WÖk-Präzisierungsbegriff
Folgencheck
Ein Folgencheck prüft vorsorgend, was eine Aussage, Entscheidung oder Maßnahme auslösen kann.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Grundbegriff.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Faktencheck, Fakten, Wirkungspfad.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Der Folgencheck ist eine vorsorgende Ex-ante-Prüfung möglicher Wirkungen. Er untersucht Auslöser mit Wirkungspotenzial, Wirkungspfade, Wirkungsräume, Nebenwirkungen, Datenqualität, Unsicherheit und Schutzgrenzen, bevor Schäden oder Systemfolgen vollständig eingetreten sind.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Ein Folgencheck prüft Wirkungspfade, Wirkungspotenziale, Wirkungsrisiken und mögliche Zustandsveränderungen einer Aussage, Maßnahme oder Entscheidung.
Verwendung
Verwendung
Nicht als nachträgliche Schadensanalyse verkürzen. Folgencheck ist vorsorgende Prüfung möglicher Auslösung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Faktencheck
- Schadensbilanz
- Zensur
- Meinungsprüfung
Lernpfad zu Folgencheck
Warum wichtig?
Was macht der Begriff sichtbar?
Er macht Wirkungspotenziale sichtbar, bevor Schäden, Nebenwirkungen oder Systemfolgen vollständig eingetreten sind.
Abgrenzung
Was es nicht bedeutet
Ein Folgencheck ist keine Zensur und keine nachträgliche Schadensbilanz.
Beispiel
So wird es konkret
Vor einer Kampagne wird geprüft, welche Wirkstoffe, Wirkungspfade und Resonanzräume Polarisierung, Schutzverhalten oder Fehlanreize auslösen können.
Missverständnisse
Worauf achten?
- Folgencheck ist ex ante.
- Er bewertet Wirkungspotenziale, nicht Menschen.
Passende Tools
Passende Wirkungsfelder
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Folgencheck“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise