Sozialabgaben und Status, während unbezahlte Wirkleistung und automatisierte Wertschöpfung nur teilweise sichtbar werden.
Arbeit & Einkommen
Arbeit, Einkommen und Automatisierung bleiben demokratisch gestaltbar: marktbasiert, sozialstaatlich, fondsorientiert, kommunal, gewerkschaftlich oder bürgerzentriert.
Kurzfassung
Menschliche Erwerbsarbeit trägt Einkommen, Sozialabgaben und Status, während unbezahlte Wirkleistung und automatisierte Wertschöpfung nur teilweise sichtbar werden.
Bewertet wird die tatsächliche Zustandsveränderung. Maschinenleistung, Care, Weiterbildung, Einkommen und Kapitalwirkung werden in eine gemeinsame Rückkopplung gebracht.
Keine Personenbewertung, keine Leistungsüberwachung einzelner Beschäftigter und keine Robotersteuer als Fortschrittsstrafe.
Detailkonzept
WIRKUNGSÖKONOMIE #
Arbeit & Einkommen / Automatisierung #
Wirkung statt Kapital. Für Mensch, Planet und Demokratie. #
Autorin #
Natalie Weber #
Referenz #
Wirkungsökonomie #
Stand #
Mai 2026
Version #
v0.1 #
Status #
Konzeptfassung / Diskussionsfassung #
Öffentlichkeit #
Hinweis: Dieses Dokument beschreibt ein wirkungsökonomisches Konzept. Es ist keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Sozialberatung. Rechenmodelle sind als Arbeitsannahmen gekennzeichnet. #
Der Bereich Arbeit & Einkommen / Automatisierung beschreibt eine der zentralen Systembrüche der Gegenwart: Die alte Ordnung koppelt Einkommen, soziale Sicherung, Renten und staatliche Finanzierung an menschliche Erwerbsarbeit. KI, Robotik, Plattformen und Automatisierung verschieben jedoch Wertschöpfung zunehmend in Maschinenleistung, Datenmacht, Kapitalbesitz und algorithmische Systeme. Damit wird die Kette Arbeit - Einkommen - Steuern und Sozialabgaben - soziale Sicherung brüchig. #
Kernthese #
Nicht die Maschine ist das Problem. Das Problem ist eine Sozial- und Steuerordnung, die menschliche Erwerbsarbeit als nahezu alleinige Finanzierungs- und Würdequelle behandelt. Die Wirkungsökonomie trennt Erwerbsarbeit, Maschinenleistung und Wirkleistung und koppelt Einkommen, Sozialabgaben und Fondslogik an positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie. #
Das Konzept unterscheidet fünf Ebenen: erstens Erwerbsarbeit als marktliche Tätigkeit; zweitens Maschinenleistung als produktive Leistung ohne menschliche Arbeitszeit; drittens Wirkleistung als reale positive Zustandsveränderung; viertens Wirkungseinkommen als Verbindung von Grundsicherheit, Markt und Wirkungsbeitrag; fünftens Wirkungsfonds als Rückkopplungsarchitektur, in die negative Wirkung, Automatisierungsüberschüsse und Wirkungssteuern einfließen. #
Die alte Arbeitsordnung entstand in einer Industriegesellschaft, in der menschliche Arbeit der Engpass der Produktion war. Lohnarbeit war deshalb nicht nur Einkommensquelle, sondern Grundlage von Sozialversicherung, Renten, Status, Identität und politischer Teilhabe. Diese Kopplung wird fragil, wenn Wertschöpfung zunehmend durch Maschinen, Software, Plattformen, Daten und Kapitalstrukturen erzeugt wird. #
Die Wirkungsökonomie beantwortet Automatisierung nicht mit Maschinenfeindschaft. Automatisierung kann gefährliche Arbeit reduzieren, Produktivität erhöhen, Pflege entlasten, Ressourcen sparen und neue Wirkleistungen ermöglichen. Sie erzeugt aber Verteilungs-, Finanzierungs- und Legitimitätsrisiken, wenn Produktivitätsgewinne privatisiert werden, während die gesellschaftliche Finanzierung weiter auf menschlicher Lohnarbeit ruht. #
Alte Kopplung #
Wirkungsökonomisches Problem #
Arbeit -> Einkommen #
Erwerbsarbeit wird mit Leistung verwechselt; Care, Bildung, Engagement und Systempflege bleiben unterbewertet. #
Einkommen -> Steuern #
Steuerfähigkeit hängt an monetärer Marktvergütung, nicht an Wirkung oder gesamtwirtschaftlichem Beitrag. #
Lohnsumme -> Sozialabgaben #
Sozialversicherung belastet menschliche Arbeit, während Maschinenleistung und Plattformrenditen weniger direkt beitragen. #
Beschäftigung -> Würde #
Menschen verlieren Status und Selbstwirksamkeit, wenn ihre Tätigkeit nicht marktfähig bleibt, obwohl sie weiterhin wirken können. #
Wachstum -> Finanzierung #
Produktivität kann steigen, ohne dass Steuer- und Beitragsbasis proportional mitwachsen. #
Die Wirkungökonomie ordnet Leistung dreifach: Erwerbsarbeit ist eine bezahlte Tätigkeit; Maschinenleistung ist produktive Leistung durch Technik; Wirkleistung ist reale positive Zustandsveränderung. Nur die dritte Kategorie ist normativ maßgeblich. Erwerbsarbeit kann hohe Wirkleistung erzeugen, muss es aber nicht. Maschinenleistung kann produktiv sein, muss aber gesellschaftlich rückgekoppelt werden. Unbezahlte Tätigkeiten können hohe Wirkung erzeugen, obwohl sie im alten System finanziell unsichtbar bleiben. #
Leistungsform #
Definition #
WÖk-Konsequenz #
Erwerbsarbeit #
Bezahlte Tätigkeit am Markt oder in Organisationen. #
Bleibt wichtig, aber nicht alleiniger Maßstab für Einkommen, Würde und Sozialabgaben. #
Maschinenleistung #
Produktivität durch KI, Robotik, Automatisierung, Plattformen und Daten. #
Muss über Automatisierungsdividende, Wirkungsfonds und Unternehmens-/Kapitalwirkung rückgekoppelt werden. #
Wirkleistung #
Positive Netto-Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie. #
Wird zur Grundlage von Wirkungseinkommen, Boni, Förderlogiken und Anerkennung. #
Blind-/Verlustleistung #
Aktivität, die wenig oder negative Zustandsveränderung erzeugt. #
Wird sichtbar, damit Arbeit nicht allein durch Aktivität legitimiert wird. #
Das Wirkungseinkommen ist kein schlichtes Grundeinkommen und keine Robotersteuer. Es verbindet Sicherheit, Markteinkommen, Wirkungsbonus und Schutz. Es setzt nicht voraus, dass jede Wirkung personenbezogen vollständig erfasst wird. Es arbeitet mit Ebenen: gesellschaftliche Grunddividende, freiwillige Wirkungsnachweise, institutionelle und kommunale Wirkungsräume, Projekt- und Fondslogik. #
Baustein #
Funktion #
Grunddividende #
Sichert Existenz und Systemvertrauen, damit Automatisierung nicht als Bedrohung erlebt wird. #
Markteinkommen #
Bleibt erhalten: Arbeit, Unternehmertum, Kreativität und Marktleistung werden nicht abgeschafft. #
Wirkungsbonus #
Anerkennt Tätigkeiten mit positiver Netto-Wirkung, z. B. Care, Bildung, Engagement, Prävention, Innovation. #
Wirkungsmalus #
Belastet Einkommen, Kapitalflüsse oder Geschäftsmodelle, die Mensch, Planet oder Demokratie schwächen. #
Schutzkomponente #
Verhindert Personen-Scoring, Zwang und Überwachung; bewertet primär Systeme, Institutionen und Tätigkeitsfelder. #
Ein zentrales Detailkonzept ist die schrittweise Entkopplung der Sozialabgaben von menschlicher Arbeit. Heute verteuern Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge die Beschäftigung von Menschen, während automatisierte Wertschöpfung nur indirekt beiträgt. In der Wirkungsökonomie wird die Finanzierungsbasis breiter: Sie umfasst Lohnsumme, Maschinenwertschöpfung, Produktwirkung, Unternehmenswirkung, Kapitalwirkung und negative externe Effekte. #
Nicht Maschinen bestrafen, sondern Wertschöpfung rückkoppeln #
Eine bloße Robotersteuer könnte Innovation bremsen. Der WÖk-Ansatz belastet nicht die Maschine als solche, sondern die gesellschaftliche Rückkopplung der durch Automatisierung entstehenden Wertschöpfung: Wer produktiver wird, ohne Menschen sozial einzubinden, beteiligt sich an Wirkungsfonds und sozialer Stabilisierung. #
Steuer / Instrument #
Funktion im Bereich Arbeit & Einkommen #
WStG #
Rahmengesetz: Wirkung als steuerliche Steuerungsgröße für Arbeit, Produktion, Konsum und Kapital. #
WEstG #
Wirkungseinkommensteuer: Einkommen wird nach Höhe, Entstehungskontext und Wirkung betrachtet. #
WUStG #
Produkt- und Dienstleistungswirkung beeinflusst Preise und speist Wirkungsfonds; wichtig für Konsumwirkung und Nachfrage. #
Wirkungskörperschaftsteuer #
Unternehmensgewinne werden nach Unternehmens- und Transformationswirkung differenziert. #
Wirkungsgewerbesteuer #
Kommunale Rückkopplung: lokale Wirkung, Arbeitsplätze, Ausbildung, Standort- und Sozialraumwirkung. #
Maschinenwertschöpfungsbeitrag #
Teil der Sozialabgaben-Entkopplung: automatisierte Wertschöpfung trägt zur sozialen Sicherung bei. #
Wirkungsvermögen- und Erbschaftsteuer #
Gehören primär in Finanzsystem & Kapital, verlinkt mit Arbeit/Einkommen, wenn Vermögen aus Automatisierungskapital entsteht. #
Der Wirkungsfonds ist das Sammel- und Rückverteilungsinstrument. Er ist kein Nebenprojekt des Arbeitsportals, sondern ein Querschnitt zwischen Arbeit & Einkommen, Rente, Gesundheit, Bildung, Wohnen und Finanzsystem & Kapital. Im Portal Arbeit & Einkommen werden jene Fondsanteile behandelt, die aus Automatisierung, Maschinenleistung, Wirkungseinkommensteuer, destruktiven Wirkungssteuern und Unternehmenswirkung gespeist werden. #
Fonds / Topf #
Zweck #
Wirkungsdividendenfonds #
Grunddividende und Wirkungsboni für Bürger:innen. #
Transformations- und Weiterbildungsfonds #
Qualifizierung, Umschulung, Arbeitszeitreduktion und Übergänge. #
Care- und Gemeinwesenfonds #
Anerkennung und Finanzierung von Care, Ehrenamt, Prävention und sozialer Infrastruktur. #
Automatisierungsresilienzfonds #
Regionale und sektorale Stabilisierung bei Arbeitsplatzverlagerung. #
Wirkungsrentenfonds #
Verknüpfung mit Rang 7: Lebensleistung und gesellschaftliche Wirkung im Alter. #
Gesundheits- und Bildungswirkungsfonds #
Verknüpfung mit Rang 8/10: Prävention und Bildung als Wirkungsinvestition. #
Die Wirkungsökonomie legt keinen fertigen Parteibeschluss vor. Sie beschreibt einen Rahmen, in dem unterschiedliche politische Strömungen verschiedene Wege wählen können: stärker marktbasiert, stärker sozialstaatlich, stärker kommunal, stärker fondsorientiert, stärker unternehmensbezogen oder stärker bürgerzentriert. Entscheidend ist, dass Automatisierungsgewinne sichtbar, soziale Sicherung stabilisiert und positive Netto-Wirkung rückgekoppelt wird. #
Ebene #
Aufgabe für Politik und Umsetzung #
Aufgabe der Politik #
Finanzierungsbasis sozialer Sicherung über menschliche Arbeit hinaus erweitern und Wirkungseinkommen pilotieren. #
Politische Rahmenbedingungen #
WStG, WEstG, Maschinenwertschöpfungsbeitrag, Wirkungsfonds, Datenschutz, Mitbestimmung, Weiterbildung. #
Ausgestaltungsspielraum #
Tempo, Höhe der Grunddividende, Fondsquote, Steuerbasis, KMU-Schutz, Pilotregionen und Übergangsfristen. #
Zielkonflikte #
Innovation vs. Sozialbeitrag; Datenschutz vs. Wirkungsnachweis; Freiheit vs. Missbrauchsschutz; Bürokratie vs. Prüfbarkeit. #
Rollenverteilung #
EU, Bund, Länder, Kommunen, Sozialversicherungen, Unternehmen, Gewerkschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. #
Schutz vor Technokratie #
Keine Personenbewertung; Wirkungsdaten bereiten Entscheidungen vor, ersetzen aber demokratische Legitimation nicht. #
Phase #
Zeitraum #
Kern #
0 #
sofort #
Datenlage prüfen, bestehende Sozialabgaben- und Steuerbasis analysieren, Pilotbranchen definieren. #
1 #
1-2 Jahre #
Wirkungsfonds-Pilot, Wirkungseinkommen für begrenzte Wirkungsfelder, Automatisierungsmonitoring. #
2 #
3-5 Jahre #
Maschinenwertschöpfungsbeitrag und WEstG-Testmodell; Weiterbildungs- und Care-Fonds. #
3 #
5-10 Jahre #
Teilweise Entkopplung der Sozialabgaben von Lohnsumme; Grunddividende als stabilisierende Komponente. #
4 #
10+ Jahre #
Reife WÖk: Finanzierung sozialer Sicherung über Arbeit, Wirkung, Kapital und Automatisierungsdividende. #
Interne WÖk-Quellen #
Natalie Weber: Wenn Maschinen arbeiten. Warum wir ein neues System brauchen, 2025. #
Natalie Weber: Die neue Ordnung des Wohlstands, 2026, insbesondere Kapitel 15, 56, 57 und die Teile zu Wirkungseinkommen, Wirkungsfonds und Wirkungslenkung. #
Natalie Weber: Arbeitspapier Wirkungseinkommensteuer (WEstG), 2025. #
Natalie Weber: Working-Paper Rentensystem / Wirkungsrente, 2025. #
Natalie Weber: Systemmodell der Wirkungsökonomie, 2025. #
Natalie Weber: WStG Oktober 2025 und Technische Leitlinien WUStG, 2025. #
Natalie Weber: Führender Begriffsleitfaden der Wirkungsökonomie, 2026. #
Externe Referenzen #
OECD: AI and work / Future of work, laufende Themenseiten und Analysen. #
ILO: Generative AI and Jobs, Working Paper 96 (2023) und Refined Global Index of Occupational Exposure (2025). #
Europäische Kommission: AI Act, Inkrafttreten 1. August 2024 und Anwendung nach Zeitplan mit Ausnahmen. #
EU: Platform Work Directive (EU) 2024/2831; algorithmisches Management, Transparenz und menschliche Aufsicht. #
Destatis: Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland. #
IAB: Job-Futuromat und Szenarioanalysen zu KI, Digitalisierung und Substituierbarkeitspotenzialen. #
Bundesagentur für Arbeit / BERUFENET: Digitalisierung und Ersetzbarkeit von Tätigkeiten. #
Dossier
WIRKUNGSÖKONOMIE #
Dossier Arbeit & Einkommen / Automatisierung #
Wirkung statt Kapital. Für Mensch, Planet und Demokratie. #
Autorin #
Natalie Weber #
Referenz #
Wirkungsökonomie #
Stand #
Mai 2026
Version #
v0.1 #
Status #
Dossier / Diskussionsfassung #
Öffentlichkeit #
Hinweis: Dieses Dokument beschreibt ein wirkungsökonomisches Konzept. Es ist keine Rechts-, Steuer-, Anlage- oder Sozialberatung. Rechenmodelle sind als Arbeitsannahmen gekennzeichnet. #
Dieses Dossier übersetzt das Konzept Arbeit & Einkommen / Automatisierung in praktische Anwendungslogik. Es beschreibt Datenquellen, Beispielrechnungen, Wirkungsindikatoren, Tools und Übergangsmodelle. Alle Zahlenbeispiele sind modellhafte Arbeitsannahmen und ersetzen keine amtlichen Berechnungen. #
Dossier-Regel #
Jede Beispielrechnung unterscheidet zwischen echten Datenquellen, plausiblen Annahmen und politisch festzulegenden Parametern. Wirkung wird nicht personenbezogen gescored; bewertet werden Tätigkeitsfelder, Organisationen, Projekte, Maschinenwertschöpfung, Fondsflüsse und Systemwirkungen. #
Datenbereich #
Mögliche Quellen #
Verwendung #
Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung #
Destatis, Bundesagentur für Arbeit #
Ausgangsbasis für Lohnsummen, Beschäftigungsstruktur und Beitragsabhängigkeit. #
Automatisierungspotenzial #
IAB Job-Futuromat, IAB-Szenarien, OECD, ILO #
Berufs- und Tätigkeitsrisiken; nicht als deterministische Jobverlustprognose. #
Unternehmensdaten #
CSRD/ESRS, Jahresabschluss, Personal- und Investitionsdaten #
Brücke zu Rang 4 Unternehmen und Impact Controlling. #
Maschinen-/Softwareinvestitionen #
Anlagenbuchhaltung, IT-Investitionen, Robotik-/KI-Ausgaben #
Indikator für Maschinenleistung und Produktivitätsgewinn. #
Produkt- und Lieferkettenwirkung #
WÖk-IDs, Scorecards, WUStG-Leitlinien, digitale Produktpässe #
Verknüpfung mit Produktwirkung und Fondsflüssen. #
Sozial- und Gemeinwesenwirkung #
Kommunale Daten, Bildungs-, Pflege-, Gesundheits- und Ehrenamtsdaten #
Grundlage für Wirkungsboni und kommunale Wirkungsfonds. #
Modellannahme: Ein Unternehmen ersetzt 100 Vollzeitstellen mit durchschnittlichen Bruttoarbeitskosten von 60.000 EUR p.a. durch automatisierte Systeme. Davon waren 45.000 EUR Bruttolohn und 15.000 EUR Arbeitgeberanteile/sonstige Lohnnebenkosten. Die Wertschöpfung bleibt gleich oder steigt. #
Position #
Rechnung #
Modellwert #
wegfallende Lohnsumme #
100 x 45.000 EUR #
4.500.000 EUR #
wegfallender Arbeitgeber-Sozialbeitragsanteil #
100 x 15.000 EUR #
1.500.000 EUR #
Produktivitätsgewinn durch Automatisierung #
angenommen +20 % auf Outputmarge #
1.200.000 EUR #
klassische Systemwirkung #
Beitragsbasis sinkt, Kapitalrendite steigt #
negative Finanzierungsrückkopplung #
WÖk-Rückkopplung #
Maschinenwertschöpfungsbeitrag + Wirkungsfondsanteil #
politisch festzulegen #
Wirkungsökonomisch wäre nicht der Roboter selbst steuerpflichtig, sondern die aus Automatisierung resultierende Wertschöpfungsverschiebung. Je höher die positive Netto-Wirkung des Unternehmens - Weiterbildung, Arbeitszeitverkürzung, faire Verteilung, niedrigere Produktpreise, ökologische Verbesserung -, desto niedriger der Malus und desto höher der Zugang zu Transformationsboni. #
Arbeitsformel v0.1 #
MWB = (Automatisierte Wertschöpfung x Rückkopplungsquote) x Wirkungsfaktor. Der Wirkungsfaktor reduziert Beiträge bei positiver Netto-Wirkung und erhöht sie bei sozialer, ökologischer oder demokratischer Negativwirkung. Die Formel ist eine Diskussionsgrundlage, kein Rechtsvorschlag. #
Parameter #
Beschreibung #
Datenquelle #
Automatisierte Wertschöpfung #
Anteil der Wertschöpfung, der durch KI, Robotik, Software oder autonome Systeme entsteht. #
Controlling, Anlagenbuchhaltung, Prozessdaten #
Rückkopplungsquote #
Politisch festgelegter Anteil, der in Wirkungsfonds fließt. #
Gesetz / Pilotmodell #
Wirkungsfaktor #
Score von -3 bis +3 oder normierte 0-1-Skala aus Unternehmens-, Arbeits- und Gemeinwesenwirkung. #
Scorecard / WÖk-IDs #
KMU-Schutzfaktor #
Schutz vor Überlastung kleiner Unternehmen, Übergangsfristen, Bagatellgrenzen. #
Gesetz / Förderlogik #
Transformationsbonus #
Gutschrift für Weiterbildung, Arbeitsplatzqualität, Arbeitszeitverkürzung, neue Tätigkeiten. #
Nachweis / Assurance #
Baustein #
Beispielhafte Funktion #
Bemessung #
Grunddividende #
Stabilisiert Existenz und Nachfrage. #
Pro Kopf aus Wirkungsfonds; Höhe politisch festzulegen. #
Markteinkommen #
Lohn, Honorar, Unternehmenseinkommen, Rendite. #
Bleibt erhalten, aber Wirkungskontext wird steuerlich relevant. #
Wirkungsbonus #
Care, Bildung, Prävention, Engagement, Innovation. #
Projekt-/Tätigkeitsnachweis oder institutionelle Wirkungsräume. #
Transformationsbonus #
Weiterbildung, Umschulung, Arbeitszeitverkürzung. #
Individuell oder kollektiv, nicht als Zwangssystem. #
Wirkungsmalus #
destruktive Einkommen oder Kapitalflüsse. #
Über WEstG, WKStG, WUStG, Vermögens-/Kapitalwirkung. #
Szenario #
Beschreibung #
WÖk-Einordnung #
A: Entlastende Automatisierung #
Gefährliche, monotone oder gesundheitsschädliche Arbeit wird ersetzt. #
positiv, wenn Menschen abgesichert, weitergebildet und Produktivitätsgewinne geteilt werden. #
B: Verdrängende Automatisierung #
Menschen werden ersetzt, Kosten sinken, Eigentümer:innen profitieren. #
kritisch, wenn Beitragsbasis und Teilhabe sinken. #
C: Transformative Automatisierung #
Produktqualität, Ressourcenverbrauch und Arbeitsbedingungen verbessern sich. #
positiv, wenn Rückkopplung nachweisbar ist. #
D: Extraktive Plattformautomatisierung #
Daten, Aufmerksamkeit und Arbeit werden ausgebeutet; Gewinne konzentrieren sich. #
negativ, wenn Demokratie, Arbeitsrechte und soziale Sicherung geschwächt werden. #
Der Rechner ist als Modell-Demo angelegt. Er berechnet keine echte Steuerpflicht, sondern zeigt den Systembruch der alten Abgabenlogik und die mögliche Wirkungsrückkopplung. #
Input #
Output #
Anzahl ersetzter FTE, Lohnsumme, Sozialabgabenanteil #
klassische Beitragslücke #
Automatisierte Wertschöpfung, Produktivitätsgewinn #
potenzieller Automatisierungsüberschuss #
Wirkungs-Score des Unternehmens #
Wirkungsfaktor für Beitrag oder Bonus #
Weiterbildungs- und Teilhabequote #
Transformationsbonus #
Kommune/Region/Sektor #
regionale Wirkung und Fondsbedarf #
Option #
Wirkung #
Politischer Spielraum #
Pilotfonds Automatisierungsdividende #
kleiner Einstieg ohne Systembruch #
freiwillig, branchenbezogen, kommunal oder national #
teilweise Sozialabgaben-Entkopplung #
menschliche Arbeit wird entlastet #
Stufenmodell, zuerst Arbeitgeberanteil oder neue Abgabenbasis #
WEstG-Testmodell #
Einkommen nach Wirkungskontext differenzieren #
Steuerbonus/-malus oder Gutschrift #
Transformationskonten #
Weiterbildung und Übergänge finanzieren #
individuell, betrieblich oder kommunal #
Wirkungsdividende #
Grundsicherung ohne Arbeitszwang #
Höhe, Zugang und Finanzierung politisch offen #
Interne WÖk-Dokumente #
Natalie Weber: Wenn Maschinen arbeiten. Warum wir ein neues System brauchen, 2025. #
Natalie Weber: Die neue Ordnung des Wohlstands, 2026, insbesondere Kapitel 15, 56, 57 und die Teile zu Wirkungseinkommen, Wirkungsfonds und Wirkungslenkung. #
Natalie Weber: Arbeitspapier Wirkungseinkommensteuer (WEstG), 2025. #
Natalie Weber: Working-Paper Rentensystem / Wirkungsrente, 2025. #
Natalie Weber: Systemmodell der Wirkungsökonomie, 2025. #
Natalie Weber: WStG Oktober 2025 und Technische Leitlinien WUStG, 2025. #
Natalie Weber: Führender Begriffsleitfaden der Wirkungsökonomie, 2026. #
Externe Referenzen #
OECD: AI and work / Future of work, laufende Themenseiten und Analysen. #
ILO: Generative AI and Jobs, Working Paper 96 (2023) und Refined Global Index of Occupational Exposure (2025). #
Europäische Kommission: AI Act, Inkrafttreten 1. August 2024 und Anwendung nach Zeitplan mit Ausnahmen. #
EU: Platform Work Directive (EU) 2024/2831; algorithmisches Management, Transparenz und menschliche Aufsicht. #
Destatis: Arbeitsmarkt, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Deutschland. #
IAB: Job-Futuromat und Szenarioanalysen zu KI, Digitalisierung und Substituierbarkeitspotenzialen. #
Bundesagentur für Arbeit / BERUFENET: Digitalisierung und Ersetzbarkeit von Tätigkeiten. #
Kontext-Werkzeuge
Demo
Zeigt Beitragslücken, Maschinenwertschöpfungsbeitrag, Transformationsbonus und Wirkungseinkommensmodell.
Steuerkonzept
Ordnet Einkommen nach Höhe, Entstehungskontext, Wirkung und Schutzgrenzen ein.
Finanzierungsarchitektur
Bündelt Mittel aus Automatisierung, Kapitalwirkung und Wirkungssteuern für soziale Stabilität und Transformation.
Rückkopplungsbeitrag
Beteiligt automatisierte Wertschöpfung an sozialer Sicherung, ohne Innovation pauschal zu bestrafen.
Verteilungslogik
Führt Produktivitätsgewinne teilweise in Weiterbildung, Sicherheit, Wirkungsfonds und gesellschaftliche Resilienz zurück.
Impact Controlling
Bewertet Transformationsinvestitionen in Qualifizierung, Care, Weiterbildung und Arbeitszeitmodelle.
Kennzahl
Ordnet positive, negative und neutrale Arbeits- und Automatisierungswirkung ein.
Datenarchitektur
Verbinden SDGs, SDG+, Arbeitsmarktdaten, Automatisierungsrisiken und Wirkungsindikatoren.
Bewertungsraster
Übersetzen Arbeit, Maschinenleistung, Care, Weiterbildung und Schutzgrenzen in nachvollziehbare Bewertung.
Schutzlogik
Verhindert, dass Verdrängung, Ausbeutung oder Grundrechtsverletzungen durch Effizienzgewinne schöngerechnet werden.
Vernetzung
Rang 3
WStG, WEstG, Wirkungshaushalt und Wirkungsrat als Rechts- und Institutionenrahmen.
Rang 4
Automatisierung, Mitbestimmung, Finanzmarktanforderungen und Unternehmenswirkung.
Rang 7
Wirkungsrente, Lebensleistung und soziale Sicherung jenseits reiner Beitragsbiografie.
Rang 12
Wirkungsfonds, Kapitalwirkung, Automatisierungsdividende und Finanzierbarkeit.
Demokratische Umsetzung
Die folgenden politischen Anforderungen beschreiben keinen fertigen Parteibeschluss. Sie markieren den notwendigen Rahmen, damit Arbeit, Einkommen und Automatisierung demokratisch, rechtsstaatlich und praktisch umgesetzt werden können.
| Aufgabe der Politik | Sozial- und Steuerbasis über menschliche Erwerbsarbeit hinaus erweitern und Automatisierungsgewinne rückkoppeln. |
|---|---|
| Politische Rahmenbedingungen | WStG, WEstG, Maschinenwertschöpfungsbeitrag, Wirkungsfonds, Datenschutz, Mitbestimmung, Weiterbildung und Rechtsschutz schaffen. |
| Ausgestaltungsspielraum | Unterschiedliche demokratische Wege bleiben möglich: marktbasiert, sozialstaatlich, kommunal, fondsorientiert, unternehmensbezogen, gewerkschaftlich oder bürgerzentriert. |
| Zielkonflikte | Innovation, Sozialbeitrag, Datenschutz, Bürokratie, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigungsschutz und Produktivitätsgewinne müssen offen abgewogen werden. |
| Rollenverteilung | EU, Bund, Länder, Kommunen, Unternehmen, Gewerkschaften, Sozialversicherung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft tragen je eigene Verantwortung. |
| Übergang und Schutz | Pilotmodelle, Härtefallregeln, Transformationskonten, KMU-Schutz, Schutz vor Personen-Scoring und klare Rechtswege sichern den Übergang. |
| Evaluation und Korrektur | Wirkungsberichte, Beitragslückenmonitoring, Automatisierungsmonitor, öffentliche Konsultation und Wirkungsrat halten das System lernfähig. |
| Schutz vor Technokratie | Wirkungsdaten bereiten Entscheidungen vor, ersetzen sie aber nicht. Normative Entscheidungen bleiben demokratisch legitimiert. |
Referenzrahmen
SDG+ ist keine offizielle UN-Kategorie, sondern eine transparente Erweiterung der Wirkungsökonomie für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, digitale Selbstbestimmung, institutionelles Vertrauen und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Alle SDGs und SDG+ im Referenzrahmen ansehenOnline-Buch
Quellen
Modellwerte sind Arbeitsannahmen und keine amtliche Steuer-, Rechts- oder Sozialberatung. Externe Quellen öffnen in einem neuen Tab.
Dossier & Export
Online-Volltext ist der Hauptzugang. Word-Dateien bleiben Export und Archiv.